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Mein deutscher Tag, als mittlerweile deutscher Schwerstbehinderter, in nach? Corona-Deutschland.

Jan 17th, 2023 (edited)
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  1. 19.1.2023: Anmerkende Richtigstellung! Es handelt sich bei meinem Hausnotrufdienst nicht um den der Malteser sondern um den des ASB (=Arbeiter-Samariter-Bund). Ich weiß nicht ob die nicht auch ausgesucht, zu unmenschlich handeln abgerichtetes Personal benutzen, um von dem durch die Krankenkassen nicht bezahlten Fälle auszusondern bzw. ein Zusatzgeschäft in Notlagen anzubieten.
  2. Beide Unternehmen aus der Gewinne-trachtenden Hilfeindustrie, unterscheiden jedenfalls wofür ihre 25€/Monat (KV-erstattungsfähig) kostende Notrufanlage ausgelöst wurde. Ist es ein von der Kasse bezahlter medizinischer Notfall, dann wird gerufen. Ist es (noch) kein medizinischer Notfall, z.B. Sturz oder Eingeklemmt) dann nur wenn für 17€/Monat (nicht KV-erstattungsfähig) abgedrückt wurde. Die Leistung bleibt die gleiche, die zur Verfügungsstellung der Notrufanlage.
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  4. Mein deutscher Tag (16.1.23), als mittlerweile deutscher Schwerstbehinderter, in nach? Corona-Deutschland.
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  6. Nach schweren Zeiten befand ich mich, wie ich damals wirklich glaubte, im Zenit meines schwierigen Lebens. Als „selfmade Embeded-software-developer“, wurden mir, für die Ausübung meiner Leidenschaft, bis zu 130.000,00€ Jahresumsatz hinterher geschmissenen. Ich war im Rausch des Geld-Schein-Erfolges gefangen. In diesen Rausch hatte mich das heutige Feudalsy… ähhh Pyramidalsystemen versetzt. Mit der Diagnose ALS, Ostern 2013, wurde daraus erst Panik, die in einem Schockzustand endete. Nicht für lange, dann erwachte ich, aus meinem Rauschzustand, in der Realität.
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  8. Die zehn vergangenen Jahre, besonders die, seit ich nicht mehr Laufen und keine verständliche Sprache mehr produzieren kann, also ab Anfang 2016, konnte ich nur überleben, weil mich, passend zu dieser Zeit, eine Engel in Menschengestalt gefunden hat. Ich nennen ihn der Einfachbarkeit wegen mal Karin. Alle Leidensgenossen, die von keinem solchen Engel gefunden wurden, also ihr selbstständiges Leben aufgeben mussten und der Sozial- und Pflegeindustrie anheim gefallen sind, sind darin auf das Elendste, und seit zwei Jahren voll Durch-Gespritzt und Durch-Geboostert, umgekommen.
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  10. Da Karin fast täglich, nicht ehrenamtlich!, mir hilft, ist es ein neuer, lebenswerter Lebensabschnitt. Der wahrhaftigste Abschnitt meines Leben. Den nicht gelebt zu haben, hätte mich niemals erfahren lassen, was es bedeutet ein menschliches Wesen zu sein. Ehrenamt steht ja heute er als Synonym für „umsonst, geleistet“, kassiert wird dennoch, und zwar ausschließlich von dehnen, die Ehreamtlern - menschlich zu handeln gestatte. Karin, eine im Ruhestand befindliche Unternehmens-Frau, hilft mir zu überleben, für mich kostenfrei, aus einer Ihrem Wesen innewohnenden Überzeugungen, und nicht gezwungener maßen, um Selbst den Schikanen eines abartigen Hartz IV Systems zu entgehen.
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  12. Ich erspare Euch mal an dieser Stelle, was für Hilfen Karin mir stellt. Wer sich unter den Folgen einer ALS nichts vorstellen kann, schaue bitte auf YouTube mal nach Stephen Hawking. An dieser Stelle nur soviel: totaler Verlust über die Kontrolle des eigene Körper, bei gleichzeitig wacher werdenden Verstand und intellektuellen Fakultäten. Jedenfalls für diejenigen, die einen Engel fanden und nicht vor Verzweiflung durchdrehen.
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  14. Aber zurück zu meinen, zwischenzeitlich gestrigen Tag.
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  16. Er begann eigentlich wie immer. Karin weckte mich mit einem Stapel meine Post in der Hand. Ihre Einkäufe für mich, wie jeder Woche, in einer großen Tragetasche, in der Küche abgelegt. Darunter ein Brief meiner PKV, der LKH Lüneburg. Sie hatten in nur 20 Tagen festgestellt, dass die ihnen mit dem neuen Angebotes eines Sanitätshauses zugefaxte Schweigepflichtentbindung, die ich - wohl weißlich um solche Verzögerungs-Spielchen der LKH - schon beigelegt hatte, nicht auf dem „richtigen Formular“ erfolgte. Dem Schreiben lag das „richtige Formular“ nunmehr bei. Ein identisches, wie ich es wohl ein Dutzend Mal unterschreiben musste, was ich heute nicht mehr motorisch kann. Es lag dem Angebot exakt dieses, von mir noch unterschrieben, eingescannte Formular bei. Neben der Finte mit dem Formular, wurde auch gleich noch eine neues Gutachten angedroht. Um es kurz zu machen. Das Hilfsmittel wurde vor nunmehr fast zwei als dringen erforderlich verordnet. Seither kämpfe ich mich durch die von freiberuflichen „Gutachtern“ erstellten, von der LKH bestellten Gutachten. Ich dachte eigentlich, mit der Bewilligung vor fünf Monaten sei dieser Kampf gewonnen. Nun geht es also wieder los.
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  18. Obwohl ich bemüht bin mir die Treffsicherheit, die die LKH mit solchen Aktionen beweist, nicht anmerken zu lassen, strecken diese mich jedes mal nieder.
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  20. Dieses Mal sogar im physikalischem Sinne. Bei dem Hilfsmittel handelt es sich nämlich um einen Patientenlift, welcher mir den sicheren Transfer zwischen Rollstuhl und Toilette ermöglichen soll. Dieser Transfer ist mittlerweile eine wirkliche Lebensgefahr für mich geworden. Falle ich, habe ich nichts dem Sturz entgegen zu setzen, schlage mit dem Kopf, im freien Fall aus 170cm, auf den Fliesenboden auf.
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  22. Und das wäre, vermutlich noch unter dem Einfluss dieses Wirkungstreffers der LKH, damit auf dieses so dringend benötigte Hilfsmittel noch weiter Monate verzichten zu müssen, an jenem Tag, von den ich Euch berichte, um ein Haar geschehen. Nur das ich in Richtung des Rollstuhls gefallen bin rettete mir das Leben.
  23. Ich war aber nun zwischen Rollstuhl und Toilette so eingequetscht, dass ich kaum mehr Atmen konnte, immer wieder zu kollabieren drohte. Ich wusste ja, Karin kommt erst Morgen wieder und der Notrufknopf ist für mich unerreichbar am Rollstuhl. Ich hatte mit meinem Leben abgeschlossen. Falle ich wegen der Atmung in die Ohnmacht oder sacke bei Erschöpfung tiefer in meine Gletscherspalte ab, werde ich nicht mehr Atmen können. Mir ging es durch den Kopf, die einzige Hoffnung die mir blieb, um mich vor dem bewussten miterlebten Erstickungstod noch zu bewahren, ist die Ohnmacht. Da sah ich mein Smartphone war neben mir zu Boden gefallen und den Stift, der mit einer Schnur am Smartphone hing, müsste ich doch erreichen können. Auf die Gefahr hin immer tiefer in die Gletscherspalte zu rutschen, angelte ich nach dem Stift und bekam ihn schließlich zu fassen. Ich schickte Karin über die Signal-App drei Hilferufe und rief ihr Smartphone an. Am Klingelton erkannte Karin dass ich es bin und dass das nur bedeuten kann das ich dringend Hilfe brauche.
  24. Sie signalisiere mir das sie sofort komme. Gerettet! Nun nur nicht Ohnmächtig werden oder in Panik verfallen. Karin ist in 15 Minuten da.
  25. Sie brachte sogar Ihren Lebensgefährten mit. Dennoch war schnell klar, wir drei betagten Menschen schaffen es nicht mich aus meiner Gletscherspalte zu hieven. Ich rutsche nur immer tiefer in die Enge. Karin drückte geistesgegenwärtig den ASB-Notrufknopf. Binnen Sekunden meldete sich, schrill, das von den ASB wohl beauftragte Call-Center aus der Box an der Wohnzimmerwand.
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  27. Was wir dann erleben mussten verschlug uns allen dreien restlos den Atem.
  28. Karin berichtete der anonymen Stimme aus der Box wie brenzlich meine Lage und worum es geht mich aus dieser zu befreien. Und die ASB (=Arbeiter-Samariter-Bund) Frau schaut in Ihren Computer und lehnt es doch glattweg ab Hilfe zu alarmieren. Ich hätte nur Anspruch bei medizinischen Notfällen, für Befreiungsaktion müsste ich den Zusatztarif XYZ buchen, ob ich das wolle? Schockierende Stille bei uns dreien. Die Stimme setzte nach. Andernfalls müssten wir uns woanders um Hilfe bemühen. Sie gab noch einen Tipp, dafür sei die Feuerwehr zuständig. Die Bitte die über ihr Notrufsystem zu benachrichtigen lehnte sie mit den Worten „die müssen sie schon selbst rufen“ ab.
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  30. Die waren dann auch 5 Minuten nach Karins Alarmierung vor Ort und befreiten mich. Ich bin mir sicher, nach weiteren 10 Minuten wäre es ein von meinem ASB-Notruf-Tarif gedeckter medizinischer Einsatz geworden. Obwohl nicht wirklich. Bis dann endlich ASB-Helfer eingetrudelt wären womöglich nicht mehr. Da ich den ASB fristlos kündigen werde, muss ich mich ja nicht mehr durch die AGBs der ASB kämpfen, ob die Leichenbergung von meinem Tarif erfasst wird.
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  32. So sitze ich hier, am ganzen Körper in allen Blautönen schillernden Quetschungen und Prellungen, vor meinem Eyetracker PC, um Euch vom ungeheurem Glück zu berichten, noch einen der immer seltener werdenden Menschen in Engelsgestalt, von meiner Karin zu berichten.
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  34. PS: Liebe Stimme aus dem ASB-Call-Center, ich bin Dir nicht böse. Gerade die Hilfeindustrie mit Gewinnvorsatz sucht nach vorm Untergehen ängstlich gehaltenen Menschen und befähigt sie dazu solche Unmenschlichen Dinge zu tun. Solche Grausamkeiten zu tun, wie es aus den letzten zwei Jahren Coronaexzes für Jerdermensch deutlich wurde der sich, von der Zwangsabgabe finanzierten Tages-Show abwendend, in die Realität hineinzuschauen traute. Wir befinden uns alle in einem globalen „Milgram Experiment“.
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