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a guest Dec 14th, 2019 125 Never
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  1. Hallo Moritz,
  2.  
  3. da hast du dich ja echt nochmal ins Zeug gelegt. Also ich kann deine
  4. theoretische Argumentation grundsätzlich auf jeden Fall nachvollziehen,
  5. ich bin nur immer noch etwas skeptisch an dem Punkt, dass du annimmst,
  6. dass eine erhöhte Identifikationsfähigkeit die Wahrnehmung des clinical
  7. encounter beeinflusst. Ich wäre da immer noch etwas zurückhaltender,
  8. aber ich kann das Argument auf jeden Fall nachvollziehen, dass wir zur
  9. Erhöhung der Identifikationsfähigkeit gezielt nur Menschen mit
  10. Heuschnupfen in die Untersuchung einschließen und es dann eigentlich
  11. konsequent wäre, an diesem Punkt bzgl. Geschlecht auch die
  12. Identifikationsfähigkeit zu erhöhen (unter der Annahme, dass die
  13. Geschlechterpassung einen Einfluss auf die Identifikationsfähigkeit und
  14. diese wiederum auf die Wahrnehmung des clinical encounter hat).
  15.  
  16. Ich habe da insgesamt keine strong opinion an dieser Stelle und wäre in
  17. jedem Falle einverstanden, wenn ihr das entsprechend ändert und in
  18. SoSci-Survey - wie ursprünglich besprochen - die Auswahl der Videos vom
  19. Geschlecht der teilnehmenden Person abhängig macht. Mir wäre es aber
  20. lieb, solange das kein zu großes organisatorisches Kuddel-Muddel gibt,
  21. wenn du die Frage nochmal kurz in eurer WhatsApp-Gruppe stellen würdest.
  22. Die Gruppe hatte sich ja unter Vorbehalt für die andere Variante
  23. entschieden und die empirischen "Beweise" für deine These sind ja
  24. zumindest nicht ganz eindeutig, wie du sagst. Wenn es für die Gruppe in
  25. Ordnung ist, dann wäre es von meiner Seite aus auch okay, wenn ihr das
  26. in SoSci-Survey entsprechen einstellt. Kannst unseren E-Mail Verlauf
  27. auch gern weiterleiten, falls das hilft. Damit zeitlich alles noch
  28. hinhauen kann für die, sollte die Diskussion aber nach Möglichkeit
  29. spätestens morgen abgeschlossen sein, damit ihr die nächste Woche noch
  30. Zeit habt, den Pre-Test zu verschicken und dann die Umfrage zu starten.
  31.  
  32. Liebe Grüße und einen schönen Abend,
  33. Tobias
  34.  
  35. Am 14.12.2019 um 15:57 schrieb Moritz Leistner:
  36. > Hallo Tobias,
  37. >
  38. > Es war tatsächlich schwieriger etwas zu dem Thema zu finden.
  39. > Denn, auch wenn es einiges zu dem Effekt von gender auf die
  40. > Identifikationsfähigkeit gab, gab es wenig dazu ob das die
  41. > Informationswahrnehmung beeinflusst.
  42. > Die Vermutung liegt natürlich sehr nahe, aber ich konnte keine
  43. > konkrete Forschung zu genau diesem Thema finden.
  44. >
  45. > Ich würde hierfür aber mit dem gleichen Argument herangehen, dass wir
  46. > auch bei unsere Zielgruppe von ausschließlich Heuschnupfenpatienten
  47. > zugrunde legen.
  48. >
  49. > Wenn sich die Versuchspersonen besser mit dem Patienten identifizieren
  50. > können, steigt für sie die self-relevancy an, die das Ganze hat. Und
  51. > das ist ja genau das Argument, warum wir nur Heuschnupfen Patienten
  52. > nehmen. Da mit höherer self-relevancy auch mehr Informationen
  53. > wahrgenommen und gemerkt werden. Ich bezweifle zwar, dass der Effekt
  54. > bei unserer Zielgruppe auch nur annähernd so groß ist, aber er muss
  55. > nach der gleichen Logik ja eigentlich auch vorhanden sein.
  56. >
  57. > Aber das wäre natürlich eine theoriegeleitete Begründung und keine
  58. > empirische, also kann ich nachvollziehen, wen du den Teil ablehnst.
  59. >
  60. > Dennoch würde ich, selbst, wenn wir nur den Teil betrachten, dass es
  61. > leichter ist, sich mit der Person gleichen Geschlechts zu
  62. > identifizieren, dennoch den Effekt kontrollieren! Denn im Endeffekt
  63. > geht es ja in unserer Haupthypothese nur darum, ob die Ärztin bzw. der
  64. > clinical encounter wirklich als "wärmer" oder "kälter" wahrgenommen
  65. > wird. Und das wird ja von der Identifikationsfähigkeit mit dem
  66. > Patienten beeinflusst!
  67. > Die Informationswahrnehmung hätte ja nur einen Effekt auf die
  68. > Nebenhypothese.
  69. >
  70. > Wenn du aber sagst, dass du es interessanter findest, Daten darüber zu
  71. > gewinnen, ob diese Identifikationsfähigkeit auch wirklich Einfluss auf
  72. > die Informationswahrnehmung hat und dir hier die stark theoretische
  73. > Begründung nicht reicht, dann ist das in Ordnung und das kann ich auch
  74. > nachvollziehen!
  75. >
  76. > Liebe Grüße,
  77. > Moritz
  78. >
  79. > Am Samstag, Dezember 14, 2019 09:42 CET, schrieb Tobias Kube
  80. > <kube@uni-landau.de>:
  81. >> Hallo Moritz,
  82. >>
  83. >> super, danke schon mal dafür! Das klingt auf jeden Fall gut, aber es
  84. >> wäre super, wenn du nochmal schauen könntest, ob die Passung zwischen
  85. >> eigenem biologischen Geschlecht und handelnder Person auch tatsächlich
  86. >> einen Einfluss darauf hat, wie man den Inhalt (der Geschichte, oder in
  87. >> unserem Fall: des Videos) wahrnimmt. Es geht für uns ja eigentlich
  88. >> vordergründig darum, ob man sich abhängig vom eigenen Geschlecht mehr
  89. >> mit Laura oder Matthias identifiziert, sondern ob das die Wahrnehmung
  90. >> des clinical encounter insgesamt differentiell beeinflusst.
  91. >>
  92. >> Schau gern bis morgen (Nachmittag, sagen wir 16 Uhr) nochmal etwas
  93. >> weiter nach, danach sollten wir dann eine Entscheidung treffen.
  94. >>
  95. >> Liebe Grüße und auf jeden Fall vielen Dank für dein Engagement!
  96. >> Tobias
  97. >>
  98. >> Am 12.12.2019 um 13:45 schrieb Moritz Leistner:
  99. >> > Hallo Tobias,
  100. >> >
  101. >> > Ich hab auf meinem PC gestöbert und den angehängten Artikel
  102. >> > wiedergefunden.
  103. >> > Er beschäftigt sich mit der Frage, ob in einer gelesenen
  104. >> > Kurzgeschichte die gender role und das biologische Geschlecht einen
  105. >> > Einfluss auf die Identifikationsfähigkeit mit dem Hauptcharakter hat.
  106. >> >
  107. >> > Die Studie hat einen stark signifikanten Effekt für gender identity
  108. >> > gefunden und einen signifikanten Effekt für biologisches Geschlecht.
  109. >> > Dies würde ja beides in einem Video einen Einfluss haben.
  110. >> >
  111. >> > Wenn das bereits für Kurzgeschichten gilt, ist, denke ich, auch ohne
  112. >> > explizite Daten für genau diesen Fall, anzunehmen, dass das erst recht
  113. >> > für Videos gilt, in denen auch noch visuelle Reize und die Stimme
  114. >> > hinzukommen.
  115. >> >
  116. >> > Ich denke alleine das hat einige Implikationen.
  117. >> > Ich habe mir jetzt auch die in dieser Studie erwähnten Vorstudien
  118. >> > angeschaut (THE DEVELOPMENT OF STORY LIKING: CHARACTER IDENTIFICATION,
  119. >> > SUSPENSE, AND OUTCOME RESOLUTION Paul E. Jose and William F. Brewer)
  120. >> > die nur für das biologische Geschlecht getestet hatte und ebenfalls
  121. >> > einen signifikanten Effekt für die Identifikationsfähigkeit fand.
  122. >> >
  123. >> > Ich werde noch weiter in online Datenbanken suchen, was ich dazu
  124. >> > finde, aber das ist der Artikel, den ich damals gelesen hatte und auf
  125. >> > dem die Anfangsthese basierte.
  126. >> >
  127. >> > Mit freundlichen Grüßen,
  128. >> > Moritz Leistner
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