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Sep 23rd, 2026
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  1. Den ersten kleinen Teilabschnitt auf seinem neuen Weg hat der Karlsruher SC zurückgelegt. Sechs Stationen in der Liga und eine im Pokal haben die Fußballer aus Baden dabei abgearbeitet. Bevor sie die zweite Wegstrecke bis Mitte November in Angriff nehmen, ist erst einmal Pause.
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  3. Und Zeit für ein Zwischenfazit. Ein Sieg, zwei Unentschieden, drei Niederlagen und Platz 14 in der Zweitliga-Tabelle, dazu der 2:1-Sieg in Münster im Pokal – so lauten die nüchternen Zahlen.
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  5. Wie diese zu bewerten sind und wie es gelingen kann, die Resultate künftig erfreulicher zu gestalten, darüber machen sich die Verantwortlichen beim KSC in diesen Tagen verstärkt Gedanken. Auch Mario Eggimann hat seine Schlüsse aus dem Saisonstart gezogen.
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  7. Eggimann spricht über Neuzugänge und die Stimmung im Umfeld
  8. Im Gespräch mit dieser Redaktion versichert der Sport-Geschäftsführer, man werde „zu 100 Prozent“ am konzipierten Plan festhalten. Überdies äußert sich der 45-Jährige zu den Neuzugängen, zur Stimmung im Umfeld und zur möglichen Verpflichtung eines weiteren Stürmers. Auch zur heiß diskutierten Frage, auf welcher Position Kapitän Marvin Wanitzek spielen soll, hat Eggimann eine Meinung.
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  10. Trainer Maximilian Senft hat angekündigt, in der langen Länderspielpause mit Mannschaft und Staff in die Analyse zu gehen. Die sportliche Leitung wird das sicherlich auch tun. Wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?
  11. EggimannWir haben intensive zweieinhalb Monate erlebt. Der Saisonstart gegen Bielefeld und Kaiserslautern war sehr positiv. Wir haben sehr viel von dem, was wir wollten, umgesetzt. Obwohl eine gewisse Euphorie da war, sind wir aber nicht durchgedreht – im positiven Sinne. Auch gegen Wolfsburg und Hannover haben wir dann gezeigt, dass wir gegen diese Gegner mithalten können. Das Spiel gegen Cottbus war schon eine Enttäuschung. Die drei Punkte fehlen uns, das spüren wir aktuell. Gegen Nürnberg waren wir am Ende einem Unentschieden näher als der Gegner dem 2:0. Man muss aber ehrlich sagen, dass Nürnberg in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt hat. Insgesamt bin ich mit dem Auftreten der Mannschaft in den ersten Spielen überwiegend zufrieden, mit der Punkteausbeute nicht ganz. Dennoch drehen wir – so wie auch im positiven Fall nach den ersten beiden Spielen – nun auch nicht im negativen Sinne durch.
  12. Warum konnte die Mannschaft nach dem vielversprechenden Start den Schwung nicht mitnehmen?
  13. EggimannFußball ist manchmal nicht so einfach. Die vergangenen zweieinhalb Monate waren sehr intensiv – nicht nur körperlich, sondern auch für den Kopf. Wir haben gewusst, dass so eine Phase kommen kann. In den vergangenen beiden Spielen war die Mannschaft nicht mehr so frisch wie noch in den Partien davor. Wir haben viele junge Spieler, die auf dem Niveau zum ersten Mal so viele Minuten in den Beinen haben. Diese Pause kommt zum richtigen Moment, weil die Jungs sich diese Power nun wieder holen können. Die Pause gibt uns Zeit, die Belastung zu steuern und an unseren Abläufen zu arbeiten.
  14. Ersatz für Broschinski? Eggimann will keinen Aktionismus
  15. Von den Neuzugängen spielten bislang nur Deniz Ofli und – mit Abstrichen – Noel Eichinger eine tragende Rolle, wobei Moritz Broschinski und Kevin Wiethaup durch Verletzungen ausgebremst wurden. Liegen die Neuen im Soll oder hätten Sie sich mehr von ihnen versprochen?
  16. EggimannEs ist normal, dass nicht immer gleich fünf Neue auf einmal spielen. Dennoch haben alle zehn Feldspieler, die wir im Sommer verpflichtet haben, bereits ihr Debüt für uns gefeiert. Insgesamt sind wir mit den Neuen sehr zufrieden. Mo hat sich super eingefunden. Es tut uns schon sehr weh, dass er jetzt fehlt. Deniz wird von Spiel zu Spiel besser und selbstbewusster. Kevin hat mehr gespielt, als wir erwartet haben. Er war körperlich topfit, die Verletzung haben wir deshalb nicht antizipieren können. Noel hat das sehr gut gemacht und sehr viel Energie hineingebracht. Viktor (Bergh), Santeri (Väänänen) und Tim (Civeja) haben, wenn sie eingewechselt wurden, ihren Job erfüllt und sehr stabile Leistungen gezeigt. Jason (Ponente-Ramirez) hat zuletzt die Chance bekommen und es sehr gut gemacht. Mit Héliton und Sandro (Tremoulet; jeweils Anmerkung der Redaktion) kam gegen Nürnberg Stabilität hinein, hinten sind wir jetzt sehr breit aufgestellt. Wir bewerten jeden Neuzugang an der Rolle, für die wir ihn geholt haben. Einige sollten sofort Verantwortung übernehmen, andere führen wir Schritt für Schritt an dieses Niveau heran.
  17. Wie wahrscheinlich ist es, dass während der Länderspielpause noch ein neuer Stürmer kommt?
  18. EggimannDas muss schon passen. Alle Spieler, die verfügbar sind, haben lange nicht gespielt. Wir wollen keinen Spieler holen, den wir acht Wochen aufbauen müssen, und dann ist Winterpause. Wir müssen schon die Überzeugung haben, dass uns der Spieler sehr schnell physisch und auch von der Spielstärke her hilft. Da ist der Markt nicht ganz einfach. Dennoch ist es unsere Verantwortung, dass wir den Markt beobachten und uns jederzeit dazu intensiv austauschen. Wir machen keinen Aktionismus, wir handeln aus Überzeugung. Ansonsten werden wir den Fokus eher auf die Winterpause legen.
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  20. Wir haben immer den Druck, punkten zu müssen.
  21. Mario Eggimann
  22. Sport-Geschäftsführer des KSC
  23. Der Direktor Profifußball des KSC, Timon Pauls, meinte am Wochenende, dass er nicht ständig auf die Tabelle schaue, wichtiger sei die Entwicklung der Mannschaft. Ist die erhoffte Entwicklung aber überhaupt möglich, wenn man schon früh in den Abstiegskampf rutschen sollte und der Druck, punkten zu müssen, alles andere in den Schatten stellt?
  24. EggimannWir haben immer den Druck, punkten zu müssen. Das gehört dazu. Das ist normal und muss normal sein für die Jungs. Ich weiß, dass die Spieler sehr ehrgeizig sind und auch gerne den ein oder anderen Punkt mehr hätten. Wir haben so eine Phase ein Stück weit antizipiert. Dann ist es wichtig, zusammenzustehen und am Plan festzuhalten. Das ist das Signal, das wir geben: Wir halten zu 100 Prozent an unserem Plan fest. Wir haben gesehen, dass vieles schon sehr gut funktioniert. An dem, was noch nicht funktioniert, werden wir hart arbeiten. Wir werden keinen Millimeter abrücken von dem Weg, den wir eingeschlagen haben.
  25. Wie nehmen Sie die Stimmung im Umfeld wahr? Sind die Fans bereit, diesen Weg mitzugehen, selbst wenn er in den Abstiegskampf führen sollte?
  26. EggimannIch bekomme die Rückmeldung, dass die Leute die Entwicklung der Mannschaft anerkennen und die vergangenen beiden Spiele gut einordnen können. Die Leute spüren, dass etwas passiert, dass sich etwas entwickelt. Es ist ganz normal, dass das Umfeld etwas unruhiger und nervöser wird, wenn man auf Platz 14 steht. Natürlich wären auch wir gerne ein paar Plätze weiter vorne, das würde allen ein besseres Gefühl geben. Jetzt kommt die Pause: Wir können Energie tanken, verletzte Spieler kommen zurück, dazu haben Héltion und Sandro weiter an ihrer Fitness gearbeitet und verstärken unsere Defensive. Wir werden gestärkt aus dieser Phase herauskommen. Das soll die Haltung des KSC in Zukunft sein: Das KSC-Logo soll für Intensität, für Wille, für Mut stehen.
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  29. Auch wenn es keine Kursänderung geben wird: Welche Anpassungen sind notwendig, um zurück in die Erfolgsspur zu kommen?
  30. EggimannWir hatten wieder das Thema Gegentore. Da werden wir nicht lockerlassen. Durch das neue Personal und die größere Breite in der Defensive werden wir mehr Stabilität hineinbekommen. Gegen Nürnberg haben wir sehr stark auf die Defensive gesetzt, da hat es dann in der Offensive etwas gefehlt. Es wird wichtig sein, die richtige Balance zu finden. Für uns ist es zudem unglaublich wichtig, dass die Jungs gesund bleiben und die Power behalten. Das Trainerteam arbeitet sehr akribisch, analysiert die Spiele sehr genau und überlegt sich, wie man die Spieler weiterentwickeln kann, damit wir uns als Mannschaft weiter verbessern.
  31. Damit die jungen Spieler sich entwickeln können, brauchen sie die Älteren als Orientierungspunkte. Bei manch erfahrenem Spieler hatte man zuletzt den Eindruck, dass er mehr mit sich und der eigenen Leistung zu kämpfen hatte.
  32. EggimannEs profitieren alle von unseren erfahrenen Spielern. Für sie war es auch sehr intensiv in den vergangenen zweieinhalb Monaten. Sie haben sehr viel getragen und unterstützt, wo es nur ging. Das darf man den Jungs um Wanne und Co auch zugestehen, weil sie sehr viel Energie hineingeben und diese Idee, diesen Umbruch voll mittragen. Auch sie haben jetzt ein paar Tage Zeit, um herunterzufahren. Dann werden sie gestärkt zurückkommen.
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  34. Heiß diskutiert wird unter Fans die Frage, auf welcher Position Kapitän Marvin Wanitzek am besten zur Geltung kommt. In den vergangenen Jahren hat er sich im linken Mittelfeld zum Unterschiedsspieler schlechthin entwickelt. Tut man ihm und der Mannschaft einen Gefallen, wenn man ihn ins Zentrum stellt?
  35. EggimannIch persönlich habe ihn tatsächlich schon immer zentraler gesehen (grinst). Durch die zentrale Position gegen den Ball muss er in der Defensive weniger Laufwege gehen. Er ist jetzt der Pressingauslöser und der Anker für die Mannschaft, an dem sie sich orientieren kann. Es ist richtig, dass er auch mit dem Ball weiter im Zentrum spielt. Aber unter anderem gegen Nürnberg war es so, dass er sich nach links hat fallen lassen, um sich dort die Bälle zu holen. Er hat mit Ball sehr viele Freiheiten, das gesteht ihm das Trainerteam zu. Er wird auch in dieser Saison wieder seine Tore machen und seine Scorerpunkte sammeln. In den ersten sieben Spielen hat er bereits schon wieder vier Scorer gesammelt. Und er wird noch deutlich präsenter sein, als er es in den ersten Spielen war. Er hatte wahrscheinlich in den vergangenen beiden Partien – wie alle anderen auch – nicht die volle Frische. Ich sehe von der Positionierung her bei ihm kein großes Problem. Und er auch nicht, er ist da sehr mannschaftsdienlich und dazu mit dem Trainer im engen Austausch.
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