notwendig

Brief an die Gewinn orientiert betriebene Hilfeindustrie.

Sep 25th, 2020 (edited)
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  1. Sehr geehrte Frau ######,
  2.  
  3. Karin, Frau #######, hat mir Ihre Grüße übermittelt, wofür ich Ihnen zu Danken habe. Karin gab mir auch den Hinweis, dass Sie sich darüber hinaus auch dafür interessieren ob und wie lange noch wir das alles alleine schaffen.
  4. Ich habe nun eine Nacht darüber geschlafen und habe das drängende Bedürfnis darauf persönlich zu reagieren. Mit diesen Brief an Sie, dem Drängen nachgegeben.
  5. Da Sie sich bisher ausschließlich über Ihr bei mir eingesetztes Personal um mein Befinden und damit einhergehende Belastungen für meine privat mir helfende Karin erkundigten, empfinde ich Ihr plötzlich auf-flackerndes Interesse daran als sehr Beunruhigen, um nicht zu sagen Bedrohlich. Zumal Ihre Mitarbeiterin Ihnen wohl Berichtet hat, dass ich zur Zeit (wie immer zum Herbst hin) einen neuen Schub erleide.
  6. Immerhin hatten Sie über ein Jahr nun schon Zeit sich einmal persönlich bei mir z.B. nach meiner Zufriedenheit mit ihrem Personal zu erkundigen. Um bei solchen Gelegenheiten spürbar, quasi am eigenen Leib, erfahren zu können, welchen fast schon übermenschlichen Menschendienst an Seele, Körper und Geist Karin mir so selbstlos erweist.
  7. Natürlich hätten Sie bei solchen Gelegenheiten auch erfahren wie kräftezehrend und erschöpfend dieses für eine einzelne, damit allein gelassene Privatperson ist. Wie dringend Karin selbst nun sie wirklich entlastende Unterstützung bräuchte. Zu unserem Glück kann sich Karins langjähriger Lebensgefährte (Corona sei Dank) mehr frei machen, um uns zu unterstützen.
  8. Aber Sie sind ja aus der Praxis, wissen es aus langjähriger Erfahrung nur zu genau, dass selbst engste Angehörige, mit diese Aufgabe allein belassen, früher oder später aufgeben müssen. Ihre Gepflegten können sich dann nicht mehr gegen eine Zuführung in die Katakomben der Gewinn orientierten und ausschließlich darauf ausgerichteten Hilfeindustrien verwehren und verschwinden auf‘s Nimmerwiedersehen in diesem Schlund.
  9. Von daher habe ich Karin gebeten, und werde es den von Ihnen gesandten Kräften untersagen, irgendwelche Informationen nach außen zu tragen. Karin versorgt mich nun ins fünfte Jahr hinein fast täglich mit Überlebensmitteln (also nicht nur nach Stoppuhr fein säuberlich, abrechnungsfähig, protokollierter Satt&Sauber Dienstleistung). Sie ist mir über diese Zeit eine geliebte Freundin geworden. Ein Mensch, durch den ich erst erkennen konnte was überhaupt es bedeuten kann, ein Mensch zu werden. Kein abgerichteter, marktkonformer Dienstleister zu bleiben.
  10. Für mich zu spät, ich werde sie nicht mehr erreichen können. Aber, sie hat mir einen erleuchteten Kompass geschenkt, sodass ich die Richtung selbst im Dunkel nicht mehr verlieren kann. Sie ist in Ihrem Genre wohl ein Engel.
  11. Natürlich werden Menschen wie Karin in unserer, als einzigen Wert nur noch den Tagesgewinn kennenden Gelddiktatur als Gestörte, im Sinne von beim Geschäfte machen störend, empfunden. Die Corona Pandemie, die sie gerade von ihren Politikdarstellern aufführen lassen, hat ja wohl auch zum Ziel solche Geschäftsschädlinge wie Karin ein für alle Male „Heilen“ zu können, ohne die Öffentlichkeit dabei noch anzurühren, geschweige den in Bewegung zu versetzen.
  12. Also liebe Frau ######, bleiben Sie bitte weiterhin in Ihrer Deckung der letzten Jahre und tragen Sie um Gottes Wille bitte nicht die Fackel der Aufmerksamkeit an mein Lager. Sie loggt in diesen monetären Unzeiten nichts Gutes mehr für uns nicht mehr monetär Verwertbaren an.
  13. Karin, ihr Lebensgefährte und ich, wir sind geistig gesunde Menschen bei klarem Verstand. Wir können selber erkennen, wann wir das Ende der Fahnenstange erreicht haben und wissen lange schon was dann zu tun ist. Ich werde zum Ende hin jedenfalls nicht in diesen Schlund geworfen.
  14. Mit freundlichem Gruß
  15. Jürgen Willi Sievers
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