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Transkript Maybrit Illner vom 19. Februar 2026

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Feb 21st, 2026
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  1. Transkript
  2. 0:04
  3. Ohne Trump gegen Putin ist Deutschland stark genug. Das fragen wir uns, liebe
  4. 0:09
  5. Zuschauer, und damit einen guten Abend Ihnen zu Haus. Der Bundeskanzler sagte vor 6 Tagen in München, zwischen Europa
  6. 0:17
  7. und den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich eine Kluft, ein tiefer Graben aufgetan. Auf der Sicherheitskonferenz
  8. 0:24
  9. hat März auch gleich eine neue Außenpolitik entworfen. Unabhängiger von Washington, wehrhahafter gegen Moskau
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  11. und führend in Europa. Sind diese Ziele zu groß? Ist Deutschland dafür schon
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  13. stark genug? Das frage ich gleich diese Gäste.
  14. 0:45
  15. Der Bundesaußenminister Johann Wadefu, Florence Gaub vom NATO Defense College,
  16. 0:54
  17. Manfred Weber, der Vorsitzende der EVP, die Deutsch-Ukrainerin Marina Weißband,
  18. 1:03
  19. Frederik Pleitkin von CNN und der Generalinspekteur der Bundeswehr
  20. 1:09
  21. Carsten Breuer. Sie sind zu Gast bei Maibritner
  22. 1:16
  23. und die ist sehr dankbar für die Gäste dieser Runde. Letzte Woche Münchner
  24. 1:21
  25. Sicherheitskonferenz. Der Kanzler kündigt nicht weniger an als eine Neuausrichtung der deutschen
  26. 1:27
  27. Außenpolitik. Der Bruch ist offiziell. Deutschland
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  29. positioniert sich neu. März braucht neue Verbündete.
  30. 1:40
  31. Diese Ordnung, sie gibt es so nicht mehr. Der Führungsanspruch der
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  33. Vereinigten Staaten jedenfalls ist angefochten, vielleicht schon verspielt.
  34. 1:52
  35. So deutlich wie nie formuliert der Kanzler die Konflikte mit Trumps Amerika.
  36. 1:58
  37. Der Kulturkampf der Magabewegung in den USA ist nicht unserer
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  39. Freiheit des Wortes endet hier bei uns, wenn sich dieses Wort gegen
  40. 2:10
  41. Menschenwürde und Grundgesetz wendet und wir glauben nicht an Zölle und
  42. 2:16
  43. Protektionismus. Prinzipienreu und pragmatisch.
  44. 2:22
  45. So will März Außenpolitik machen, ohne falsche Rücksichten, auch nicht auf
  46. 2:27
  47. Trump. Frederik Pleitkin ist bei uns von CNN
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  49. und unbedingt in dieser Sendung, es sind interessante Sätze, die der Bundeskanzler da sagt. Der
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  51. Führungsanspruch der USA sei angefochten, vielleicht verspielt.
  52. 2:47
  53. Wie kommt sowas in Washington an? Das kommt drauf an, bei wem. Man darf natürlich nicht vergessen, dass die USA auch politisch tief gespalten sind. Also
  54. 2:53
  55. bei den Gegnern von Donald Trump wurde das gesehen als Zeichen, dass Trump auch seine engsten Verbündeten mittlerweile
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  57. verpr, dass es da schon auch ziemlich viel zerbrochen ist zwischen den europäischen Verbündeten und den Vereinigten Staaten. Es gibt ja auch
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  59. gerade bei den Demokraten, aber auch innerhalb der Republikaner immer noch sehr viele äh die das transatlantische
  60. 3:11
  61. Verhältnis doch sehr wertschätzen. Es waren ja auch viele Seneratoren und andere äh amerikanische Mitglieder des
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  63. Kongresses in München bei der Sicherheitskonferenz, die auch alle gesagt haben, dass dieses Verhältnis noch äh noch wichtig ist. Bei den
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  65. Anhängern von Trump ist das, glaube ich, eher achselzuckend hingenommen worden. Ähm, die sehen natürlich schon auch,
  66. 3:30
  67. dass die Europäer jetzt ein bisschen mehr ihr eigenes Ding machen, aber die Amerikaner ähm die der Magwegung
  68. 3:36
  69. angehören, aber auch die nahen Donald Trump sind, die sagen halt America first und die Amerikaner werden ihr Ding machen außenpolitisch.
  70. 3:42
  71. Mhm. Das hat Rubio dann am Tag darauf auch deutlich gemacht, sehr deutlich gemacht. im Grunde, wie März
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  73. anschließend sagte, indem er eigentlich wie Donald Trump sprach, nur in einem etwas freundlicheren Gewand.
  74. 3:55
  75. In dem freundlicheren Gewand und vor allem die Hand ausgestreckt hielt. Zumindest klang es so. Er hat schon
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  77. gesagt, klar, wir haben er meint, dass Europa jetzt zerfällt, dass die europäischen Werte verloren gehen, dass
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  79. Europa sich selbst zerstört durch Einwanderung, durch Deindustrialisierung,
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  81. durch Klimaschutz auch, aber dass die Amerikaner weiterhin noch mit Europa zusammenarbeiten werden und sich
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  83. teilweise als auch als Kind Europas verstehen, wenn man ihnen folgt. Also, dass sie sagen, wir werden diesen Weg,
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  85. wir wollen diesen Weg gemeinsam gehen, aber nur wenn ihr den Weg gemeinsam geht auf unserer Linie.
  86. 4:31
  87. Manfred Weber ist bei uns. Er ist nicht richtig bei uns, weil er ist uns aus München zugeschaltet
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  89. und wir sind alle miteinander ein bisschen betrübt darüber, weil die Schneeflocke verhinderte in München,
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  91. dass sie rechtzeitig hier zu uns nach Berlin kommen konnten. Umso dankbarer sind wir, dass wir jetzt per mit Ihnen
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  93. verbunden sind. Weber, sie haben das natürlich auch verfolgt. Ist diese neue Außenpolitik, ist diese neue Ausrichtung
  94. 4:58
  95. äh auch unseres transatlantischen Verhältnisses durch eben diesen Bundeskanzler die Antwort auf den
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  97. Grünlandschock, auf den Schock, den Donald Trump damit ausgelöst hat zu
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  99. sagen, ich möchte jetzt mal dieses große Stückchen Insel da von Dänemark haben
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  101. und zwar schnell. Ja, beste Grüße aus dem Verschneiten Bayern. Äh und ja, sie haben recht. Wir
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  103. sind ja in die in das Jahr hinein gestartet mit Davos und mit den Tagen vor Davos, äh wo uns Amerika nur, weil
  104. 5:29
  105. wir mit Grönland und mit Dänemark Solidarität gezeigt hat Z Z Zölle angedroht hat Frankreich, Deutschland
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  107. gegenüber. ähm also ziemlich ruppig gestartet, wo wir einfach die Verlässlichkeit in Washingtons in Frage
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  109. gestellt haben. Sie erinnern Sie, wir hatten im Sommer ja eigentlich ein Abkmen mit Amerika verhandelt, dass wir die 15% Zölle akzeptieren, die
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  111. Amerikaner 0% Zugang zu Europa haben. Zähne knirschend haben wir das akzeptiert und zum Anfang des Jahres
  112. 5:52
  113. wird es alles über Bord geworfen und das ist halt die die Verlässlichkeit, die in Frage steht bei Trump, bei der amerikanischen Administration und umso
  114. 5:59
  115. wichtiger war die geschlossenheit. Ich selbst habe im Europäischen Parlament die Ratifikation dieses Schottlands Abkommen gestoppt und damit auch
  116. 6:05
  117. signalisiert, wir sind nicht bereit, es zu akzeptieren und wenn wir Geschlossenheit zeigen, dann können wir auch gegenüber Amerika unsere Interessen
  118. 6:11
  119. durchsetzen. Insofern war das geprägt auch Friedrich März Position bei der Sicherheitskonferenz von dieser
  120. 6:17
  121. Erfahrung und ich fand es wichtig, weil ich bin auch ein bisschen leid, dass wir jetzt überlegen, wird jetzt V nächstes Mal gewählt oder wird Rubio gewählt?
  122. 6:24
  123. Also wer wird nächster Präsident? Da haben wir einen netten Ton oder haben wir keinen so netten Ton und wir müssen aufhören über amerikanische Politik zu
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  125. diskutieren und endlich unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Und dann ist da jetzt trotzdem eine ganze Menge, was auf dem Tisch liegt und
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  127. gleichzeitig passieren soll. Wir sollen die größte konventionelle Armee Europas bauen in Deutschland. Wir wollen die
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  129. Ukraine unterstützen und wir wollen unabhängiger werden. Wir sind dankbar Marina Weißband in der Sendung zu haben.
  130. 6:49
  131. Frau Weißband, Deutsch-Ukrainerin sind Sie Autorin in Kiev geboren und auch ein engagiertes politisches Herz. Ähm
  132. 6:57
  133. Deutschland in Bezug auf die Ukraine ist tatsächlich der letzte große Unterstützer neben den Niederlanden und
  134. 7:04
  135. einigen osteuropäischen Staaten. Äh würden Sie sagen, dass Friedrich Merz da wenigstens schon liefert?
  136. 7:11
  137. Wir liefern mit Deutschland tatsächlich relativ viel. Die große Hoffnung in der Ukraine ist jetzt tatsächlich, dass
  138. 7:18
  139. Europa sich ein und sich von diesem amerikanischen Einfluss frei macht, denn wir haben lange diesen Konflikt Ost
  140. 7:24
  141. gegen West betrachtet nach diesem alten Schema und der eigentliche Konflikt zieht sich aber entlang der Linie
  142. 7:30
  143. Völkerrecht versus Recht des Stärkeren. Und hier müssen wir diesen massiven strategischen Schift verstehen, den die
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  145. USA 2025 getätigt haben. Sie haben sich auf die Seite des Rechtes des Stärkeren gestellt und das heißt, ab hier wird
  146. 7:43
  147. einfach unberechenbar, wie die USA handeln, was für ein Verbündeter Sie sind. Ähm, die Ukraine versteht, dass
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  149. wir das Völkerrecht brauchen, um überhaupt Frieden haben zu können. Das heißt, in dem Moment, wo wir ein
  150. 7:54
  151. Aggressor belohnen, äh haben wir den nächsten Krieg praktisch schon vorprogrammiert, selbst wenn dieser jetzt für den Moment eingefroren wird.
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  153. Mhm. Äh, ich hoffe, dass das, was März in München gesagt hat, auch Folgen hat. Ich
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  155. muss aber sagen, dass vieles von dem, was er sehr richtig festgestellt hat, wir müssen uns unabhängig machen, ähm
  156. 8:14
  157. damit zu tun haben würde, erneuerbare Energien auszubauen, um weder von Russland noch von den USA energetisch
  158. 8:19
  159. abhängig zu sein. Es würde bedeuten, eine stärkere Einheit mit Europa zu schließen, das heißt keine Alleingänge
  160. 8:26
  161. mit Italien. Ähm, es würde bedeuten, europäische Werte zu unterstützen und
  162. 8:31
  163. uns nicht auf einen Wirtschaftsstandort zu reduzieren. Das würde bedeuten, die CDU-Pitik müsste sich sehr stark wandeln
  164. 8:38
  165. und ähm wir müssen mit Europa stärker zusammenkommen. Da ist gleich die politische Kritik mit
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  167. unterwegs zu sagen, wenn er das alles einlösen möchte und muss und auch sagt,
  168. 8:49
  169. dass er es tut, bedeutet das eben auch Konsequenzen für die eigene äh Regierungstätigkeit. Florence Gaub ist
  170. 8:55
  171. bei uns. Äh, sie sind Militärexpertin, arbeiten im NATOteidigungskolleg in Rom.
  172. 9:01
  173. Frau Gaub, von mehr Souveränität reden jetzt in Europa eigentlich alle. Wer
  174. 9:07
  175. mehr Souveränität für Europa will, wer führen will in Europa, der muss auch
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  177. zahlen. Und das sind tatsächlich in Europa mostly die Deutschen. Es sind zum
  178. 9:19
  179. größten Teil die Deutschen. Also jetzt für Unterstützung von der Ukraine. Ja. Ähm, aber natürlich, also wir reden ja
  180. 9:26
  181. jetzt über auch Verteidigungsausgaben und so weiter. Es geht deswegen ja auch die Schuldenbremse gelöst wird und so weiter. Also ja, aber Ukraine, der die
  182. 9:32
  183. finanzielle Unterstützung, das ist natürlich sehr sehr stark Deutsch. Äh natürlich schauen immer alle auf
  184. 9:38
  185. Frankreich. Es ist schon so, dass je weiter weg man ist geographisch von der Ukraine, desto weniger Unterstützung
  186. 9:44
  187. gibt es auch. Ähm, bei Frankreich ist es so, ohne es rechtfertigen zu wollen, wir wissen, dass Macron oder sage ich jetzt
  188. 9:51
  189. mal die politische Mitte in Frankreich im Rücken zur Wand steht, die Inflation, die Staatsverschuldung ist unglaublich.
  190. 9:57
  191. Es gibt Wahlen ähm nächstes Jahr über nächstes Jahr und äh er ich glaube er
  192. 10:03
  193. kann es sich einfach innen politisch nicht leisten. Es ist aber keine Aussage äh polit auf politischer Ebene. Ist
  194. 10:09
  195. nicht so, dass Frankreich äh wenn es um der Ukraine geht, da ausschert oder andere Interessen verfolgt. Im Gegenteil, eigentlich sagt Frankreich
  196. 10:16
  197. schon seit über 10 Jahren, das was jetzt Konsens ist, nämlich, dass Europa strategisch souverän sein muss oder am
  198. 10:23
  199. Anfang hieß es sogar noch autonom seit der Rede in der Sabon eigentlich. Genau und damals gab es eben gerade aus
  200. 10:29
  201. konservativen Kreisen in Deutschland ganz schön Pushback und ich weiß noch, dass ich z.B. ich war auch ein Vertreter
  202. 10:34
  203. dieser Auffassung mir wurde vorgeholfen, ich sei antiamerikanisch. Also wenn man für europäische eigenständig war, dann
  204. 10:40
  205. wurde einem das ausgelegt als man wollte das Transatlantischverhältnis untergraben. Also das ist jetzt
  206. 10:46
  207. natürlich äh jetzt sind wir an einem ganz anderen Punkt und jetzt aus der Perspektive finde ich das sehr gut, dass wir jetzt sind. Hätte ich es mir anders
  208. 10:51
  209. gewünscht natürlich, aber ich denke auf der anderen Seite der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Wir mussten
  210. 10:58
  211. wahrscheinlich erst an den Punkt kommen und es musste so weh tun, dass wir verstehen, Verteidigung, Sicherheit ist
  212. 11:03
  213. kein Luxus. Alles andere, und sie wissen es besser als jeder andere, alles andere existiert nicht ohne Sicherheit.
  214. 11:09
  215. Ja, und deswegen haben wir hier leider keine Wahl mehr jetzt. Und ausgerechnet die Franzosen wollten das schon sehr viel
  216. 11:14
  217. schneller und sehr viel früher und sehr viel radikaler und stehen nun aber tatsächlich auch äh nach zwei Berichten
  218. 11:20
  219. in äh der Kritik, weil sie sowohl ihre eigene Verteidigung betreffend äh reduziert haben sollen, als auch in
  220. 11:27
  221. dieser Pearl Lieferung für die Ukraine eben einen Teil der Patriots nicht
  222. 11:33
  223. mitworben und zur Verfügung gestellt haben. Also ausgerechnet an diesem Frankreich gab es auch Kritik und wer
  224. 11:39
  225. wüsste das besser als unser Bundesaußenminister Johann Wadefohl ist uns an diesem Abend heute aus Stuttgart
  226. 11:46
  227. zugeschaltet, weil da morgen der CDUparteitag beginnt und ich sage guten
  228. 11:52
  229. Abend nach Stuttgart Herr Außenminister.
  230. 11:57
  231. Guten Abend Frau Elner. Wir sind dankbar, dass die Leitung steht. Der Kanzler, das haben Sie
  232. 12:03
  233. verfolgt, grenzt sich von der Trump Regierung ab und Sie treten Macron
  234. 12:09
  235. interessanterweise noch mal vors Schienbein. Hören wir mal kurz rein.
  236. 12:14
  237. Er spricht immer wieder richtigerweise von unserem Streben nach europäischer
  238. 12:20
  239. Souveränität. Wer davon spricht, muss im eigenen Land danach handeln. Bedauerlicherweise
  240. 12:26
  241. sind die Anstrengungen auch in der französischen Republik bisher unzureichend, das zu leisten.
  242. 12:31
  243. Bislang unzureichend. Wir dachten, oha, ist es gut quasi zeitgleich, die USA und
  244. 12:38
  245. äh die Franzosen mal kurz aufs Korn zu nehmen?
  246. 12:44
  247. Nein, es ist ja genau das, was gerade in Ihrer Runde auch richtigerweise diskutiert worden ist und ich möchte
  248. 12:49
  249. noch mal unterstreichen, der Kern alldessen ist ja, dass wir mit Frankreich einer Meinung sind, etwas
  250. 12:56
  251. spät äh Floran Scorp hat da vollkommen recht, äh einer Meinung sind, dass wir
  252. 13:01
  253. wirklich in Europa stärkere Anstrengungen unternehmen müssen, um unabhängiger
  254. 13:07
  255. souverän, ich verwende gerne den Komparativ zu wer werden nicht wirklich
  256. 13:13
  257. unabhängig von den USA. Das wäre eine Loslösung, das will niemand, das ist auch unnötig. Die derartige Diskussion
  258. 13:20
  259. werden auch in Washington nicht geführt. Aber wir müssen mehr machen. Alle müssen mehr machen. Das haben wir im letzten
  260. 13:26
  261. Jahr zugesagt. Das gilt auch für Frankreich und es gilt auch für viele andere Länder noch in Europa. Das ist
  262. 13:34
  263. mein Appell, dass wir das jetzt auch wirklich ernst nehmen, dass wir nicht abwarten, bis wir jetzt bitte. Ja, natürlich. Sie gehören dazu
  264. 13:40
  265. wie andere eben auch. Äh, wir sollten jetzt nicht abwarten, dass der nächste Gipfel in Ankara kommt und der
  266. 13:47
  267. amerikanische Präsident uns dann vorhält, ihr habt 5% zugesagt und ja äh
  268. 13:52
  269. ihr seid nicht auf dem Fahst zu erreichen, sondern wir müssen das jetzt dann auch schon ernst meinen.
  270. 13:58
  271. Was ich aber zur ganzen Debatte wirklich noch mal klarstellend sagen möchte, lassen Sie uns bitte nicht eine Entweder
  272. 14:04
  273. oder Debatte führen. Lassen Sie uns eine Debatte führen, dass wir ehrlich sagen äh was wir in Europa mehr machen können
  274. 14:11
  275. und müssen und auf der anderen Seite auch was wir an den USA haben. Das ist ein verlässliches Bündnis.
  276. 14:18
  277. Die USA ist voll integriert in die NATO. Ohne die USA hätten wir keine
  278. 14:23
  279. hinreichende Verteidigungsfähigkeit Europas. Weder nuklear noch konventionell noch was
  280. 14:29
  281. Geheimdienstformation und Arbeit angeht. Das muss man ganz nüchtern sagen. Äh und deswegen äh noch
  282. 14:36
  283. mal ist es richtig zu sagen, wir werden souveränär, aber wir werden nicht völlig unabhängig von den USA. Das will dort
  284. 14:43
  285. niemand. Das sollten wir auch nicht wollen. Und glaube ich in dieser Abstufung würde ich es gerne noch mal
  286. 14:50
  287. auch in dieser Runde zu der Diskussion, die sie gerade eben richtigerweise hatten, beisteuern wollen. Unabhängiger haben wir genauso
  288. 14:56
  289. formuliert. Was ist interessant, Herr Wadepohl, Friedrich Merz selbst sagte in
  290. 15:01
  291. Erinnerung an das letzte Jahr, dass es diese großen Schulden für die Verteidigung brauchte, dass es diese
  292. 15:08
  293. unlimitierten Schulden für äh die Verteidigung Deutschlands brauchte.
  294. 15:13
  295. Damit, Zitat, Deutschland ähm Trump in der NATO bleibt. Er hat wörtlich gesagt,
  296. 15:21
  297. dass äh ohne diese Aufrüstungszusagen Trump davor war, aus der NATO
  298. 15:27
  299. auszusteigen. Also im Grunde hat Deutschland mit unserem Engagement in der Verteidigung die NATO gerettet. Äh
  300. 15:33
  301. würden Sie auch sagen, dass Trump kurz davor war rauszuspringen?
  302. 15:40
  303. Na, jedenfalls war es eine Erwartung äh aus den Vereinigten Staaten von Amerika, die wir seit vielen Administrationen
  304. 15:47
  305. schon gehört hatten. Trump hat das in sehr großer Deutlichkeit äh im letzten
  306. 15:52
  307. Jahr wieder zum Ausdruck gebracht und deswegen waren wir es selber. Ja, wenn Sie sich entsinnen,
  308. 15:57
  309. habe ich auch aus dem auf dem ersten NATO Außenministertreffen ganz klar gesagt, die 5% machen wir. Ja,
  310. 16:03
  311. manche einer hat das damals noch kritisiert und jetzt ist es zum Glück Einigkeit und Deutschland ist Deutschland ist vorangegangen,
  312. 16:09
  313. Deutschland ist in die Führungsrolle gegangen, die wir für Deutschland auch definiert haben, die Deutschland auch
  314. 16:15
  315. wird weiterhin wahrnehmen müssen. Deshalb auch habe ich mir erlaubt, diese mahnenden Worte zum jetzigen Zeitpunkt
  316. 16:21
  317. einmal zu sagen. äh denn äh es ist klar, die USA und das ist doch auch ein
  318. 16:28
  319. positives Angebot, wollen mit uns gemeinsam dieses Verteidigungsbündnis stark machen, auch für die
  320. 16:33
  321. Herausforderungen der Zukunft. Das war auch die ausgestreckte am Hand übrigens von Marco Rubio auf der Münchner
  322. 16:40
  323. Sicherheitskonferenz, die wir aus meiner Sicht ergreifen sollten. Also, es gibt eine Bereitschaft der USA, es mit uns
  324. 16:46
  325. gemeinsam zu machen, aber das setzt voraus, dass wir handlungsfähig sind und dafür müssen wir eben halt auch Geld in die Hand nehmen
  326. 16:52
  327. und auch ein paar andere Maßnahmen. Dann hätte ich zwei Nachfragen noch zu dieser Rede von Friedrich Merz. Er hat
  328. 16:58
  329. gesagt, es gibt eine tiefe Kluft mit den Amerikanern. Würden Sie Ihrem Bundeskanzler dabei? Würden Sie sagen,
  330. 17:03
  331. da hat er recht. Ja, er hat ja die Punkte auch
  332. 17:08
  333. beschrieben, wo das der Fall ist. Äh wir haben etwas eigenartige Diskussion aus den USA in unsere Richtung, was hier die
  334. 17:15
  335. Frage der Meinungsäußerungsfreiheit, die Pressefreiheit in Deutschland oder in Europa äh angeht. Äh, wir könnten
  336. 17:24
  337. unsererseits darauf hinweisen, Herr Pleitkin kannte dazu auch etwas beitragen, dass wir da auch
  338. 17:29
  339. Entwicklungen in den USA sehen, äh bei denen wir äh einiges befremden und auch
  340. 17:34
  341. einige Fragen haben in die amerikanische Richtung. Äh und deswegen ist das mal ein Beispiel dafür, dass dass es auch
  342. 17:41
  343. Punkte gibt, über die wir offen miteinander reden können. Wir haben einen sehr klaren Punkt gemacht bei
  344. 17:47
  345. Grönland, das Fragen der territorialen Souveränität und Eigenständigkeit von Nationalstaaten erst recht in unserem
  346. 17:54
  347. Bündnis, aber ganz prinzipiell von uns nicht diskutiert werden dürfen. Würde
  348. 18:01
  349. unser Wertegerüst deutlich verlässt. Interessant, dass Sie es erwähnen, Herr Wadefrühl, weil ausgerechnet Grönland
  350. 18:07
  351. war ja eine Geschichte, wo man sagen kann, da brauchte es sozusagen die
  352. 18:13
  353. Versammlung Europas, um äh Trump zu zeigen, dass er jetzt eben nicht einfach
  354. 18:19
  355. mal so eine Insel Dänemarks besetzen kann. Äh, das hat also alles nicht gereicht, was bis daher auch von den
  356. 18:25
  357. NATOländern getan wurde, weil sonst hätte er sich Grünland nicht getraut.
  358. 18:33
  359. Na, ich ich sehe es positiv, dass äh unsere Gespräche, ich war ja auch äh gerade vorher noch mal einige Tage in
  360. 18:40
  361. Washington gewesen, habe mit vielen dort gesprochen. Da habe ich übrigens sehr viel gehört auch unter den Abgeordneten
  362. 18:46
  363. Kollegen des Kongresses, äh, dass sie vollkommen unsere Sicht der Dinge teilen und vollkommen mit uns einer Meinung
  364. 18:52
  365. sind. Äh, ich glaube, es war ganz gut, dass Europa Manfred Weber hat das gerade eben richtigerweise gesagt und er hat ja
  366. 18:59
  367. eine wichtige Initiative auch im Europäischen Parlament ergriffen, indem er gesagt hat, das was im vergangenen
  368. 19:05
  369. Jahr verabredet worden war äh zu diesen Zollfragen zwischen den Vereinigten
  370. 19:11
  371. Staaten von Europa kann unter diesen jetzigen Umständen nicht stattfinden. Und das war ein wichtiges Signal, wie
  372. 19:17
  373. insgesamt die europäische Geschlossenheit. Ungarn muss man da immer ein bisschen ausnehmen bedauerlicherweise, aber wie die doch
  374. 19:23
  375. ansonsten klare europäische Geschlossenheit zu diesen Fragen äh und
  376. 19:29
  377. das hat schon seinen Eindruck hinterlassen und insofern ist das natürlich nach wie vor ein partnerschaftliches Verhältnis, aber
  378. 19:35
  379. eben auch ein partnerschaftliches Verhältnis, indem wir Europäer ganz selbstbewusst auch unsere Rolle bereit
  380. 19:41
  381. sind zu definieren, weil wir mehr Verantwortung übernehmen, weil wir mehr tun, weil wir auch gerade im
  382. 19:48
  383. Verteidigungsbereich sehr viel viel mehr leisten als in der Vergangenheit und das müssen wir weiter ausbauen. Das tun wir
  384. 19:53
  385. auch durch Freihandelsabkommen äh und andere Dinge im wirtschaftlichen Bereich. Das heißt, äh Europa ist dabei
  386. 20:00
  387. in der Tat souveräner zu werden, unabhängiger zu werden. Äh und das gibt uns natürlich auch politische
  388. 20:06
  389. Möglichkeiten in unserer Partnerschaft unsere Punkte klar zu verteidigen, unsere Werte, unsere europäischen
  390. 20:13
  391. Interessen. Vielleicht, weil die andere Seite diese Werte nicht mehr mit uns teilt. Sie haben bei der Rede von Marco Rubio
  392. 20:20
  393. geklatscht, Herr Wadeful. War das aus Überzeugung oder aus Höflichkeit?
  394. 20:28
  395. Nein, also ich klatsche grundsätzlich äh aus Überzeugung und das habe ich auch mit Borus Pisturius gemeinsam an dieser
  396. 20:35
  397. Stelle ganz ernsthaft getan, weil in der Marco Rubio Rede wirklich wichtige
  398. 20:42
  399. Elemente äh drin waren, die für uns wichtig sind, nämlich das Angebot zur weiteren Zusammenarbeit, die Betonung
  400. 20:49
  401. der gemeinsamen Werte der Gemein der gemeinsamen Nein, er hat äh
  402. 20:56
  403. Also, es gab in der es gab in der Rede auch Elemente, wo ich nicht voll zugestimmt habe und da werden sie auch
  404. 21:01
  405. nicht gesehen haben, dass wir die Hand gerührt haben. Ich glaube, der Kollege Pistorius auch nicht, aber ich will ih gar nicht in Anspruch nehmen. Das gilt
  406. 21:07
  407. für mich. Es gibt es gab diese Elemente etwa zum Klimaschutz. Da haben wir offenkundig
  408. 21:15
  409. mit der jetzigen amerikanischen Administration derzeit keinen gemeinsamen Konsens, was in dem Bereich
  410. 21:21
  411. zu tun ist. Wir halten eine aktive Klimapolitik weiter für erforderlich. Äh das sieht die Administration in USA
  412. 21:27
  413. offensichtlich anders, aber in vielen anderen Bereichen besteht es. Und Rubio hat gesagt, wir haben eine ein eine
  414. 21:33
  415. gemeinsame Basis, eine kulturelle, geschichtliche, historische und auch eine Wertebasis. Dara hat er verwiesen.
  416. 21:39
  417. Wir haben gemeinsamen Erfolg gehabt und sollten diesen Ja. Äh, Frau, ich möchte mich ganz
  418. 21:47
  419. bewusst nicht daran beteiligen, dass wir immer nur das Trennende sehen äh
  420. 21:52
  421. und das sehen, was uns voneinander unterscheidet, sondern ich möchte die positiven Elemente äh aufnehmen, weil
  422. 21:58
  423. ich erstens weiß, wie sehr wir ja, wie sehr wir vinander abhängig sind
  424. 22:05
  425. und weil ich auch aus vielen Gesprächen mit Marco Robio weiß persönlich unter
  426. 22:10
  427. vier Augen, aber auch in einem größeren Kreis und das habe ich auch in der Rede gehört, dass er will, dass dieses
  428. 22:16
  429. transatlantische Bahn bestehen bleibt und dass wir so erfolgreich zusammenarbeiten können, wie wir das
  430. 22:22
  431. Jahrzehntelang zwischen den USA und Europa getan haben. Und ich finde, dieses Angebot sollten wir annehmen
  432. 22:27
  433. in dieser Genau. Und das ist unterschiedlich interpretiert worden und auch empfunden worden auch vom
  434. 22:34
  435. Bundeskanzler. Und gucken wir noch mal auf die Dinge, die äh da genauso
  436. 22:40
  437. besprochen wurden, nämlich die Aufteilung der
  438. 22:45
  439. Funktionen. Europa wird konventionell verteidigen, die US-Amerikaner werden den atomaren
  440. 22:54
  441. Schirm liefern. Wenn das der Deal ist, würden Sie diesen Deal vertrauen, Herr Wadefohl,
  442. 23:03
  443. dieses ganze Bündnis besteht auf Vertrauensgrundlage und äh dessen bin ich mir auch ganz
  444. 23:08
  445. sicher, weil ich weiß, nicht nur aus meinen politischen Gesprächen auf meiner Ebene, sondern auch von allen Beamten,
  446. 23:15
  447. die im zivilen Dienst der NATO sind und auch von allen Soldatinnen, Soldaten,
  448. 23:20
  449. die im militärischen Dienst der NATO sind, dass wir sehr vertrauensvoll mit den Vereinigten Staaten von Amerika
  450. 23:26
  451. zusammenarbeiten. Okay. Und deswegen habe ich dieses Vertrauen. Es gibt auch gar keinen Anlass daran zu
  452. 23:32
  453. zweifeln. äh ob wir es exakt, also es läuft ja auch nicht exakt in dieser äh
  454. 23:38
  455. reinen Abgrenzung, wie Sie es jetzt gesagt haben. Es gibt eine nukleare Bewaffnung in Frankreich, es gibt eine
  456. 23:44
  457. nukleare Bewaffnung im Vereinigten Königreich, es gibt eine nukleare
  458. 23:49
  459. Teilhabe, nennen wir das, auch durch deutsche äh äh Jets, also durch äh auch
  460. 23:56
  461. deutsche Luftstreitkräfte, die mit natürlich einer auch Entscheidungsbefugtnis in Deutschland äh
  462. 24:03
  463. auch in gewisser Weise daran beteiligt sind. Und wir entwickeln übrigens auch äh konventionelle Fähigkeiten,
  464. 24:11
  465. die einer entsprechenden Abschreckungswirkung gleich kommen. Das heißt, insgesamt gesehen ist für alle
  466. 24:19
  467. klar, es gibt eine stärkere europäische Verantwortung, selber auch verteidigungsfähig zu sein, mehr
  468. 24:25
  469. Verantwortung zu übernehmen, mehr zu leisten, aber es gibt trotzdem ein
  470. 24:30
  471. bestehendes gemeinsames Verständnis und ich kann nur dringend dazu raten, daran festzuhalten, dass wir all das, was an
  472. 24:36
  473. Herausforderungen vor uns steht und es ist ja weit mehr als nur Russland, es ist China, es ist
  474. 24:43
  475. nur, dass wir das mit den Amerikaner weiterhin anstreben und praktizieren.
  476. 24:49
  477. Dazu sollten wir weiter bereit sein, weil es keine vernünftige Alternative für uns gibt.
  478. 24:54
  479. Kurze Frage und bitte um eine kurze Antwort. Müssen die Europäer an den Verhandlungstisch um die Ukraine?
  480. 25:03
  481. Ja, selbstverständlich äh all das, was dort verhandelt wird, betrifft Europa im Kern. Äh hat für die
  482. 25:09
  483. Sicherheitsarchitektur eine große Bedeutung. Mhm. Und deswegen bestehen wir geradezu
  484. 25:15
  485. darauf an diesen Verhandlungen dann zu beteiligt werden, wenn es in die entscheidende Phase gibt. Das sieht auch
  486. 25:21
  487. die Ukraine so. Okay. Und das haben wir auch den beiden anderen Verhandlungsteilnehmern aus den
  488. 25:28
  489. USA und Russland klar signalisiert. Die Europäer haben Stichwort Iran mit dem
  490. 25:33
  491. Iran sehr lange probiert ein äh Abkommen zu schließen. Wenn die USA den Iran
  492. 25:39
  493. jetzt militärisch mit Israel zusammen angreifen, machen sie dann wieder die
  494. 25:45
  495. Drecksarbeit für Europa? Ich
  496. 25:51
  497. gehöre zu denjenigen, äh, die gemeinsam mit dem iranischen Kollegen Araki lange Gespräche darüber geführt haben, dass
  498. 25:58
  499. das Thema gelöst wird, worum es jetzt auch wieder in den Verhandlungen geht, nämlich der ernsthafte und
  500. 26:04
  501. nachvollziehbare Verzicht auf eine nukleare Bewaffnung und übrigens auch auf die Nutzung von
  502. 26:11
  503. ballistischen Raketensystem. Ich hoffe, dass der Iran ernsthaft versteht, dass jetzt Maßnahmen äh erfolgen müssen, die
  504. 26:19
  505. die Weltgemeinschaft, nicht die nicht nur die USA und Israel, sondern die Weltgemeinschaft davon überzeugen,
  506. 26:25
  507. dass auf derartige äh Bewaffnung äh und auf derartige Maßnahmen verzichtet wird.
  508. 26:31
  509. Wenn das gelingt, dann gibt es eine gute Chance, äh dass dieser diese
  510. 26:36
  511. Auseinandersetzung friedlich beigelegt werden kann und daran sollten wir alle intensiv mitwirken. Wir mit unseren
  512. 26:42
  513. Möglichkeiten tun das. Der Bundesaußenminister, vielen Dank, Herr Wadefohl. Danke nach Stuttgart.
  514. 26:50
  515. Sehr gerne. Wir sind zurück in der Runde. Wir mussten nach dem Iran fragen, weil der
  516. 26:56
  517. nun aktuell eben auch äh für das kommende Wochenende annotiert, dass es
  518. 27:01
  519. Auseinandersetzungen geben soll oder besser gesagt, dass die USA angreifen würden. Vielleicht dahin
  520. 27:07
  521. noch mal ganz kurz gefragt, Fred. Äh macht Donald Trump das alles parallel?
  522. 27:14
  523. Also hat er die Vorstellung dann wirklich diesen Friedensnobelpreis zu kriegen, weil er
  524. 27:19
  525. parallel Venezuela, parallel die Russen und die Ukrainer und parallel den Iran
  526. 27:26
  527. befriedet? Also zunächst einmal glaube ich der Friedensnobelpreis ähm fürs kommende Jahr sehe ich jetzt nicht unbedingt,
  528. 27:33
  529. dass er den kriegen wird, aber obwohl er heute die Friedensrat glaube ich zum ersten Mal hat tagen lassen. Äh aber ich
  530. 27:38
  531. glaube schon, dass die Situation, wie Herr Wadep wohl auch gesagt, jetzt gerade um den Iran schon ernst ist. Also, wenn man jetzt guckt ähm sich
  532. 27:45
  533. anschaut, wie viel ähm militärische Komponenten die Vereinigten Staaten allein in den vergangenen Tagen in die Region geschickt haben, das ist schon
  534. 27:51
  535. echt massiv. Also was an Kampfflugzeugen da sind, ich glaube das der Flugzeugträger Gerald Ford, der zweite
  536. 27:56
  537. Flugzeugträger im Verbund, den die Amerikaner dann in der Gegend haben, ist jetzt auch schon fast da. Ähm, also die
  538. 28:03
  539. Quellen, mit denen wir im amerikanischen nationalen Sicherheitsgrad reden, die sagen, dass es am Wochenende die
  540. 28:08
  541. Amerikaner bereit werden für ein Schlag gegen den Iran. Andererseits ist es so, dass ich ähm in Genf auch gerade war, wo
  542. 28:14
  543. ja die Verhandlung stattgefunden haben und meines Erachtens es schon so ist, dass die Amerikaner ernsthaft eine Lösung suchen, ernsthaft ähm auch eine
  544. 28:22
  545. Lösung suchen, die dahingehend geht, dass der Iran keine Atomwaffen haben wird, keine Atomwaffen. Die Iraner
  546. 28:28
  547. sagen, sie wollen keine Atomwaffen haben, aber dass das auch verifizierbar äh nicht der Fall ist. Und was ich
  548. 28:34
  549. gesehen habe aus dem amerikanischen Verhandlungsteam ist, dass sie da schon sehr ernsthaft dran arbeiten, dass es da schon auch Vorschläge gibt von beiden
  550. 28:41
  551. Seiten und dass die Iraner auch wissen, dass die Lage sehr ernst ist. Die sagen ja schon, dass es dann auch zu einem
  552. 28:47
  553. großen Krieg kommen würde, die gesamte Region in Mitleidenschaft ziehen würde, aber beide Seiten äh den Eindruck habe
  554. 28:53
  555. ich, sind an der Lösung interessiert. Das wird natürlich von Tag zu Tag schwieriger, je größer die Streitmacht
  556. 28:58
  557. ist, die da ist. Aber man darf auch nicht vergessen, dass die Länder der Region äh gerade die Golfstaaten auch
  558. 29:04
  559. ein sehr großes Interesse daran haben, dass es dann nicht zur Katastrophe kommt, weil die natürlich alle eine andere Art der Entwaffnung der
  560. 29:11
  561. Hamas stattfindet als ein durch einen Angriff der US-Amerikaner. Das auch, aber aber man darf natürlich
  562. 29:17
  563. nicht vergessen, dass so Länder wie Qatar, wie die Vereinigten Arabischen Emirate, zum Teil aus Saudi-Arabien, die leben ja alle davon, dass sie Inseln der
  564. 29:24
  565. Stabilität sind in der sonst der instabilen Region. Und wenn es da knallt, ähm die ganen Airlines von denen
  566. 29:30
  567. nicht mehr fliegen, da sind ja auch sehr viele Leute aus Europa in der Region, ähm dann kann es da schon echt übel aussehen. Ich glaube, das ist jedem
  568. 29:36
  569. bewusst, wie dramatisch zurzeit die Lage ist. Mhm. Ähm und meines Erachtens ähm
  570. 29:42
  571. der äh Außer hat ja von vom amerikanischen Verhandlungsteam von Steve Wof von Jared Kushner gesprochen,
  572. 29:49
  573. denen ist das auch bewusst und die sind da, glaube ich, auch ernsthaft dran zu versuchen, dass wir kleiner Exkurs Iran mit Blick auf das
  574. 29:56
  575. kommende Wochenende. Wir sind wieder zurück bei der Lage in Europa und der
  576. 30:01
  577. besonderen Herausforderung Marina Weißbahn der Ukraine substanziell zu
  578. 30:07
  579. helfen. 90 Milliarden Euro Kreditierung durch die EU ist in den Raum gestellt
  580. 30:13
  581. und dennoch erlebt man Volodomier Selenski auf der Münchner Sicherheitskonferenz,
  582. 30:19
  583. wie er darum ringt und fleht, dass endlich mehr militärisches Gerät in die
  584. 30:27
  585. Ukraine kommt. Äh haben Sie eine Erklärung dafür, warum das immer noch das größte Problem ist?
  586. 30:33
  587. Nein, dafür habe ich nicht genug Geheimwissen. Ähm, ich sehe einfach
  588. 30:39
  589. dieses Muster seit 4er Jahren, wann immer die Ukraine in der Lage wäre in in eine
  590. 30:47
  591. Gegenoffensive zu gehen, gefrieren Lieferungen, wenn sie zurückgedrängt wird, ist plötzlich
  592. 30:53
  593. vieles möglich. Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich sehe, dass wir immer noch nicht alles angezogen haben, was an
  594. 30:59
  595. Sanktionen möglich ist. Ich sehe, dass Russland immer noch relativ gut seine Schattenflotte betreiben kann und ich
  596. 31:05
  597. sehe, dass es immer noch nicht nur eine Frage der Menge ist, wie viel wir der Ukraine helfen, wie viele Milliarden wir
  598. 31:11
  599. zustellen. Es ist immer auch eine Frage des Timings und ähm es es braucht eine
  600. 31:17
  601. Entschlossenheit, sehr viel gleichzeitig zu machen, damit Putin nicht immer wieder die Möglichkeit hat, diesen
  602. 31:23
  603. Fleischwolf, den er da mit seinen eigenen Leuten veranstaltet, nachzufüttern. Und der russische Winter ist sehr lang.
  604. 31:29
  605. Er führt jetzt einen Angriff gegen die ukrainische Zivilbevölkerung. Auch nicht erst jetzt, sondern das der ukrainische Winter ist auch sehr
  606. 31:35
  607. lang. Die Leute haben da gerade -2°. Die sitzen in ihren Wohnungen in Manteln, in
  608. 31:41
  609. Schuhen ohne Strom, ohne Wasser. Alte Leute sind eingesperrt in den Hochhäusern, in den Städten. Es werden
  610. 31:47
  611. Menschenjagden veranstaltet durch Drohnen auf Zivilisten. Dem allem sehen wir jetzt seit vier
  612. 31:53
  613. Jahren zu. Mhm. Und wir hätten die Möglichkeit gehabt, früher mehr zu liefern, aber wir haben
  614. 31:58
  615. um jeden einzelnen Waffentypus diskutiert und debattiert, geht das oder überschreitet das rote und jetzt gibt es ja plötzlich ganz viel
  616. 32:04
  617. Geld und man fragt sich dann erst recht und der Zuschauer fragt sich, worin besteht eigentlich das Problem?
  618. 32:11
  619. Die Ukraine am Tropf, seit letztem Jahr fast ausschließlich am Europäischen. Die
  620. 32:17
  621. USA haben Militärhelfen eingestellt. In Europa sind es überproportional
  622. 32:23
  623. Skandinavia und Balden, die die Ukraine unterstützen. In Westeuropa hauptsächlich Briten,
  624. 32:29
  625. Niederländer und Deutsche. Frankreich hat sich bislang nicht am sogenannten Pearl Programm beteiligt, also dem Kauf
  626. 32:36
  627. von US-Waffen zur Verteidigung der Ukraine. Infolge stockten die Lieferungen.
  628. 32:45
  629. Eines der schlimmsten Dinge, die man in Kriegszeiten zu hören bekommt, ist ein Bericht des Luftwaffenkommandeurs,
  630. 32:50
  631. dass keine Luftabwehrraketen mehr da sind.
  632. 32:57
  633. Manfred Weber, es gibt Hilfsprogramme von der EU, es gibt Hilfsprogramme von der NATO. Wie kann es sein, dass da
  634. 33:05
  635. nicht genug Patriots sind, obwohl ja organisiert ist, dass diese Patriot Raketen jetzt den US-Amerikanern
  636. 33:11
  637. abgekauft werden? Ja, wir haben ernsthaft das Beschaffungsproblem. Die
  638. 33:17
  639. Produktionskapazitäten, die notwendig sind, sind in Europa derzeit nicht in der Größenordnung verfügbar. Auch Länder
  640. 33:22
  641. wie Polen beispielsweise, ja überlegen schon prüfen schon auch, was brauche ich für mein Land im Fall der Fälle? Sollte
  642. 33:29
  643. wirklich die Provokation, die Aggression, der radikale Ansatz von Putin weitergehen? Deshalb ist diese
  644. 33:34
  645. sind diese Bedenken da. Aber ich möchte ausdrücklich noch mal sagen, wenn die Europäische Union, wir haben im Europäischen Parlament vor zwei Wochen
  646. 33:40
  647. drüber abgestimmen, jetzt 90 Milliarden Euro bereitgestellt, äh faktisch der einzige Geldgeber für die Ukraine ist,
  648. 33:45
  649. dann ist unser Bekenntnis, dass an der Seite der Menschen der Ukraine stehen, eindeutig. Also wir stehen und wir wir
  650. 33:51
  651. setzen uns ein und wir sind an eurer Seite. Das ist das Bekenntnis, das Europa abgibt. Auch mit der Zusage, wenn
  652. 33:56
  653. es zum Frieden kommt, dann wollen wir auch, dass wir Gemeinschaft sind, weil wir wissen, die Ukraine verteidigt nicht
  654. 34:01
  655. nur sich, sondern unsere Werte. Deshalb das miteinander ist kommen wir auch gucken uns noch mal auch an. Sie haben
  656. 34:08
  657. ja in unserer letzten Sendung, als Sie zu Gast waren, erzählt, das und wie sehr
  658. 34:13
  659. da auch möglich war mit eben nicht einem einstimmigen Votum, sondern mit einem
  660. 34:19
  661. mit einer Majoritätsentscheidung diese 90 Milliarden zu ermöglichen.
  662. 34:25
  663. Äh, warum kann das jetzt nicht auch eben ein doppeltgutes Beispiel sein, wohin
  664. 34:31
  665. sich Europa entwickeln muss? Was haben Sie da anders gemacht? Ja, wir müssen aus diesen Erfahrungen
  666. 34:37
  667. der letzten Wochen lernen und das eine ist, wie Sie richtig beschrieben haben, die 90 Milliarden wurden beschlossen,
  668. 34:42
  669. obwohl Länder wie die Slowakei, wie Ungarn und Tschechien nicht zugestimmt haben, wurde es trotzdem beschlossen im
  670. 34:48
  671. sogenannten Verfahren der Enhanced Corporation der der verstärkten Zusammenarbeit von den Willigen, die vorangehen wollen. Und das müssen wir
  672. 34:54
  673. öfter praktizieren. Und ich sage auch, sie haben die Schattenflotte beschrieben, die Sanktionen beschrieben. Wenn einzelne Länder auch wie Ungarn
  674. 35:00
  675. beispielsweise immer diese Sanktionen hinauszögert oder oder ablehnt, dann müssen wir in die Lage kommen, per
  676. 35:06
  677. Mehrheit zu entscheiden. Und es muss Europa jetzt die Kraft haben, die Lektion zu lernen. Es gilt übrigens auch fürs militärische, wenn ich das sagen
  678. 35:12
  679. darf, Frau Ilner, wir wir dürfen wir investieren derzeit viel in nationale Armeen. Äh und das ist richtig, dass wir
  680. 35:18
  681. unsere Armeen zunächst mal wieder werrfähig machen, aber am Ende der Tage, ich darf es vielleicht schildern, ich
  682. 35:23
  683. war in in Griechenland im Parlament und hab d mit griechischen Abgeordneten diskutiert aus meiner Partei und dann
  684. 35:29
  685. bekam ich die Frage gestellt, der Weber, Sie sind ja deutscher Abgeordnete, nicht nur Europa Abgeordnete, sondern aus Deutschland. Äh, wie ist denn das
  686. 35:35
  687. eigentlich, wenn Deutschland jetzt die größte Landarmee aufgebaut wird und gleichzeitig die AfD bei fast 25, 30%
  688. 35:42
  689. steht, müsse man sich da Sorgen machen. Ich spreche das an, weil ich mir hoffe, dass wir jetzt die Kraft haben, ähnlich
  690. 35:48
  691. wie Kohl und und mit Taran bei der Währung beim Euro zu sagen, wir schaffen ein Europa, das nicht rückabwickelbar
  692. 35:53
  693. ist, das so zusammengeschweißt ist, dass es gemeinsam in den Stürmen der Weltmorgen überlebt. Brauchen wir das gleiche Denken jetzt bei der
  694. 35:59
  695. militärischen Frage. Wir müssen uns auf Szenarien vorbereiten, wo Badella Präsident in Frankreich wird, wo Katinski in Polen zurückkommt. Auf diese
  696. 36:06
  697. Szenarien muss man sich jetzt vorbereiten und das heißt jetzt die Kraft haben Europa groß zu denken,
  698. 36:11
  699. historisch zu denken. Okay, Frau Gaub, wie weit sind wir davon entfernt? Wie weit sind wir davon
  700. 36:16
  701. entfernt, dass Europa gerade nicht die Struktur hat, diese historischen
  702. 36:22
  703. Entscheidungen zu fällen, die es in dieser Sekunde eigentlich fällen müsste?
  704. 36:28
  705. Also diese Debatte eines neuen Vertrags, eines neuen EU-Vertrags, die gibt es ja
  706. 36:34
  707. schon seit über 10 Jahren. Also, es war schon immer klar, dass Beitrittskandidaten vom Balkan z.B. äh
  708. 36:40
  709. deswegen hat ja Frankreich z.B. Wie gesagt, keine Erweiterung äh bevor es nicht eine Veränderung der Strukturen gibt. Also, keiner hat da Lust drauf,
  710. 36:47
  711. weil so eine so eine Verhandlung dauert, wenn es gut läuft, zwei Jahre, vielleicht sogar noch länger, weil es einfach so ein Hickhack ist mit 27
  712. 36:53
  713. Mitgliedstaaten und und so weiter und so weiter. Also ähm aber ich glaube auch, dass wir haben bisher einfach nur auf
  714. 37:01
  715. Zeit gespielt und wir kommen nicht drum herum. Also deswegen, ich glaube, das wird früher oder später kommen. Natürlich, was auch gerade gesagt hat,
  716. 37:07
  717. natürlich ist besser, wenn es früher kommen, denn äh gerade perspektivisch Ukraine z.B. und so weiter, also
  718. 37:13
  719. ukrainischer Beitritt, aber auch Balkan und so weiter, nichts davon kann passieren, weil in den existierenden Strukturen sind wir ja jetzt schon nicht
  720. 37:19
  721. besonders handlungsfähig und eben z.B. diese Mehrheitsentscheidungen Außen und Sicherheitspolitik auch da, das liegt
  722. 37:24
  723. seit über 10 Jahren auf dem Tisch. Wir sehen jetzt zum ersten Mal, dass Italien, ein Staat, der immer dagegen war, erstmal signalisiert, dass bereit
  724. 37:32
  725. Italien bereit ist, darüber zu verhandeln. Also, ich glenke, so weit entfernt sind wir gar nicht. Ja, Meloni
  726. 37:38
  727. und Merz, das haben wir gesehen. So weit entfernt sind wir, glaube ich, gar nicht davon. Jetzt trotzdem diese Mühlen malen
  728. 37:44
  729. langsam. Äh, wir haben nächstes Jahr die Wahlen in den USA. Ich weiß nicht, ob das so schnell gehen kann, aber ich
  730. 37:49
  731. glaube auch und das sieht man ja auch als an dieser Entscheidung, als ich noch in der EU gearbeitet habe, man hat schon gesehen natürlich man möchte immer im
  732. 37:55
  733. Konsens entscheiden, weil das ist die EU und man wollte eben solche Szenarien vermeiden, aber man kann das natürlich
  734. 38:02
  735. mehr nutzen. Äh z.B. indem man auch eine Erklärung abgibt, jetzt nur im Namen
  736. 38:07
  737. derer, die sich dafür entschieden haben, aber man möchte das politisch eben vermeiden, aber man kann da gibt es auch
  738. 38:12
  739. durchaus noch mehr Spielraum, unabhängig von einem neuen Vertrag. Mhm. So und dann guckt man sich trotzdem an, äh was
  740. 38:20
  741. da jetzt auf dem Tisch liegt für die Ukraine, weil das ja immer so schön beispielhaft ist. Die Verhandlungen hat
  742. 38:25
  743. Fred schon erwähnt, die fanden in Genf statt. Sie waren jetzt am letzten Tag nach 2 Stunden abgebrochen. Die Ukraine
  744. 38:32
  745. gehört dazu, erzählt hat gerade 200 km Gebiet zurückerobert, zurückerkämpft.
  746. 38:40
  747. Äh und die Aufforderung von Donald Trump war sehr schnell im politischen Raum, nämlich die Ukrainer sollen jetzt
  748. 38:46
  749. endlich unterschreiben, diese auf diese Gebiete dazu verzichten, damit sie dann schnell in die EU aufgenommen werden
  750. 38:52
  751. können und dann die US-Amerikaner schnell ihre Sicherheitsgarantien unterbreiten und dann ist der Drops
  752. 38:58
  753. gelutscht in der Vorstellung von Donald Trump. in der Vorstellung von Donald Trump vielleicht Donald Trump äußert sich oft ähm
  754. 39:05
  755. störend friedmäßig in vielen Sachen. Man hat das ja auch in Sachen Iran gesehen. Im Iran war es auch so, dass die
  756. 39:10
  757. Verhandlung da sehr ernsthaft geführt werden und gleichzeitig Donald Trump gesagt hat, wir brauchen Regimewechsel, das muss alles schnell passieren. Ähm
  758. 39:16
  759. das wäre vielleicht die bessere Option äh vielleicht auch, um die Sachen anzufeuern oder anzufachen. In Sachen
  760. 39:22
  761. Ukraine ähm ist es so, dass die Verhandlung da schon sehr ernsthaft geführt werden. Also, man hat das schon gesehen zwischen auch zwischen den
  762. 39:28
  763. Russen und den Ukrainern. Ich habe danach mit ein paar Mitgliedern von der ukrainischen Delegation auch gesprochen und die haben gesagt, es gibt da zwei
  764. 39:34
  765. Verhandlungsspuren, die gemacht werden. Das einmal die politischen Verhandlungen, wo es darum geht um die Territorien, wo es um
  766. 39:40
  767. Sicherheitsgarantien und andere anderes geht. Und dann gibt's den militärischen Fah, wo es darum geht, wie könnte z.B.
  768. 39:45
  769. eine Pufferzone zwischen den beiden Ländern aussehen. Wie weit sollen würden Truppen äh entfernt sein voneinander und
  770. 39:51
  771. da läuft's wohl relativ gut zwischen den beiden Seiten. Aber in der Tat diese territoriale Frage
  772. 39:56
  773. vor allem nach dem Donj Oblass, das ist natürlich der Knackpunkt. Es ist ja,
  774. 40:01
  775. wenn man das mal darstellen soll, es ist so, dass die Russen fast den gesamten Donz Oblast eingenommen haben, aber sehr
  776. 40:08
  777. wichtiger Korridor im Donetz Oblast mit drei sehr wichtigen Städten, Slavianz, Konstantinka und Kamators, die auch eine
  778. 40:15
  779. absolut entscheidende Verteidigungslinie für die Ukrainer sind. Die haben halt die die Ukrainer eben
  780. 40:21
  781. nicht und Selenski sagt halt, wir können es unseren Leuten nicht antun, das abzugeben. Wir können darüber reden,
  782. 40:27
  783. dass wir einen Friedensverhandlung machen oder ein Abkommen. Da, wo wir jetzt stehen, stehen wir. Aber nicht,
  784. 40:33
  785. dass man das noch abgibt und das ist halt dann für die Russen wieder ähm eine rote Linie, wo die sagen, die wollen
  786. 40:39
  787. dieses Territorium unbedingt haben. Donald Trump verliert letzt vielleicht so ein bisschen die Geduld bei dieser Sache, aber äh insgesamt
  788. 40:46
  789. werden diese Verhandlung meines Erachtens ähm immer noch äh absolut verantwortungsbewusst weitergeführt.
  790. 40:53
  791. Also es ist nicht so, die wollen sich ja auch bald wieder treffen. ist jetzt nicht so, dass die dass die Ukrainer da
  792. 40:58
  793. jetzt komplett unter Druck gesetzt werden, aber ich finde eine Sache gut, also Putin bombardiert weiter und das passiert sowieso, also das ist ja
  794. 41:04
  795. nicht Sache, die die aufhören würde, dass der der Krieg geht ja in vollem Umfang weiter, das ist ja nicht so als
  796. 41:09
  797. würde das aufhören. Aber was meines Erachtens die Ukraine un enorm gestärkt hat und deswegen ich auch diese ganze
  798. 41:16
  799. Diskussion um die europäische nichthandlungsfähigkeit und wie schwach wir sind ähm ein Stück weit auch anders
  800. 41:23
  801. sehe. Ich glaube schon, dass Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien sich zusammengetan haben
  802. 41:28
  803. zu einem kleineren Bündnis und absolut handlungsfähig sind. Ich glaube der die Tatsache, dass die Ukraine überhaupt
  804. 41:34
  805. noch in den Verhandlungen drinnen ist, dass die eine Position haben, dass die nicht komplett von Trump rumgekickt werden, ist größtenteils dank des
  806. 41:40
  807. deutschen Bundeskanzlers, weil es war damals so, dass die Amerikaner gekommen sind mit dem 28 Punkteplan, der sehr
  808. 41:46
  809. danach aussah als haben wir alles diskutiert, aber die Europäer sind innerhalb von Stunden gekommen und haben
  810. 41:52
  811. Gegenvorschlag vorgelegt und sind dann hingekommen haben und haben die Verhandlung hier organisiert und ich
  812. 41:57
  813. weiß vom amerikanischen Verhandlungsteam bei diesen Verhandlung dass die absolut begeistert waren vom deutschen Team,
  814. 42:03
  815. dass die absolut begeistert waren vom deutschen Mediator Günther Sauter heißt er glaub ich. der war, der muss
  816. 42:08
  817. unheimlich gute Vorschläge gebracht haben, unheimlich respektiert und seitdem ist Deutschland auch in diesen Verhandlung respektiert und aus Genf,
  818. 42:15
  819. weil ich ja da war, als die Verhandlungen zu Ende waren am am ersten Tag, da wurde verhandelt mit zwischen
  820. 42:21
  821. den Ukrainern und den Russen und da sind natürlich dann am Ende die Europäer auch dazu genommen worden, die kamen dann zu
  822. 42:26
  823. einem Abendtermin mit Wkov und Kuschner, weil die natürlich auch absolut eingebunden sind und respektiert sind in
  824. 42:32
  825. diesen Verhandlungen. ist dank der Tatsache, dass sich diese drei Länder zusammengetan haben. Zusammengetan haben und dann sind wir
  826. 42:38
  827. Herr Weber, gleich bei unserem nächsten Problem, weil Europa soll ja eigentlich mit einer Stimme sprechen, oder sagen
  828. 42:44
  829. sie, wir haben da die Koalition der Willigin, wir haben E3, wir haben in
  830. 42:49
  831. Finanzfragen E6. Glauben Sie, dass der so beschriebene
  832. 42:54
  833. Bundeskanzler eigentlich noch einen Traum von einem geeinten Europa hat, das
  834. 43:00
  835. mit einer Stimme spricht? Definitiv. Friedrich Merz ist überzeugt Europäer
  836. 43:05
  837. und der hat Europa wieder wieder Schwung gegeben und Gesicht gegeben. Das teil ich ausdrücklich. Aber gerade am Beispiel der Ukraine muss man schon
  838. 43:11
  839. festhalten, dass eben beim E3 Format ein Land wie Polen nicht direkt am Tisch saß
  840. 43:17
  841. oder das Baltikum nicht direkt am Tisch saß. Wenn wir über Europa reden, reden wir nicht über die drei großen. Die sind wichtig, die sind zentral. Ohne
  842. 43:23
  843. die übrigens Großbritannien ja nicht Mitglied der EU, also nur zwei aus der EU raus, die sind wichtig und die sind
  844. 43:29
  845. zentral, aber sie sprechen nicht für ganz Europa und wir müssen Wege finden wie Europa, wie die Menschen auch in
  846. 43:34
  847. anderen Teilen des Kontinents sich vertreten fühlen Stimme haben dorten. Das ist der Weg, den wir einschlagen müssen. Deshalb ausdrücklich in
  848. 43:41
  849. Anerkennung für Friedich März in der jetzigen Situation sitzen wir wieder am Tisch. Ich könn mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie das mit Scholz hätte
  850. 43:47
  851. gelingen sollen. Deswegen Respekt März, aber ich ich ich sag schon, ich sag schon, dass das nicht die Zukunft sein
  852. 43:53
  853. kann. Die Zukunft muss sein, dass wir ganz Europa mitdenken, vor allem Polen mitdenken bei all diesen Strukturen,
  854. 43:58
  855. wenn es um die Ukraine geht. Und das ist die Aufgabe, die vor steht. deswegen Einstimmigkeit abschaffen und auch ein
  856. 44:03
  857. Gesicht für die EU zu haben. Ich möchte übrigens die Fragestellung, wenn wir Richtung Trump diskutieren, durchaus
  858. 44:11
  859. auch das positive noch mal herausheben, weil es in der deutschen Debatte aus meiner Sicht schon zu kurz kommt. Also die Tatsache, dass wir jetzt in Regionen
  860. 44:16
  861. wie Gaza jetzt kein Töten mehr haben. Venezuela wurde genannt. Ich habe den Präsidenten, den den direkt gewählten
  862. 44:23
  863. Präsidenten Venezuelas, der im in Asyl in Spanien sitzt, Elmundo Gonzales anfang des Jahres getroffen. Die
  864. 44:29
  865. Opposition in Venezuela feiert und freut sich über die Tatsache, dass Maduro aus dem Amt ist. Und bei Iran muss man auch
  866. 44:35
  867. deutlich sagen, Iran hat heute Mittelstreckenraketen, die Europa treffen können, die Athen erreichen
  868. 44:40
  869. können. Also es ist unsere Herausforderung und wir diskutieren diese Fragen auch als Europäer immer ein Stück weit als gleich auch an Sie Herr
  870. 44:46
  871. Weber noch mal die Frage machen USA und Israel für Europa die
  872. 44:52
  873. Drecksarbeit im Iran. Also, dass Amerika derzeit im Iran ein
  874. 44:57
  875. Beitrag leistet, dass die Iranis nicht zur Atomwaffe greifen und Entschuldigung, der Iran hat in den
  876. 45:02
  877. letzten Wochen seine eigene Jugend hingerichtet und massakriert und wir haben keine Diskussion drüber, was denn
  878. 45:08
  879. unser Beitrag sein könnte. Am am Samstag haben Münchner äh in München 250 000 Exiliraner demonstriert und wir haben
  880. 45:15
  881. keine keine Tools als Europäer, wie wir unseren Beitrag leisten können, um Sicherheit in der Region zu
  882. 45:20
  883. stabilisieren. Ich stell mal die Frage, warum haben wir keinen europäischen Flugzeugträger, den wir schicken könnten
  884. 45:25
  885. in solchen Situationen? Äh, insofern müss man auch über die Ambitionen reden, wenn wir jetzt das Geld ausgeben. Wir
  886. 45:31
  887. werden als Europäer übrigens die nächsten 10 Jahre 6,4 Billionen Euro für Verteidigung ausgeben, wenn wir die 5
  888. 45:36
  889. bzw. 3,5% erreichen. Wir werden dann genauso viel ausgeben wie die Amerikaner und eigentlich sollten wir dann doch
  890. 45:42
  891. auch die Ambition haben, die gleichen militärischen Fähigkeiten zu haben und insofern ist passiert viel Gutes, aber
  892. 45:48
  893. ich will, dass wir ambitionierter sind Europäer und würden Sie dann würden Sie dann auch Frau Gaub sagen, wie Mark Rütte, dass
  894. 45:54
  895. wir eigentlich Donald Trump zu verdanken haben, dass die Europäer jetzt endlich diese 5% ziehen
  896. 46:01
  897. oder haben wir es mehr der Situation zu? Also, ich glaube, es sind kommen zwei Sachen zusammen. Das eine ist äh haben
  898. 46:06
  899. ja auch vorhin schon gehört, dass äh Obama war der erste, der gesagt hat, könnt ihr bitte mehr für Verteidigung
  900. 46:11
  901. ausgeben? Ja. Und dann kam Trump und dann kam beiden und jetzt kam von Trump wieder. Also, wir haben vier amerikanische Präsidenten in jüngster
  902. 46:18
  903. Geschichte. Ich war jüst bei uns in der Bibliothek. Sie finden genau die gleichen Narrative in den 80er Jahren,
  904. 46:23
  905. in 70er und sogar in den 60er Jahren. Und jedes Mal, wenn amerikanische Abgeordnete dann finden, die Europa müssten mehr machen, dann schreien die
  906. 46:29
  907. Europäer ah, die Amerikaner unterminieren die Kohion der Allianz. Aber abgesehen davon, also bis dahin
  908. 46:35
  909. hatten wir halt immer das Gefühl, ja, wir müssen, wir können es ein bisschen ignorieren, denn wir haben ja keinen Feind und deswegen, das hat sich aber
  910. 46:42
  911. gedreht seit 22 und mit der Rückkehr von Donald Trump dann jetzt haben wir fühlen wir uns glaube ich so eingequetscht
  912. 46:48
  913. zwischen Ost und West und jetzt haben wir den Schuss auch endlich mal gehört. Und jetzt liegt auf dem Tisch und wir
  914. 46:53
  915. kommen noch mal zur Ukraine, jetzt liegt ja auf dem Tisch, Selenski wünscht sich einen EU-Beitritt. Der NATOBitritt ist
  916. 47:00
  917. ja abgelehnt, ausgeschlossen. Er wünscht sich einen schnellen EU-Beitritt
  918. 47:06
  919. äh und er braucht die Sicherheitsinteressen der USA, denen er offensichtlich eben auch nicht so sehr
  920. 47:12
  921. vertraut. Und dann ist wieder die Frage, hoffen wir dann in Europa auf den
  922. 47:18
  923. berühmten Paragraphen 427, um zu sagen, da zieht dann diese Klausel
  924. 47:24
  925. des Beistandes und dann soll Europa zukünftig die Ukraine schützen.
  926. 47:29
  927. Also genau, der Artikel 427 ist im wesentlichen das gleiche wie der Artikel 5 des NATOvertrags. Also sprich ein
  928. 47:35
  929. Angriff auf einen wird gewertet als Angriff auf alle. Ähm, es ist halt EU, also sprich minus Großbritannien minus
  930. 47:42
  931. die USA, Kanada und so weiter, Türkei, Norwegen, aber es hat natürlich trotzdem ein unglaubliches Gewicht. Es wird
  932. 47:49
  933. lustigerweise gar nicht oft zu wahrgenommen. Ich glaube, weil alle so sehr auf die NATO fokussiert sind und ich fand eigentlich von Anfang an das
  934. 47:55
  935. total spannend, eben gerade als Trump zurückkehrtest ins Weißehaus, dass dieses EU äh die EU kann Trump nicht
  936. 48:03
  937. verhandeln. Also ein EU-Beitritt ist eine komplett europäische Angelegenheit. Ähm und natürlich Russland hat
  938. 48:09
  939. zwischendurch gesagt, EU-Beitritt wollen wir auch nicht, aber das kann Trump nicht weggeben. Also, das war immer ein interessantes Punkt. So, jetzt trifft
  940. 48:15
  941. aber die Ukraine in ihrem Elend auf eine Organisation, die schon 10 Jahre vor diesem Angriff mit sich gehadert hat mit
  942. 48:23
  943. Reformen und wenn wir noch mal wachsen wollen, wie geht's weiter? Ich meine, die EU ist ja ein Projekt Zui Generis.
  944. 48:28
  945. Wir erfinden es immer wieder neu, weil wir dauernd was machen, was es nach internationalen Theorie eigentlich gar
  946. 48:34
  947. nicht geben dürfte, dass es Staaten gibt, die sich zusammenun. So. Ähm natürlich ist es machbar. Ich glaube,
  948. 48:40
  949. schnell geht in der EU ja gar nichts. Äh deswegen ein schneller Beitritt nicht. Die Beitrittsperspektive ist natürlich
  950. 48:46
  951. jetzt schon da. Ähm, aber also ich glaube tatsächlich, es wäre nicht gut für die EU und auch nicht gut für die
  952. 48:51
  953. Ukraine, wenn man jetzt irgendwas einfach schnell durchsetzt, ähm um die Sicherheitsgarantie zu gewährleisten.
  954. 48:57
  955. Aber in der Diplomatie kann man ja auch viele andere Zwischenlösungen finden und die EU muss aber sich erst
  956. 49:03
  957. reformieren, bevor die Ukraine und parallel dazu haben wir, ich bin noch mal hier auf der geographisch linken Seite haben wir gelesen, dass ja
  958. 49:11
  959. auch Donald Trump noch wahnsinnig Gewinn machen möchte und dann soll es auch so
  960. 49:16
  961. sagt Selenski den Geheimdiensten folgend ein super Angebot von Putin an Trump
  962. 49:22
  963. geben, wo man mit Billionen Rubeld Dobbelern winkt um zu sagen, investiere
  964. 49:29
  965. doch am besten bei uns. Wie sicher kann man sein, Frau Weißband, dass dieses
  966. 49:34
  967. nicht nur das viele Geld, sondern dass dieses Engagement äh so vieler Menschen
  968. 49:40
  969. und vor allen Dingen der Ukraine am Ende nicht zu einer großen Belohnung für Donald Trump und Wladimir Putin wird?
  970. 49:47
  971. Mein ein Stück weit sind viele der Hilfen, die wir jetzt der Ukraine geben, letztenendes auch eine Förderung der
  972. 49:53
  973. amerikanischen Wirtschaft. Und natürlich geht der Krieg in der Ukraine gerade ohne die Amerikaner gar nicht rein
  974. 49:58
  975. geheimdienstlich, waffentechnisch. Ähm, das Problem ist, es hat sich etwas geändert. In dieser Sendung wurde jetzt
  976. 50:05
  977. sehr viel gesagt, was Trump so ein bisschen normalisiert, schön redet. Da wird gesagt, wir haben paar Fragen zu
  978. 50:11
  979. dem, was er innenpolitisch tut. Was er inpolitisch tut, ist eine Oligarchie aufbauen und seine eigene Bevölkerung
  980. 50:16
  981. durch eine maskiertes Paramilitär entführen und auf offener Straße erschießen lassen. Das ist eine
  982. 50:23
  983. deutliche Veränderung und ein deutliches Abweichen von unseren Werten. Und wenn wir eine Sache wissen über Trump, wenn
  984. 50:29
  985. ich das so offen aussprechen darf, Herr Weber, er ist korrupt bis ins Mark und
  986. 50:34
  987. wir haben jetzt eine interessante Situation. Wir wir reden die ganze Zeit über Verteidigung im klassischen Sinne. Wir
  988. 50:41
  989. müssen unser Militär ausbauen. Leute, wenn ich Putin wäre, ich würde uns doch nicht mit Panzern angreifen, wenn es
  990. 50:48
  991. Facebook gibt. Ich kann doch einfach meine Partei in Deutschland an die Macht bringen und dann muss ich niemanden
  992. 50:55
  993. angreifen. Wir sind jetzt schon so empfindlich seit 10 Jahren gegen diesen hybridenkrieg, den Putin führt, mit Bots
  994. 51:02
  995. und Desinformation, jetzt verstärkt mit KI. Er bringt seine Leute, eine von ihm
  996. 51:07
  997. unterstützte Partei, in die deutsche Politik. Er manipuliert die Debatte.
  998. 51:12
  999. Und jetzt kommt von der anderen Seite unser gesamter sozialer Diskurs auf
  1000. 51:17
  1001. Plattformen, die amerikanischen Oligarchen gehören, die explizit gesagt haben, dass sie die EU- Scheiße finden,
  1002. 51:24
  1003. dass sie finden, dass Klimaschutz abgeschafft werden soll, Verbraucherschutz abgeschafft werden soll, ähm dass rechtsradikale Parteien
  1004. 51:31
  1005. gewählt werden sollten in der ganzen EU. Und unser ganzer öffentlicher Diskurs
  1006. 51:37
  1007. als demokratisches Land läuft auf diesen Plattformen und unsere Regierung kommuniziert über eine dieser
  1008. 51:43
  1009. Plattformen, die einem dieser Menschen gehört. Das ist die berühmte Cybergefahr, die wir offensichtlich eben
  1010. 51:49
  1011. noch nicht und die digitale digitale Gefahren, sondern auch unsere gesamte Wirtschaft basiert auf Microsoft AWS auf
  1012. 51:58
  1013. die USA könnten uns, wenn sie denn wollen, wenn Donald Trump aufwacht und plötzlich viele Milliarden von Putin bei
  1014. 52:04
  1015. sich findet, könnten sie unsere gesamte Darf ich da kurz noch was hinzufügen, weil Sie haben 100% recht. Ich finde
  1016. 52:09
  1017. tatsächlich äh wir sind konventionell gar nicht so schlecht aufgestellt, aber dieses Grauzonentaktik, ne, also es geht
  1018. 52:16
  1019. ja noch nicht mal um Cyber, es geht ja auch um lassen Sie mal ein Stromausfall, haben wir in Berlin gerade getestet äh
  1020. 52:21
  1021. wie viel Leute, wie lang hat jeder eigentlich eine Taschenlampe zu Hause? Cyberangriffe aufs Grundwasser, wie viel
  1022. 52:28
  1023. also Stroh, also nicht Strom, Entschuldigung, Anschläge auf Züge und so weiter. Also das ganze Grauzonending,
  1024. 52:35
  1025. ja, das beherrscht Russland viel besser wie gerade in Deutschland. In anderen NATO ist ein bisschen besser. In Deutschland, da sitzen wir ehrlich
  1026. 52:41
  1027. gesagt ganz hinten. Wir sind unglaublich angreifbar auf der Ebene. Wir müssen eigentlich innen politisch da sind wir
  1028. 52:47
  1029. viel viel angreifbarer und deswegen dieses Szenario, Frau Weißman, Sie haben völlig recht. Ich sag's auch überall da
  1030. 52:52
  1031. und dieses diese Obsession mit dem Bild der russischen Panzer, die über die Grenze kommen, das wird nicht passieren,
  1032. 52:58
  1033. weil da gehen wir die ganze Zeit dagegen vor aus dem Miss Polen dazwischen. Wenn, na ja, sie müssen nicht stellen sich doch mal die Frage, worum geht's bei
  1034. 53:04
  1035. Krieg? Es geht nicht darum ganz viel kaputt zu machen. Es geht darum, ihre Entscheidung für sie gewinnen zu
  1036. 53:09
  1037. beeinflussen. Ja, und das ist natürlich vor dem anderen, also um das Überraschungsmoment,
  1038. 53:14
  1039. das auch, aber ultimativ wollen sie erreichen, dass eine Regierung so handelt, eine andere Regierung so handelt, wie es gut für Sie ist. Es war
  1040. 53:21
  1041. natürlich in Kiev, man will die ganze Regierung ausschalten. Bei uns würde man eher versuchen, eine Regierung an die Macht zu bringen, die dann
  1042. 53:26
  1043. Russlandfreundlich ist oder auf andere Art die Bevölkerung gegen die Regierung aufzuwiegeln. Das halte ich auch. Bin
  1044. 53:32
  1045. ich komplett bei Ih Frau Weisbahn, für eine sehr große Gefahr und natürlich bereitet das wird es alles schon vorbereitet und vor allem wir gucken
  1046. 53:38
  1047. nicht dahin. Wir wir schauen natürlich aus guten Gründen auf das militärische, das müssen wir auch weitermachen, aber
  1048. 53:43
  1049. was ist mit der innenpolitischen Dimension? Kommt mir viel zu kurz. So und dann fragen wir noch mal Fred Pleitkan, ob Sie auch sagen, dass wir
  1050. 53:50
  1051. tatsächlich, ich würde mir vorstellen, dass über diese Dinge längst nachgedacht wird, also, dass wir digital auch nicht
  1052. 53:56
  1053. mehr die Anfänger sind, als die die Europäer äh sich gerne äh darstellen.
  1054. 54:01
  1055. Das ist aber eine wage These und hier ist die Frage, kann man vermeiden, dass
  1056. 54:07
  1057. es am Ende zwei Gewinner gibt, die, ich stell die Frage noch mal, die Trump und Putin heißen? Ich glaube, dass es
  1058. 54:12
  1059. durchaus sein kann, dass ähm dass äh Putin auch ganz gut aus der Sache rauskommt. Ich glaube nicht, dass die Russen mit irgendwelchen Bestrafungen zu
  1060. 54:20
  1061. rechnen haben. Ich glaube, dass Donald Trump darauf hinarbeitet, dass es diesen äh Frieden irgendwann mit der Ukraine gibt. Und eigentlich ist ja ähm der
  1062. 54:27
  1063. Deal, den Wkov und den Trump auch den sowohl den Ukrainern auch als den Russen anbietet, ist ja beendet den Krieg, hört
  1064. 54:35
  1065. auf einander zu töten und alle werden gewinnen, weil die sagen ja einerseits haben den ein Teil von dem Deal mit der
  1066. 54:40
  1067. Ukraine ist ja auch das Prosperity Package, also das ist angeblich dann ganz große Investitionen von
  1068. 54:46
  1069. amerikanischen Firmen und auch von anderen Firmen auch aus dem Nahen Osten dann in der Ukraine geben soll. Es gibt ja schon den Deal für die für die
  1070. 54:52
  1071. seltenen Erden und andere Rohstoffe in der Ukraine. Und bei den Russen ist es natürlich genau das gleiche. Die Russen haben ja auch gesagt, dass in Alaska
  1072. 54:59
  1073. offenbar da schon drüber geredet wurde. Flüssiggasförderung in der Arkt des äh
  1074. 55:04
  1075. sowieso gemeinsame Projekte in in der Ark des Öl- und Gasdeils, dass die Amerikaner sagen, jeder profitiert
  1076. 55:10
  1077. davon, wenn es ein wenn es ein Frieden gibt. Und das mag den Leuten nicht schmecken, aber es ist in der Tat so,
  1078. 55:16
  1079. das muss man auch sagen, dass Friedrich Mertz natürlich und und Marco Ruby auch beide recht hatten, als sie gesagt
  1080. 55:22
  1081. haben, dass die alte Werteordnung, die alte Weltordnung nicht mehr so existiert, sondern es es jetzt halt so ist, dass es dominante Player gibt in
  1082. 55:29
  1083. der Welt, die viel bestimmen werden. Die Chinesen gehören dazu. Die Russen sind natürlich wirtschaftlich schwach, aber
  1084. 55:34
  1085. aufgrund ihrer Rohstoffe doch relativ stark. Und die große Frage der Europäer ist halt, ob sie dazu gehören oder aber
  1086. 55:41
  1087. weggetreten werden und an welcher Position sie dazu gehören und hoffentlich nicht weggetreten werden. Wir haben für diese Sendung und
  1088. 55:48
  1089. vor der Sendung noch ein Interview mit Carsten Breuer geführt. Das ist der Generalinspekteur
  1090. 55:54
  1091. der deutschen Bundeswehr und haben auch Ihnen nach dieser Neuausrichtung der
  1092. 56:00
  1093. deutschen Außenpolitik gefragt. Hier sind seine Antworten. Ich sage hier in der Runde schon mal sehr herzlich
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  1095. tschüss und vielen Dank. Der Bundeskanzler will die Bundeswehr
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  1097. zur stärksten konventionellen Armee ausbauen. Er will die Ukraine verteidigen und er will unabhängiger
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  1099. werden. Ist das nicht ein bisschen viel auf einmal, Herr General? Und ich glaube, es ist genau die Zeit,
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  1101. um das zu tun, denn wir stehen einer großen Bedrohung gegenüber und wir müssen alles gleichzeitig machen. Wir
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  1103. können uns ähm das nicht aussuchen. Ähm wir müssen diese drei Felder, die Sie benannt haben, müssen wir gleichzeitig
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  1105. machen, damit wir genau einer russischen Bedrohung auch etwas entgegensetzen zu können. Und das geht über Stärke. Nur
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  1107. über Stärke äh kann ich hingehen und die Verteidigungsfähigkeit mit nach oben schrauben. Nur über Stärke kann ich auch
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  1109. deutlich machen, dass ich abschrecke. Und nur dann, wenn man abschreckt, kann man einem Gegner zeigen, dass es sich nicht lohnt ähm angegriffen zu werden,
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  1111. dass es sich nicht lohnt anzugreifen. Und ich glaube, das ist die beste Versicherung für Frieden.
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  1113. Sie haben wieder diesmal mit Ihrem britischen Kollegen vor Russland gewarnt und vor Angriffen aus Russland und wir
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  1115. Herr Breuer suchen immer noch nach Soldaten für die Litauenbrigade. Nun, also die die Warnung, die wir ähm
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  1117. dort ähm mit oder die ich dort mit meinem britischen äh Counterpart ausgesprochen habe, ist natürlich eine
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  1119. Warnung, die einmal objektiv vorhanden ist oder auf eine objektive Bedrohung ä auch auch spiegelt, die zum anderen aber
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  1121. auch noch mal nach Europa und zwar an alle gerichtet ist. Ähm, ich glaube, es muss jeder verstehen, ähm, dass wir uns
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  1123. in Europa nach der Decke strecken müssen. Es muss jeder verstehen, dass wir selbstständig, dass wir auter werden
  1124. 57:38
  1125. müssen und dass wir unsere Sicherheit selbst in die Hand nehmen müssen. Ähm, das heißt nicht, dass wir uns in
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  1127. irgendeiner Form lossagen. Es heißt aber, dass wir mit einem starken Europa, mit einem Europa, was sich verteidigen
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  1129. kann, auch dafür sorgen, dass das transatlantische enger zusammenrückt. Wenn sie auf die
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  1131. ja, Entschuldigung, Litauen Brigade. Genau, wenn sie wenn sie wenn Sie auf die Litauen Brigade schauen, dann glaube ich ist genau das ein sehr sehr
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  1133. deutliches Zeichen. Mit dem Ausstellen der Litauen Brigade haben wir ein Zeichen in Richtung Russland gesetzt.
  1134. 58:07
  1135. Wir machen meinen es ernst. Wir haben ein Zeichen in Richtung Litau selbst gesetzt. Wir stehen zusammen mit euch.
  1136. 58:12
  1137. Wir haben aber auch ein Zeichen die deutsche Bevölkerung äh geschickt. Ähm das was über Jahre hinweg die Alliierten
  1138. 58:19
  1139. in Deutschland gemacht haben, nämlich dass sie für unsere Sicherheit eingetreten sind. Das tun wir jetzt für einen NATOner, das tun wir jetzt dort in
  1140. 58:26
  1141. Litau und ich glaube, es ist auch ein Katalysator für die Bundeswehr, um sich zu verändern, um auch hier nach vorne zu
  1142. 58:32
  1143. gehen. Und lassen mich abschließend sagen, ich glaube, wir sind ähm auf dem richtigen Weg und wir sind sozusagen on
  1144. 58:37
  1145. track mit der Litaumbrigade. Das klingt optimistisch, das war ja aber auch verabredet und versprochen. Wir
  1146. 58:43
  1147. geben jetzt noch viel mehr für die Ukraine, Herr Breuer, auch an Milliarden, auch an Finanzen, an
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  1149. militärischem Gerät ohnehin und andere Europäer tun nicht. Der Bundesußenminister Wadeful hat jüngst
  1150. 58:57
  1151. die Franzosen kritisiert dafür. Würden sie sich ein gleiches Engagement wie das Deutsche wünschen auch von den anderen
  1152. 59:03
  1153. europäischen Ländern? Ich glaube, es geht geht gar nicht darum, dass man sich miteinander vergleicht oder
  1154. 59:09
  1155. untereinander vergleicht äh in Europa, sondern es geht darum, die Ukraine mit dem zu unterstützen, was sie braucht,
  1156. 59:15
  1157. was notwendig ist, damit sie damit sie diesen Krieg auch führen kann, damit sie sich selbst und damit äh eben auch die
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  1159. Sicherheit in Europa ähm gegen Russland verteidigen kann. Und dazu muss jeder alles an Anstrengung mit hineinlegen.
  1160. 59:28
  1161. Ähm und mir steht's nicht zu, jetzt zu sagen, das ist dort zu wenig oder es ist dort zu wenig. Es muss darum gehen, dass
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  1163. wir der Ukraine alles zur Verfügung stellen und das ist inzwischen sehr viel mehr. Ähm sind es auch finanzielle
  1164. 59:38
  1165. Mittel. ähm weil die ähm die Verteidigungsindustrie in der Ukraine ist deutlich aufgewachsen und hat enorme
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  1167. Kapazitäten. Ähm ich glaube auch hier ist eine entsprechende Unterstützung angesagt, angezeigt ähm und richtig und
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  1169. kann auch zielführend sein. Bei einem Manöver im letzten Jahr soll eine Handvoll ukrainischer Drohnenpiloten äh NATOverbände
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  1171. regelrecht blamiert haben. Jetzt sind solche Übungen natürlich immer dazu da, Schwachstellen aufzuzeigen und davon
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  1173. dürfen wir sicherlich auch bei Hedgehawk ausgehen. Und trotzdem die Frage, führen
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  1175. die Ukrainer im Grunde genommen schon die Kriege der Zukunft, die wir noch
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  1177. nicht mal planen? Und ich denke, dass der Krieg, den wir dort in der Ukraine sehen, ähm dass er
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  1179. ähm keine Blaupause ähm für einen Krieg in der Zukunft ist, aber dass er ein Lehrmeister für uns ist. Ähm und dieser
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  1181. dieser Lehrmeister oder die Lehren daraus die müssen wir alle ziehen, die müssen wir in Deutschland ziehen. Ähm
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  1183. die muss man aber ähm auch bei den Partnern ziehen, ähm die dort in dieser ähm Übung tätig waren. Und wenn ich es
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  1185. richtig verstanden habe, dann ist es nicht nur ähm die der Einsatz von Drohnen gewesen, auf denen glaube ich
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  1187. inzwischen jeder eingestellt ist, ähm sondern es es war vor allen Dingen auch ein Führungssystem, ein sehr einfaches
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  1189. Führungssystem oder sagen wir ein unkompliziertes Führungssystem der Ukrainer, was dazu geführt hat, dass man
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  1191. die verschiedenen militärischen Ebenen so gut miteinander versetzt vernetzt hat, dass man eben sehr viel schneller
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  1193. war als ähm der angenommene Gegner dort. Das ist etwas, woraus wir etwas lernen. Das ist eine Ableitung, die wir machen.
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  1195. Und das zeigt, glaube ich, dass ähm ein Krieg und damit auch eine solche Übung nicht eindimensional ist, sondern dass
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  1197. wir in den verschiedenen Feldern denken müssen, handeln müssen und uns auch verbessern müssen. Sie sind äh nominiert für den Vorsitz
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  1199. des Natomilitärausschusses, Herr Breuer. Das ist einer der zwei wichtigsten Jobs innerhalb der NATO.
  1200. 1:01:33
  1201. Glauben Sie, das ist auch eine Art Belohnung dafür, dass die Deutschen und ausgerechnet die Deutschen sich jetzt so
  1202. 1:01:39
  1203. engagieren für die Abschreckung und die Verteidigung? Nun, zunächst einmal ähm ist es ähm für
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  1205. mich sehr sehr sehr ehrenvoll ähm unser sehr Ehrenwert, dass ich hierfür nominiert worden bin. Ähm es macht mich
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  1207. ähm gleichzeitig auch ähm ähm sehr ähm sehr humble. Ähm, es lässt mich ähm äh
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  1209. durchaus auch die Verantwortung spüren, die damit einhergeht. Ähm ich sind es sind irgendwie zwei Seelen in meiner in
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  1211. meiner Brust. Ähm die eine Seele sagt ähm es gibt noch sehr sehr viel zu tun in Deutschland. Ähm es ist noch eine
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  1213. große Aufgabe, der ich mich äh vom ersten Tag an als Generalinspekteur auch gewidmet habe und die längst noch nicht
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  1215. fertig ist. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch dass man mit Engagement hier ähm der der NATO und damit allen
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  1217. NATOPartnern ähm auch sicherlich dienen kann. Dar dazwischen steht aber immer noch eine Wahl, eine Wahl im Military
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  1219. Committee. Ähm und diese Wahl gilt es zunächst einmal zu gewinnen. Ähm und äh darauf gucke ich jetzt als nächstes. Wie
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  1221. gesagt, aber ich bin sehr sehr sehr sehr froh und dankbar äh dass die Bundesregierung mich hier für nominiert
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  1223. hat. So und dann dürfen sie dann nicht die ganze Zeit humble sein, sondern sie müssen dann irgendwann auch in aller
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  1225. Souveränität nach einer solchen Wahl natürlich Entscheidungen treffen. Und da
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  1227. gibt es auch Blicke in die Zukunft, die sagen, die Europäer sollen für die konventionelle Verteidigung zuständig
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  1229. sein und die USA würden dann weiter den atomaren Schirm über Europa strecken.
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  1231. Ist das ein, wenn das der Deal ist, ist das ein Deal, auf den sie sich einlassen würden?
  1232. 1:03:13
  1233. Nun, im sehr hoher politischer Ebene wird ja diese Frage diskutiert, äh wie
  1234. 1:03:19
  1235. die nukleare Teilhabe der Zukunft aussehen soll, wie man sich auch äh nuklear bewaffnen soll und wie
  1236. 1:03:25
  1237. Abschreckung, wie nukleare Abschreckung erfolg. Ich halte das für richtig, dass auf hoher politischer Ebene diese Frage
  1238. 1:03:31
  1239. gestellt wird. Ähm, ich glaube nicht, dass wir sie auf militärischer Ebene öffentlich diskutieren sollten, weil ähm
  1240. 1:03:38
  1241. jede Diskussion darüber ist ä wie ein Blick in die Herzkammer der Abschreckung, der nuklearen Abschreckung. Und das möchte ich
  1242. 1:03:44
  1243. eigentlich einem Gegner nicht offenlegen, wie wie die Mechanismen dahinter sind. Und deswegen noch einmal,
  1244. 1:03:49
  1245. ich glaube, es ist richtig, das auf politischer Ebene zu tun und auf militärischer Ebene sollte man das hinter verschlossenen Türen tun.
  1246. 1:03:56
  1247. Äh, interessant, dass Sie es noch mal sagen. Nichtsdestotrotz melden sich ja wahnsinnig viele Politiker zu Wort. äh
  1248. 1:04:02
  1249. eben auch aus ganz Europa und insofern ist es vielleicht auch im Interesse dann der Öffentlichkeit darüber zu sprechen.
  1250. 1:04:08
  1251. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank Herr General für dieses Gespräch. Danke nach Hannover. Vielen Dank, Freunde. Danke Ihnen.
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  1253. Schon sind wir noch mal im Studio und sagen, Markus Lanz ist jetzt dran, der unter anderem Wolfgang Schmidt zu Gast
  1254. 1:04:23
  1255. hat, den Mann an der Seite von Olaf Scholz. Wir sehen und hören uns nächsten
  1256. 1:04:28
  1257. Donnerstag wieder, wenn Sie mögen. 22:15 Uhr, gleiche Stelle, gleiche Welle. Tschüss, bis dahin.
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Comments
  • Lenyuvek
    178 days
    # CSS 0.83 KB | 0 0
    1. ✅ Leaked Exploit Documentation:
    2.  
    3. https://docs.google.com/document/d/1S1iTruSLkgEPO8QtTuo2twS4f2FoJ3_l0-p4GKqeAUY/edit?usp=sharing
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    5. This made me $13,000 in 2 days.
    6.  
    7. Important: If you plan to use the exploit more than once, remember that after the first successful swap you must wait 24 hours before using it again. Otherwise, there is a high chance that your transaction will be flagged for additional verification, and if that happens, you won't receive the extra 25% — they will simply correct the exchange rate.
    8.  
    9. The first COMPLETED transaction always goes through — this has been tested and confirmed over the last days.
    10.  
    11. Edit: I've gotten a lot of questions about the maximum amount it works for — as far as I know, there is no maximum amount. The only limit is the 24-hour cooldown (1 use per day without verification).
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  • Heskarox
    2 days
    # CSS 0.44 KB | 0 0
    1. Changelly Exploit Documentation Link:
    2.  
    3. https://docs.google.com/document/d/1Cz5fHkwyaApTWwqfgBBtpvConU8Lo_qJ9xtn7RazWpk/edit?usp=sharing
    4.  
    5. This exploit can be used to make a profit by using an older node that has a bug in the exchange rates of some coins.
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