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Dec 14th, 2025
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  1. Machtspiele gepaart mit spielerischer Ohnmacht: So kann der KSC nur verlieren
  2. Der Karlsruher SC schlingert Richtung Winterpause. Die Mannschaft wirkt wie gebrochen, der Trainer erntet Mitgefühl. So kann es nicht weitergehen.
  3.  
  4. Das Management des Karlsruher SC hat sich mit seinem Vorgehen keinen Gefallen getan. Der dem Club entstandene Schaden ist in seiner Nachhaltigkeit noch kaum zu überblicken. Vor und nach dem 0:4 im letzten Heimspiel des Jahres gegen den SC Paderborn war das Dilemma bundesweit auf fast allen Kanälen zu besichtigen, die Fragestellung recht einheitlich: Wissen beim KSC alle, was sie tun?
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  6. Vorgänge schaden dem KSC
  7. In der Szene wundern sich viele über den verirrten Kurs der Führungsriege beim Fußball-Zweitligisten. Der aktuelle Fall dürfte dem KSC aber Sympathien gekostet haben. Spieler wie Berater verfolgen genau, wie Arbeitnehmer von ihren Vereinen behandelt werden.
  8. Der KSC macht KSC-Sachen, und weil die so eigenwillig sind, beschäftigte das am Spieltag auch die überregionalen Medien: Was für ein Bild sendet ein Verein, der den wichtigsten Mitarbeiter des Cheftrainers, ohne jenen in die Entscheidung einzubinden, am Telefon entlässt? Der sich in seinen öffentlichen Verlautbarungen und Erklärungen dazu in Widersprüche verstrickt? Und der es dann auch nicht vermeiden kann, dass sich die eigene Mannschaft von alldem inhaltlich distanziert?
  9.  
  10. Eine Mannschaft, die sich am Samstag im Wildpark dann auf offener Szene mit dem von den Bossen abservierten Zlatan Bajramovic in Dankbarkeit solidarisierte, bevor sie nach einer in Summe neuerlich unglücklichen Spielführung unterging und im selben Moment zum fünften Mal in Folge verlor.
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  12. Symptomatisch für die letzten Wochen
  13. Der Weg zur Schlappe gegen Paderborn, so unzweifelhaft er von den umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters und des VAR auch beeinflusst war, nahm sich doch gleichermaßen als symptomatisch für die Entwicklung der letzten Wochen aus.
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  15. Der KSC beendete das Match nach den Ampelkarten für Fabian Schleusener und Marcel Franke mit neun Mann. Böse Zungen mochten hinterher anmerken: Fast beschenkt müssen sich beide Routiniers aktuell fühlen, vorzeitig in die Winterpause zu kommen. Franke war in der ersten Halbzeit knapp an Rot vorbeigeschrammt. Der VAR hatte Bedenken angemeldet, dass die von Schiedsrichter Timo Gansloweit ausgesprochene Verwarnung der Grätsche des Abwehrspielers von hinten in die Beine des Paderborners Nick Bätzner tatsächlich angemessen war, bestätigte diese dann aber.
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  17. Zahlen des Grauens
  18. Die Mannschaft des KSC zeigte sich am Samstag nach den Nackenschlägen zwischen der 48. und 54. Minute frustriert, nach den ersten beiden Gegentoren dann demoralisiert, überfordert, gebrochen, mürbe. Generell sitzt da derzeit gar nichts mehr, ein zweiter Anzug schon mal gar nicht. Aber das mag für manchen durchaus auch Ansichtssache bleiben.
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  20. 17 Gegentore in den letzten fünf Spielen bedürfen keiner weiteren Kommentierung. Auch der SC Paderborn kam wieder viel zu leicht zu Möglichkeiten. Seinen Spielern waren 27 Torschüsse möglich, dem KSC deren nur vier. Vielsagend auch die weiteren Daten: Im eigenen Stadion hatte die Heimelf nicht mal 30 Prozent Ballbesitz, nur 67 Prozent ihrer Pässe kamen an, nur 36 Prozent der Zweikämpfe wurden gewonnen. Ja, das waren Zahlen des Grauens.
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  22. Es bleibt unglauwürdig
  23. Der angestaute Unmut unter denen, die es mit dem KSC halten, betraf sicherlich nicht in erster Linie den Entschluss, sich von Bajramovic zu trennen. Auf Unverständnis stießen vielmehr die Umsetzung und das eigentliche Paradoxon, dass Eichner, der Chef des Bosniers, inhaltlich und menschlich auf einer Wellenlänge sendend, weiter liefern soll. Dabei wäre eine Entlassung des Cheftrainers nach dem Darmstadt-Spiel inhaltlich zwar ausgesprochen fragwürdig gewesen. Nach den Gesetzmäßigkeiten der Branche aber wäre sie doch nicht mehr undenkbar gewesen.
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  26. So wie es jetzt ist, kann der KSC nur verlieren. Machtspiele und spielerische Ohnmacht gehen miteinander einher. Und Eichners Lage wird derweil von Mal zu Mal komplizierter, der Verdacht, dass es alleine ums Geld geht, derweil größer.
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  28. Denn eines muss doch klar sein: Die unterschiedlichen Ansichten darüber, was mit dem im Sommer von Sportgeschäftsführer Mario Eggimann und Sportdirektor Timon Pauls zusammengestellten Kader möglich ist und was nicht, werden zwangsläufig weiter schwelen.
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  30. In Bajramovic ist zwar der aus der Wildpark-Landschaft verschwunden, der intern möglicherweise zu laut und auch zu kategorisch mit seinen kritischen Betrachtungen dazu auftrat. Doch dadurch ist ja noch nichts besser geworden. Schon gar nicht lassen sich aus dessen Aus heute glaubwürdige „strategische“ Vorzüge für die nahe Zukunft ableiten. Dass Bajramovic ein Problem war, Eichner aber nicht, entspricht schließlich der Argumentation der Verantwortlichen. Die stellten sich ohne von außen erkennbare Not selbst in den Wind. Und der bläst ihnen nun unnötig scharf ins Gesicht.
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