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Guest User

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a guest
Jun 23rd, 2014
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  1. In diesem Beitrag geht es um eine Auseinandersetzung zwischen Piraten, Ex-Piraten und Netzaktivisten. Statt diesen Text zu lesen, sollte man unter Umständen lieber die Allgemeinheit darüber aufklären, was die Koalition alles während Sport-Großereignissen beschließt oder sich auf den kommenden BPT vorzubereiten, wenn man denn da hingeht.
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  3. Wie auch immer, manche befassen sich mit anderen Dingen. Und nachdem es alle schon großartig auf Twitter breit getreten habe, werde ich auf Aliases und Umschreibungen verzichten.
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  5. Jörg Tauss kam auf die Idee eine Mahnwache vor der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe zu veranstalten. Sven Krohlas, Justus Wingert und andere fanden die Idee gut und haben das unterstützt und sind dann auch als Veranstalter bei dem Facebook-Event aufgetreten. Einige Piraten waren auch mit dabei.
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  7. Aufgrund der Art und Weise, wie einige der Organisatoren die Piratenpartei verlassen haben und das aktuelle Verhältnis zahlreicher Mitglieder und Vorstände mit diesen, haben wir schlussendlich als Landesverband keinen offiziellen Aufruf gestartet. Wir sind basisdemokratisch, kann ja jedes Mitglied und jede Gliederung für sich entscheiden.
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  9. Die Aktion ist jedenfalls kein Erfolg geworden.
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  11. Justus hat daraufhin angekündigt, mal wieder, alles hinzuschmeissen.
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  13. Im Redmine des Landesvorstandes gab es eine Abstimmung, ob man diesen Tweet faven soll. Die Abstimmung ging positiv aus, ich habe mich nicht beteiligt, da ich in letzter Zeit aus Zeitnot vielen meiner Vorstandspflichten nur eingeschränkt nachgehe.
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  15. Dann wurde der Tweet gefavt, Justus hat sich drüber aufgeregt, Sven hat sich drüber aufgeregt und hat heute morgen bei mir angerufen. Ich wusste noch nichts von der Abstimmung, sah den Fav und habe ihn entfernt. Ich ging davon aus, dass jemand das unabsichtlich mit dem LV-Account gesetzt hat, kommt schon mal vor wenn man mehrere Accounts bepflegt. Jetzt bin ich schlauer.
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  17. Ich finde den Fav nicht gut. Das ist kindisch und Justus ist trotz aller Vorgeschichte kein derartiges politisches Schwergewicht.
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  19. Aber im Anbetracht des Affentheaters auf Twitter will ich noch was anderes loswerden.
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  21. In den acht Jahren, in denen ich nun für die Piraten aktiv bin, zuerst in Österreich, jetzt in Deutschland, gab es nur einen einzigen Fall, in dem mich ein anderer Pirat persönlich aggressiv verbal angegriffen und mir gedroht hat. Das war Justus. Und ich war bei weitem nicht der einzige, dem es so mit ihm ergangen ist, unabhängig vom jeweiligen Anlass.
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  23. Dann trat er irgendwann aus. Natürlich nicht im Guten.
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  25. Und kandidierte für die Freien Wähler - nicht den Landesverband mit etwa 20.000 Mitgliedern, sondern den Freie Wähler Bundesverband, der in Baden-Württemberg ein paar Hundert Mitglieder hat und bei Bundestags- und Europawahlen antritt.
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  27. Als Bundestagskandidat trägt man zumindest zum Teil das Programm der Partei, für die man kandidiert mit. So sehe ich das zumindest. Die Freien Wähler (Bundesverband) fordern eine CDU-artige Familien- und Bildungspolitik, auch zun Thema Tauschbörsen, Torrents, usw. ist ihre Position diametral anders als unsere, sie befürworten den unsicheren neuen Personalausweis, unsere Positionen zu Europa sind in großen Teilen (Euro, ESM, Europäischer Bundesstaat, Harmonisierung, EU-Parlament) stark gegensätzlich, sie setzen sich für die Vorratsdatenspeicherung ein, weniger „Gewaltdarstellungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen“ (meinen wohl die Tagesschau...), halten am Konzept der GEMA-fest und wollen sie lediglich transparenter machen, in Pressemitteilungen haben sie sich auch zum Jugendschutzmedienstaatsvertrag positiv geäußert, oh, und für mehr Videoüberwachung setzen sich die Freien Wähler auch immer wieder mal ein, zumindest via PM.
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  29. Natürlich haben wir nicht nur gegensätze sondern auch Gemeinsamkeiten. Aber in Summe kann man Sagen: Die Freien Wähler sind unser politischer Gegner. In vielen wesentlichen Punkten wollen sie etwas anderes, als wir. Einfach mal bei den Piraten in Bayern nachfragen, die können ein Lied davon singen. Sekor hatte da ein paar schöne Auseinandersetzung mit Aiwangers Freien Wählern.
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  31. Justus hat für diese Partei kandidiert und sich damit auch für diese Programmpunkte eingesetzt. Es ist somit ganz unabhängig von seinen (von mir und anderen als solche wahrgenommenen) cholerischen Ausbrüchen auf unseren Parteimedien legitim, ihn als politischen Gegner zu bezeichnen. Er hat sich ja selbst von uns unmissverständlich losgesagt und stattdessen für besagte Aiwanger-Partei kandidiert. Und redet mir das jetzt nicht schön, das fände ich genauso glaubwürdig wie wenn mir jemand erzählt „ja, ich kandidiere für die DKP, aber ich engagier mich trotzdem gegen den Kommunismus!!1!einself“
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  33. Sven dagegen schätze ich auch weiterhin sehr. Er war unser Listenzweiter zur Bundestagswahl und hat sich stets glaubwürdig für unsere Themen eingesetzt. Ja, ich bin nicht immer und mit allem einer Meinung mit ihm und finde er ist manchmal eine Dramaqueen (bin da ja oft auch nicht viel besser...). Aber ihn betraf weder dieser Vorstandsbeschluss noch der Fav und das möchte ich nochmal unmissverständlich klarstellen.
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  35. Das ist meine Meinung dazu. Viel Spaß auch weiterhin beim sich-gegenseitig-auf-Twitter-anpissen. Ich halte mich jetzt wieder raus und versuche stattdessen lieber unsere Politik nach außen zu tragen und meine Termine wahrzunehmen.
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  37. Schönen Abend noch,
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  39. Martin a.k.a. Cymaphore
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