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Nov 20th, 2023
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  1. Marco Fuchs, der Vorsitzende des Fan-Dachverbands des KSC, und der von ihm angegriffene Martin Müller, der Vize-Präsident des Fußball-Zweitligisten, verschickten am Wochenende eine gemeinsame Erklärung in die Redaktionen. Darin erklärten sie, dass sie vor dem 4. Dezember nichts mehr erklären werden.
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  3. Zwölf Tage nach einer Aussprache zwischen den „Supporters“ und Müller, die als „kritisch, aber auch sehr konstruktiv“ beschrieben wird, ist der inhaltliche Kern ganz am Ende der Botschaft auszumachen. Da heißt es: „Mit Ausblick auf die Mitgliederversammlung des KSC e.V. am Montag, 4. Dezember 2023, lässt sich festhalten, dass diese den Raum für eine öffentliche Aussprache darstellt.“
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  5. Sollte hinter den Kulissen nicht noch eine diplomatische Lösung gelingen, dürfte es bei der Zusammenkunft der Beitragszahler in der Schwarzwaldhalle dann also durchaus sehr kontrovers zugehen.
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  7. Mitglieder dürfen diesmal nur vor Ort aktiv teilnehmen
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  9. Würde sich die zu erwartende Aufarbeitung in der Behandlung von Abwahlanträgen gegen bis Herbst 2025 gewählte Mandatsträger zuspitzen, wäre richtungsweisend, welche Gruppierung aus dem Beirat die Mitglieder in stärkerem Maße mobilisiert. Denn stimmberechtigt wären nach Präsidiumsbeschluss am 4. Dezember nur die in der Halle anwesenden Mitglieder, nicht die als Beobachter und Zuhörer online zugeschalteten, wie Clubchef Holger Siegmund-Schultze bestätigt.
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  11. Für das Verständnis der Führungskrise im 14.500 Mitglieder zählenden KSC ist Hintergrund erforderlich: Im geschäftsführenden Organ der KGaA sind im Laufe des Jahres zwei Strömungen entstanden. Dabei ist sich der KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze mit Christian Fischer und Thomas H. Hock hinsichtlich der meisten Strategiefragen einig, Müller und Günter Pilarsky stehen dem Trio dagegen kritisch gegenüber.
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  13. Die beiden Aktionäre und Darlehensgeber des Vereins sahen sich Ende März durch eine Adhoc-Abstimmung zu Oliver Kreuzer überrumpelt, welche dann mehrheitlich gegen den damaligen Sportgeschäftsführer ausgefallen war. Falsches Spiel sei da gespielt worden, beklagte Müller.
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  15. Der Unternehmer gewährt dem KSC ein Darlehen über eine Million, das der KSC frühestens Ende Dezember 2024 abzulösen hat. Außerdem gehört Müller noch bis August 2024 der Geschäftsführung des KSC-Hauptsponsors, der CG Elementum AG, an, dessen Vertrag mit den Blau-Weißen (zuletzt 1,1 Millionen Euro pro Saison) ausläuft. Pilarsky gewährt dem KSC ein Darlehen über vier Millionen Euro, das frühestens Ende 2025 in mehreren Raten zurückbezahlt werden müsste.
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  17. Führungskrise beim KSC knapp über der Abstiegszone
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  19. Seit der Demission von Kreuzer ist die Atmosphäre im Beirat vergiftet. Weil Müller mit der von Siegmund-Schultze als Sprecher des Gremiums vertretenen Linie inhaltlich nicht einverstanden war, äußerte er auf Nachfragen mehrfach seine persönlichen Ansichten zu den Entwicklungen. Im Grunde nahmen diese stets auch Bezug auf die ohne sofortige Anschlusslösung durchgesetzte Trennung von Kreuzer und deren möglicherweise nachteilige Wirkung auf die Saisonplanung, wie sie später dann auch vom früheren Kaderplaner Necat Aygün in einem BNN-Interview beschrieben wurde.
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  21. Vor dem 14. Spieltag rangiert der KSC vor dem punktgleichen FC Schalke 04 auf dem 15. Tabellenplatz und muss vor den anstehenden Heimspielen gegen den 1. FC Nürnberg (Sonntag) und Hansa Rostock (3. Dezember) zusehen, etwas Puffer zu den Abstiegsrängen zu schaffen.
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  23. Der sich vor dieser Kulisse in die Vereinspolitik einmischende Supporters-Vorstand warf Müller Ende Oktober vor, Interna aus dem Verein den Medien zugetragen zu haben.
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  25. Die Fanvertretung drohte Müller an, gegen ihn einen Abwahlantrag zu stellen, sollte er ihre Schlussfolgerung nach Hinweisen von unbenannter Seite nicht entkräften. Der Vize-Präsident unterstellte dem Supporters-Vorstand daraufhin offen, dass jener sich von der Beiratsmehrheit gegen ihn habe instrumentalisieren lassen.
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  27. Die Ausgangslage für den 4. Dezember ist demnach vor allem von der Frage geprägt, wie die verfahren erscheinende Konstellation in der Führung im Sinne des KSC aufzulösen wäre. Gegen vier der fünf Mitglieder aus dem Beirat wurden zwischenzeitlich Abwahlanträge eingebracht.
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  29. Frist für Anträge endet am Freitag
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  31. Der bekannte Antrag – gegen Müller gerichtet, von 28 Mitgliedern unterstützt und als „Top 15“ auf der Tagesordnung berücksichtigt – stamme nicht aus Supporters-Reihen, betonte deren Vorsitzender Fuchs gegenüber unserer Redaktion. Müller wird von den Antragstellern vorgeworfen, er habe Vereinsgremien diskreditiert, die in der Satzung verankerte Verschwiegenheitspflicht verletzt und mit Äußerungen in der Öffentlichkeit einer „erheblichen Rufschädigung des Vereins“ bewirkt.
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  33. Einem weiteren Antrag, der unserer Redaktion vorliegt, fehlt offenbar die satzungsgemäße Form. Der Antragsteller aus Bruchsal möchte Siegmund-Schultze zusammen mit den im Herbst 2022 direkt gewählten Fischer und Hock von ihren Ämtern entbunden sehen.
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  35. Das KSC-Mitglied begründet seinen Vorstoß damit, dass die vom Trio durchgesetzte Entlassung Kreuzers einen hohen finanziellen Schaden, einen Imageverlust und eine Rufschädigung für den KSC bewirkt habe. Dieser dürfte es allenfalls dann noch auf die Tagesordnung schaffen, sollte er vor Freitag von 24 weiteren Mitgliedern unterstützt werden. Mindestens 25 stimmberechtigte Mitglieder müssen laut Vereinssatzung (Paragraf zwölf, Absatz zehn) eine solche Abwahl mit schriftlicher Begründung beantragen.
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  37. Da die Satzung (Paragraf 10, Absatz 4) es Mitgliedern ermöglicht, bis spätestens zehn Tage vor der Versammlung Anträge zu stellen, sind bis zum Stichtag am Freitag noch Entwicklungen in alle Richtungen möglich. Anträge, die nach rechtlicher Bewertung nachträglich auf der Tagesordnung landen, benötigten zur Annahme am 4. Dezember eine Zweidrittelmehrheit der Versammlung.
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  39. Aufsichtsrat hat kein Mandat, unmittelbar zu handeln
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  41. Eine hohe Hürde – so oder so. Und was sagt der Aufsichtsrat der KGaA zum drohenden Showdown? Dessen Vorsitzender Wolfgang Grenke betonte gegenüber unserer Redaktion, dass seinem Gremium die Hände gebunden seien, um auf die Beteiligten aus dem Beirat unmittelbar einzuwirken.
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  43. Der 72-Jährige erklärte: „Als Mitglieder des Vereins verfolgen wir die Diskussion zwar intensiv, haben ein Interesse an der Lösung der entstandenen Probleme und sprechen auch mit Mitgliedern des Vereins. Wir haben aber eben kein Mandat, unmittelbar zu handeln.“
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