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Untitled

a guest Feb 27th, 2020 100 Never
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  1. Vor langer Zeit, Vergangenheit,
  2. ward eine Elfe kampfbereit.
  3. Im fernen weiten Quel'dalar,
  4. die Schönheit war schon immer da.
  5.  
  6. Mit Klingen scharf wie Stahl,
  7. gelenkig wie ein glatter Aal,
  8. war ihr Name Primelein
  9. - denn tot sollten ihre Feinde sein.
  10.  
  11. Von früh bis spät mit Zorn und Glut,
  12. leckt' sie an ihrer Feinde Blut.
  13. Doch wie es ist und immer war,
  14. auch Romantik spürte Primel klar.
  15.  
  16. Nun kam sodann ein Jäger fein,
  17. zum Zeitalter der Legion herein,
  18. und Primel war fürs Erste klar:
  19. "Mit sonem Kerl werd ich ein Paar!"
  20.  
  21. Oh weh, oh je, ein Mensch und Elf,
  22. von früh bis spät gab's auf die Zwölf,
  23. und schließlich als die Elfe litt,
  24. gab er ihr einen schänd'gen Tritt.
  25.  
  26. Die Weh war groß, doch ihr war klar,
  27. "Mit diesem Narr, bleib ich kein Paar!"
  28. Und wieder wanderte sie allein,
  29. auf Az'roths weitem Weltendrein.
  30.  
  31. Ein neck'ger Goblin sah ihr Leid,
  32. seine Gier und Gold die war'n bereit,
  33. zu buhlen um der Elfe Herz
  34. - das gab ihr bald den nächsten Schmerz.
  35.  
  36. Für eine kleine feine Weile,
  37. ohne Hast und ohne Eile,
  38. war er meist ein Kavalier,
  39. doch stehn musste Primel im Spalier.
  40.  
  41. Und hätte man es nicht gedacht,
  42. oft war auch seine Wut erwacht,
  43. er toste, brüllte wie ein Bulle:
  44. "Los Weib, mach mir ne dicke Stulle!"
  45.  
  46. Von weitem sah es dann und dar,
  47. ein Blutelfenmönch - der Exa-rar.
  48. Ein edler Bursche wie man's kaum fasse,
  49. ein Weggefährte erster Klasse.
  50.  
  51. Es weckte in seinem einsamen Herzen,
  52. neben dem Gebet und Kerzen,
  53. eine oft verzückte Wonne
  54. - die Primel, die war seine Sonne.
  55.  
  56. So wanderte, ein Windläufer er,
  57. mit der Dämonenjäg'rin bald umher.
  58. Für Monde sechs, für ihn wie einer,
  59. war er für sie, wie vorher keiner.
  60.  
  61. Durch Monsterblut und Feuerfege,
  62. es ihren Weg durch Gewölbe triebe,
  63. vom höchsten Berg zum finstren Tal,
  64. manchmal war es auch mal eine Qual.
  65.  
  66. Der Goblin oft laut wie Orks mit Schnaps,
  67. wenigstens gab er der Primel keinen Klaps.
  68. Der Zorn mit der seiner Holden grollte,
  69. die Primel oft ins Ferne wollte.
  70.  
  71. In Beutebucht da sollt es sein,
  72. mit Kegeln und mit leckrem Wein,
  73. und bald war Primel und Exa klar
  74. - "Lass uns beide sein ein Paar!"
  75.  
  76. Und war der Exa auch kein Barde,
  77. geflügelt waren seine Worte:
  78. "In mir da tobt ein starker Sturm,
  79. es windet sich wie wilder Wurm."
  80.  
  81. "Dies ist kein Scherz, nicht einerlei,
  82. ich sag dir jetzt wie mein Herz schrei':
  83. Wie Wind treibt deine Stimme ran,
  84. die Erde zieht mich in deinen Bann,
  85. wie Feuer brüllt es schon ein halbes Jahr
  86. - sei meine Frau für immerdar."
  87.  
  88. Groß waren nun der Primel Augen,
  89. schenkt' sie ihm erstmal noch kein' Glauben,
  90. doch in ihrem großen Herzen klein,
  91. da war ein kleiner Funkenschein.
  92.  
  93. In dieser Welt oft kalt und dunkel,
  94. mit des Pöbels bösem Gemunkel,
  95. doch von Lächeln und vom feinen Wein
  96. - er sollte ihre Liebe sein.
  97.  
  98. Den Sonnenuntergang dort an der Küste,
  99. Exa's Kopf an Primels Brüste,
  100. flüstert keck der Mönchenelf,
  101. in stiller Stund' noch fern vor Zwölf:
  102. "Sei dir sicher, und ganz ohne Frust,
  103. für dich hab ich auch meine Tiger's Lust."
  104.  
  105. So geschah die Mär von diesen Beiden,
  106. keiner solls ihnen auf ewig neiden.
  107. Ein Siegel gab dem Pakt den Kuss,
  108. mit diesem Reim ist nun hier Schluss.
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