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- Plötzlich ließ es einen Knall und Efe-Kaan Sihlaroglu krümmte sich auf dem Rasen. Der Jungprofi schrie vor Schmerzen mehrmals laut auf und schluchzte. Für einige Momente war auf dem Platz des USC Neukirchen nichts Anderes mehr zu hören. Sihlaroglus Kollegen beim Karlsruher SC standen nach dem Zweikampf des Mittelfeldspielers mit Christoph Kobald, dem keine Vorwürfe zu machen waren, unter Schock.
- Schon wieder ein Kreuzbandriss bei Efe-Kaan Sihlaroglu
- Die Verdachtsdiagnose von Teamarzt Marcus Schweizer: Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Der 17-Jährige wird am Donnerstag nach Karlsruhe zurückkehren und muss davon ausgehen, in der kommenden Woche operiert zu werden. Damit wird er abermals bis zu sieben Monate kein Fußball mehr spielen können
- KSC-Trainer Christian Eichner sieht dringenden Bedarf
- „Natürlich leidet man mit. Gerade bei einem Mitspieler, der frisch eine schwere Verletzung hinter sich hat“, reagierte Marvin Wanitzek beim Gang zurück in das Teamquartier. Kurz habe es nach der Szene einen Austausch mit Christian Eichner gegeben. Doch schnell stand fest, dass das Trainingsspiel professionell fortgesetzt werden würde.
- Natürlich war die morgendliche Einheit von dem Unfall überschattet. Seine Folge verstärkte für Eichner die Notwendigkeit nur weiter, zentral noch etwas auf dem Transfermarkt zu tun. Das sah der KSC-Coach auch unabhängig von Sihlaroglus Pech so.
- Lars Stindl hebt das Niveau auf dem Trainingsplatz
- Generell finden sich in Österreich die Eindrücke aus dem Wildpark bestätigt: Lars Stindl macht beim KSC den erwarteten Unterschied. Die Präsenz des Musterprofis mit den erstklassigen Extras hebt das Niveau auf dem Trainingsplatz auf ein anderes Level. „Er ist extrem ballsicher, trifft nahezu immer die richtigen Entscheidungen und erhöht damit generell unsere Ballsicherheit. Von ihm können sich nicht nur die jüngeren Spieler etwas abschauen, sondern auch die erfahrenen“, schwärmte Kapitän Jerome Gondorf.
- In Neukirchen gehört es zu Eichners Zielen, die Umgebungsbedingungen für die neue zentrale Figur im KSC-Spiel zu optimieren. Dazu zählen eben auch weitere Transfers: Der des defensiven Mittelfeldspielers Aljaz Casar (22) vom Drittligisten Halleschen FC zum KSC, nach Informationen unserer Redaktion schon vorbereitet, geriet zuletzt offenbar ins Stocken. Ob der 1,90 Meter große Slowene während der Tage in Österreich seine Eingliederung bei den Blau-Weißen erleben oder ein anderer Neuer ins Teamquartier einziehen wird, blieb am Dienstag offen.
- Die Personalie Philip Heise bleibt spannend
- Zwischen Eichner und dem Linksverteidiger Philip Heise gab es während des laufenden Spiels immer wieder mal den Austausch. Einmal murrte Eichner vor der Tribüne in dessen Richtung: „Dann mach es einfach und ärgere mich nicht immer.“ Auch in der Personalie Heise könnte es spannend bleiben. Der Rheinländer selbst gibt sich sehr unbesorgt.
- Die von seinem Trainer eingeschlagene Linie verunsichere ihn nicht, sagte er im Pinzgau. Den 20 Jahre alten David Herold hatte man auf Leihbasis von Bayern München als frische Option für die linke Abwehrseite geholt. Zudem trainiert der wieder vertragslose Daniel Brosinski weiter bei den Karlsruhern mit. Am Dienstag setzte er allerdings wegen muskulärer Probleme ebenso wie Sebastian Jung aus.
- Heise sagt, er dass er mit Blick auf seinen nächsten Sommer auslaufenden Vertrag keinen Gedanken an einen Vereinwechsel verschwendet. Dass er in den letzten vier Spielen der vergangenen Saison seinen Stammplatz an Brosinski abtreten musste, nun ein Talent vom Rekordmeister als Konkurrenten bekam und er Eichners Unzufriedenheiten kennt, konnten seinem Selbstwertgefühl nichts anhaben.
- Daniel Brosinski bleibt beim KSC ein Thema
- „Philip Heise ist drei Jahre bei uns und weiß, was wir uns auf dieser Position erwarten. Da geht es darum, eine gute Balance in beide Richtungen zu haben“, erklärte Eichner in Österreich zur Sache. Diese ließ der offensive Heise für den Geschmack seines Trainers aber immer wieder mit zuweilen aufreizender Lässigkeit vermissen.
- „Die Frage ist doch, an wie vielen Gegentoren ich während der Hinrunde beteiligt war. Ich kann mich an keines erinnern“, wehrte sich Heise und zog sich darauf zurück, dass Konkurrenz das Geschäft belebe. „Ganz ehrlich: Wenn ich Trainer wäre und Brosinski wäre auf dem Markt, würde ich ihn auch holen: Warum nicht? Er kann links wie rechts spielen, rechts auch offensiv.“
- Letzteres tat jener in der zweiten Halbzeit beim 3:2 gegen Türkgücü München im 4-4-2, während der für Herold gekommene Heise links verteidigte. Eichner wollte das Thema nicht heiß kochen. Er meinte: „Die Spieler kennen ihre Rolle und auch die Erwartungshaltungen an sie. Da muss jeder für sich entscheiden, wie er über seine Situation denkt. Das ist aber völlig losgelöst von Philip Heise.“
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