MrJonton01

rekt

Feb 21st, 2019
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  1. Ich antworte dir mal wieder direkt auf das, was du geschrieben hast. Und ich versuche auchneue Punkte mit rein zu bringen.
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  4. "frag mal die Künstler, Produzenten, Fotografen ... ob sie sich freuen, wenn ihre kommerziellen Produkte für die sie gearbeitet haben, auf youtube erscheinen, verbreitet werden" - Natürlich ist es scheiße, wenn dein geistiges Eigentum ungefragt hochgeladen wird. Hat aber auch niemand etwas dagegen gesagt. Das aber mit Regelungen zu bekämpfen, die Künstler aus anderen/bestimmten Bereichen stark einschränken würden, ist der komplett falsche Ansatz.
  5. Wir wollen auch faire Bezahlung für die eigentlichen Ersteller der Inhalte. Aber die geplanten Regelungen helfen dabei überhaupt nicht.
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  8. "und sog. youtuber mit diesen inhalten leichtes geld verdienen." - Ich würde gerne, wie ich es auch schon ein einem meiner längeren Kommentare erwähnt habe, ein paar Beispiele von Kanälen sehen, die sich viel "leichtes" Geld verdienen. Ich gehe später darauf noch etwas genauer ein.
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  11. "Ihr könnt euch alle nicht in die Position dieser Leute versetzen, dass ist das Problem." - Ich persönlich bin nicht groß genug, um mich in die Position reinversetzen zu können, aber es gibt viele Künstler und, auch große, Contentcreator (z.B. Gronkh, Pandorya, rezo, etc.), die sehr wohl in dieser Position selber sind und trotzdem erkennen, dass die Urheberrechtsreform technisch unmöglich umzusetzen ist und auch der komplett falsche Ansatz ist, Urheberrechtsverletzungen zu bekämpfen.
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  14. " In Deutschland zahlt man ungern für Unterhaltung etx. hab ich gemerkt, wann will am besten alles kostenlos und dann noch in bester Qualität." - Das empfinde ich als allgemeine Entwicklung. Aber kostenlose Unterhaltung bedeutet nicht gleich, dass die Künstler/Ersteller nicht bezahlt/entlohnt werden. Es gibt dank YouTube, Twitter, etc. genug Plattformen, auf denen Künstler und Contentcreator kostenlos diese Unterhaltung anbieten können und dafür auch entlohnt werden, meistens indem Werbung in/neben ihren Werken angezeigt wird, wodurch sie verdienen. Also eine Win-/Win-Sitatuation. Die Konsumenten bekommen kostenlose Unterhaltung und die Ersteller erhalten trotzdem ihr Geld. Und die Konsumenten, die diese Unterhaltung besondern wertschätzen, können meist die Künster und Ersteller durch z.B. Patron o.ä. unterstützen, wenn sie können und wollen.
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  17. "Das Problem momentan ist, dass solche Inhalte erst im Nachhinein gelöscht werden" - Klar werden die Videos im Nachhinein erst gelöscht. Woher soll YouTube von Anfang an wissen, dass das, was der Nutzer da hochlädt, eine Urheberrechtsverletzung darstellt? Es hätten ja im Voraus zwischen dem Uploader und dem Rechteinhaber privat Lizenzabmachungen vereinbart werden können oder der Inhalt ist sogar dafür ausgelegt, einfach verbreitet zu werden. Da will halt YouTube nicht eingreifen. Wenn dann jemand Probleme damit hat, dann meldet der sich und YouTube versucht dann was dagegen zu unternehmen.
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  20. " und youtube auch gar kein ehrliches interesse hat am löschen, weil diese videos natürlich klicks bringen" - YouTube hat schon Interesse daran, die entsprechenden Videos zu löschen/zu claimen, ansonsten könnten sie ja mit Strafen rechnen.
  21. Dass die ganzen Videos so viele Klicks bringen, sehe ich auch als größtenteils falsch an. Wenn du dir mal die ganzen beliebten Songs hier anschaust, dann wirst du sehen, dass die alle nur von offiziellen Kanälen hochgeladen wurden. Und wenn du diese Songs auch auf anderen Kanälen zu sehen sind, dann wurden meistens entweder Lizenzvereinbarungen im Hintergrund getroffen oder es interessiert die Rechteinhaber nicht besonders. Für teils kleinere Musiker/Künstler ist das die Art, wie ihre Musik beliebt wird/wurde. Alan Walker ist auch nur durch NoCopyrightSounds so groß geworden, einem Kanal, der Musik hochlädt, die frei genutzt werden kann.
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  24. "und ohnehin nur der nutzer haftbar gemacht werden kann." - Ja, so ist es. Wieso sollte die Plattform auch dafür haften, wenn sie genutzt wird, Urheberrechtsverletzungen zu begehen, obwohl das nicht das Ziel der Plattform ist?
  25. Wenn ich jetzt z.B. ein Forum von/für Autofans dazu nutze, Bilder hochlade, an denen ich keine Rechte habe, damit diese verbreitet werden, wieso sollte dann die Plattform dafür haften und nicht ich?
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  28. "Youtube funktioniert aber so, dass jeder etwas hochladen kann und völlig anonym. Das heißt es ist unmöglixh den nutzer zu bestrafen" - Ganz unmöglich und anonym ist es nicht. Sachen wie E-Mail-Adresse oder IP-Adresse können dabei helfen, Nutzer aufzuspüren. Das Problem mit der Herausgabe dieser Daten liegt jetzt aber beim Datenschutz. Wenn jetzt YouTube beim Erstellen eines Accounts oder beim Hochladen eines Videos jetzt Adresse und Identitätsnachweis verlangen würde, dann wäre der Schrei nach Datenschutz wieder groß.
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  31. "toll nach 3 strikes ist er draußen, dann macht er sich halt in 5min einen neuen account und lädt wieder was neues hoch" - Ja, das kann er machen. Aber was bringt es ihm? Er wird diese Videos einfach hochladen. Aber es wird erstmal wieder lange dauern, bis überhaupt jemand auf diese Videos dann stößt und sie dann anschaut.
  32. Und auch hier sehe ich, dass du anscheinend nicht ganz in der Materie von YouTube drinsteckst: Du brauchst mindestens 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden (!) Wiedergabezeit in den letzten 12 Monaten , damit du dich für das YouTube Partnerprogramm und die Monetarisierung BEWERBEN kannst. Das heißt nicht, dass du dann automatisch deine Videos monetarisieren kannst. Das heißt, dass du erstmal viel Zeit investieren musst, damit überhaupt Werbung auf deine Videos geschalten werden kann und du Geld daran verdienen kannst. Dieser Aufwand würde sich wohl kaum lohnen.
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  35. "die anonymität ist ein großes problem und youtube wird durch das kommemde gesetz die anonymität einschränken, um die haftung ein stück weit von sich aif die nutzer zu übertragen." - Die Anonymität ist ein gewissen Problem, aber das ist auch eine Sache des Datenschutzes. Und YouTube wird sicher nicht die Anonymität lockern. Wenn YouTube jetzt, wie bereits von mir erwähnt, z.B. Adressen oder einen Identitätsnachweis verlangen würde, dann gäbe es wieder einen sehr großen Aufschrei beim Datenschutz, der ja auch in der EU überaus hoch gesetzt ist.
  36. Zudem scheint es mir, als würdest du das kommende Gesetz gar nicht verstehen: Derzeit liegt ja die Haftung bereits bei Nutzern. Mit der neuen Vereinbarung soll ja die Haftung direkt bei den Plattformen liegen und die entsprechenden Nutzer wären gar nicht mehr beteiligt. Zudem wird im Gesetztestext (https://bit.ly/2ttYvza; Article 13(4)) dazu nichts gesagt, dass Plattformen dann Nutzer haftbar machen können. Unter ganz bestimmten Umständen können zwar die Plattformen nicht mehr haftbar gemacht werden, aber im Endeffekt kommen die Nutzer, die unberechtigt Inhalte hochgeladen haben, ungeschoren davon. DAS ist das Problem.
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  39. "Und nur weil leute anderswo auch an illegale inhalte drankommen, sollte man es auch bei youtube erlauben??" - WER hat gesagt, dass illegale Inhalte erlaubt werden sollten? WER? Ich hätte gerne ein Beispiel. Ich warte ;)
  40. Alle sind sich einig, dass illegale Inhalte nicht erlaubt werden sollten. Nur der ANSATZ zur Lösung dieses Problems ist schlecht, da unweigerlich legale Inhalte davon betroffen sind.
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  43. "Weißt du wie oft gegen kinox vorgegangen wurde und andere betreiber?! Aber sie nutzen eben eine gesetzeslücke aus, die die haftung bei den nutzern sieht und lediglich besagt, dass die inhalte auf wunsch der rechreinhaber runteegenommen werden müssen." - Es wurde bereits gegen solche Plattformen vorgegangen (Kino.to, megaupload,...). Aber diese Plattformen waren/sind ja auch dafür da, illegal Inhalte hochzuladen. Das ist deren ZIEL. Da habe ich auch nichts dagegen, dass die Plattformen dafür haftbar gemacht werden, weil sie ja eben zum Verbreiten von Inhalten da sind, die illegal hochgeladen wurden.
  44. Das ist z.B. bei YouTube, Twitter, etc. NICHT der Fall. Die sind nämlich dafür da, eigene Inhalte hochzuladen, und nicht um gezielt illegal Inhalte zu verbreiten. Da sollten Plattformen nicht pauschal in Haftung genommen werden.
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  47. "Achja und spotify etc. kosten Geld, weil mit den künstlern eine Einigung erzielt wurde, aber das leisten sich bei weitem nicht alle" - Ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht mit den Künstlern Einigungen erzielt werden/wurden, sondern mit den jeweiligen Labels bzw. Unternehmern (den Rechteinhabern). Und das ist auch eines der Probleme des neuen Gesetzes. Plattformen sollen nur mit den RECHTEINHABERN (oft z.B. Label, Verläge, etc.) Vereinbarungen ausmachen. Die Künstler selber werden da dann rausgelassen. Da muss man halt drauf hoffen, dass die Rechteinhaber den Künstlern das entsprechende Geld bezahlen. Und wenn nicht, dann haben trotz des neuen Gesetzes die Künstler keinen weiteren Cent gesehen.
  48. Und das sich das nicht alle leisten, ist, weil es sich nicht alle leisten können oder wollen. Ein kleiner YouTuber mit paar wenigen Abos, der seine Videos nicht monetarisiert, kann es sich nicht leisten, Musik von größeren Labels zu verwenden, das es zu kompliziert und teuer wäre, dafür eine Lizenz zu bekommen. Also müssen diese zu Alternativen, wie z.B. NoCopyrightSounds, ausweichen.
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  51. "und illegale inhalte sind auch noch weitaus mehr als musik." - Das stimmt. Und das macht das Ganze nicht einfacher. Weil jeder, der ein Bild knipst, Musik macht oder auch nur ein kurzes Video macht, ein Urheber ist. Das sind Hunderte Millionen von Menschen, mit denen Plattformen im Vorhinein Lizenzen und Vereinbarungen machen müssten. Das ist einfach *UNMÖGLICH*. Nicht machbar. Weder von Mensch, noch von Maschine.
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