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a guest Mar 19th, 2019 61 Never
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  1. Bericht des Leutnant Zabel, Ostfront 1943:
  2.  
  3. "Am 10. und 11. Februar 1943 sah sich die Kampfgruppe Sander bei einem Angriff auf eine Kolchose westlich von Sserernikowo pl├Âtzlich einer weit ├╝berlegenen Streitmacht gegen├╝ber. Die Tiger im vorn eingesetzten Zug zogen die Masse des feindlichen Feuers auf sich. Das Feuer von Panzern, Panzerabwehrgesch├╝tzen und Infanterie mit Panzerb├╝chsen auf gr├Â├čter Kampfentfernung kam ├╝berwiegend aus der rechten Flanke und von vorn. Zu Beginn des Angriffs wurde mein Tiger an der Frontseite der Wanne durch eine 7,62 cm Pak getroffen. Die Kettenglieder die mit einer Stahlstange an der Frontplatte der Wanne befestigt waren, wurden abgeschossen. Wir h├Ârten ein dumpfes Ger├Ąusch und f├╝hlten einen leichten Sto├č innerhalb des Tigers. Gleichzeitig sahen wir auf dem Boden vor und seitlich vom Tiger viele Fehlsch├╝sse dicht neben und einschlagen. Kurz danach erhielt ich an der Kommandantenkuppel einen Treffer von einer 4,5 cm Pak. Die Halterungen des Winkelspiegels flogen weg. Der Winkelspiegel selbst schwei├čte sich fest, aber eine Durchsicht wurde durch den Einschlag von Gescho├čsplittern unm├Âglich gemacht. Ein zweiter Treffer an der Kuppel schlug Halterungen vom Turmdach lose. Im selben Moment umgab eine Hitzewelle und eine Wolke aus bei├čendem Rauch die Besatzung. Zwei Treffer von 4,5 cm Panzerabwehrgranaten und 15 weitere Treffer anderer Panzerabwehrgeschosse wurden nach dem Gefecht an der Kuppel gez├Ąhlt. Die Ladesch├╝tzenluke, die irgendwie klemmte und deshalb offen stand, erhielt mehrere Treffer von Panzerb├╝chsen, die einige Halterungen abschlugen. Andere Sch├╝sse trafen die Luke und verklemmten die Scharniere, so da├č sie nach dem Gefecht nur mit Hilfe einer Brechstange ge├Âffnet werden konnten. Der Feind ├╝bersch├╝ttete an beiden Tagen den Tiger mit Maschinengewehrfeuer. Die Nebel-Abwurfvorrichtung an beiden Seiten des Turmes wurden durchl├Âchert, wobei die Nebelkerzen gez├╝ndet wurden. Dieser Nebel sickerte im Kampfraum ein und wurde so dicht und hinderlich, da├č die Besatzung kurzzeitig au├čer Gefecht gesetzt wurde. Je mehr der Tiger sich der Kolchose n├Ąherte, desto gr├Â├čer wurde die Intensit├Ąt des feindlichen Abwehrfeuers. Jeder Treffer am Tiger wurde von einem scharfen Ger├Ąusch, einem leichten Schlag, einer bei├čenden Rauchwolke, einem gelb flimmerndem Blitz und einer Detonation begleitet.
  4. Die Nerven der Besatzung waren auf das H├Âchste gespannt. Wir schenkten Hunger, Durst oder Zeit keine Beachtung. Obwohl der Angriff ├╝ber 6 Stunden dauerte, dachte die Besatzung, da├č nur eine kurze Zeit vergangen w├Ąre.
  5. Nachdem eine weiter 7,62 cm Panzerabwehrgranate die Rohrblende traf, rissen die Rohrvorholer ab, die Rohrbremse begann Fl├╝ssigkeit zu verlieren und die Kanone blieb in der hintersten Stellung. Die Ersch├╝tterung, verursacht durch weitere Treffer, besch├Ądigte die Funksprechanlage, eine Betriebstoffleitung und den Gangw├Ąhlhebel beim Fahrer. Der Motor fing Feuer, als die Abdeckung, die den Auspufftopf sch├╝tzt, abgeschossen wurde. Das Feuer wurde jedoch rasch gel├Âscht. Eine Sprenggranate, die von der Seite auf den Tiger geworfen worden war, wurde als eine dumpfe Explosion, begleitet von Hitze und rauch, die den Tiger und die Besatzung umgab, wahrgenommen.
  6. Wir z├Ąhlten 227 Treffer von Panzerb├╝chsen, 14 Treffer von 5,7 cm und 4,5 cm Paks und 11 Treffer von 7,62 cm Paks. Die rechte Kette und das Fahrwerk waren schwer besch├Ądigt. Einige Laufrollen und ihre Schwingarme waren durchl├Âchert. Das Leitrad hatte sich aus seiner Montierung gel├Âst. Trotzaller Sch├Ąden gelang es dem Tiger, noch weiter 60 Kilometer mit eigener Kraft zur├╝ckzulegen.
  7. Die Treffer hatten das Aufrei├čen einiger Schwei├čn├Ąhte zur Folge was verursachte, da├č der Betriebstofftank zu lecken begann. Die Ketten hatten einige Treffer erhalten, doch insbesondere diese behinderten Fahrf├Ąhigkeit des Tigers nicht. Zusammenfassend kann man sagen, da├č die Panzerung des Tiger der intensivsten Beschie├čung widerstehen kann. Die Besatzung kann sich in das Gefecht mit dem sicheren Wissen begeben, da├č sie durch hinreichende Panzerung, die auch das gut gezielte Panzerabwehrgescho├č abh├Ąlt, umgeben ist."
  8. Quelle: Panzerlexikon.de
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