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ottla groß israel

a guest Dec 9th, 2012 204 Never
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  1.  
  2. -------- Original-Nachricht --------
  3. > Datum: Thu, 15 Nov 2012 17:07:17 +0100
  4. > Von: Otla Pinnow <otla.pinnow@netcologne.de>
  5. > An: "AG Außenpolitik" <ag-aussenpolitik@lists.piratenpartei.de>
  6. > Betreff: [AG Außenpolitik]Palästina-Problem erhält höchste Dringlichkeit!
  7.  
  8.  
  9. > Ahoi,
  10. >
  11. > ich verweise auf diese Stellungnahme von Frau Gro-Harlem Bruntland, eben
  12. > zurück von einer Nahostreise der Gruppe "The Elders", deren Mitglieder
  13. > bekannte Politiker aD sind, u.a. Kofi Annan und Jimmy Carter.
  14. > http://www.theelders.org/article/brink-two-state-solution
  15. >
  16. > Damit ist offiziell, was ich schon seit einiger Zeit erkläre: Israel
  17. > beabsichtigt, im Zuge der alten Groß-Israel-Ideologie ganz Palästina zu
  18. > annektieren (möglicherweise ist der gegenwärtige Konflikt in Gaza ein
  19. > Schritt dazu, denn Israel droht mit Besatzung).
  20. >
  21. > Unter diesen Umständen bitte ich dringend darum, intensiv für das das
  22. > Positionspapier P039
  23. > http://wiki.piratenpartei.de/Antrag:Bundesparteitag_2012.2/Antragsportal/P039
  24. > zu werben, damit es auf dem BPT positiv abgestimmt werden kann.
  25. >
  26. > Ich würde es begrüßen, wenn die AG Außenpolitik sich zu einer
  27. > Änderung
  28. > dieses Papiers entscheiden könnte, da dies m.E. den Abstimmungsprozess
  29. > erheblich erleichtern könnte, nämlich die letzten drei Abschnitte zu
  30. > streichen und sich auf die ersten beiden zu beschränken.
  31. > Denn angesichts der Lage erscheinen diese Abschnitte doch recht naiv und
  32. > illusionär.
  33. > Plädiere aber dafür, wenn das nicht der Fall sein sollte, trotzdem für
  34. > positive Abstimmung zu werben.
  35. >
  36. > Ein Groß-Israel hätte dramatische Folgen:
  37. >
  38. > - Palästina würde damit als Dauerbrandherd zementiert und die weit
  39. > überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Nah-/Mittelost würde auf die
  40. > Seite der Extremisten schwenken und sich, in Erinnerung an den
  41. > Kreuzfahrerstaat, die Zerschlagung Israels auf die Fahnen schreiben.
  42. > Dabei bitte ich zu bedenken, dass noch nicht einmal die Hälfte der Zeit
  43. > abgelaufen ist, die es gebraucht hat, den Kreuzfahrerstaat zu
  44. > zerschlagen. Man kann sich darauf verlassen, dass die Erinnerung sehr
  45. > lebendig und ein Sich-Abfinden nicht zu erwarten ist.
  46. >
  47. > - Für Iran macht es damit Sinn, tatsächlich Atomwaffen zu entwickeln. In
  48. > einem geteilten Palästina kann eine solche Waffe nämlich nicht
  49. > eingesetzt werden, ohne damit gleichzeitig die Palästinenser zu treffen;
  50. > das israelische Atomwaffenlager Dimona ist gerade mal 50 km von der
  51. > Grenze zu Arabisch-Palästina entfernt.
  52. > In einem Groß-Israel würden diese Bedenken entfallen.
  53. >
  54. > - Es ist davon auszugehen, dass mit einem Groß-Israel die UNO in die
  55. > Bedeutungslosigkeit versinken oder gar zerbrechen würde. Sie hat sich
  56. > vom Zeitpunkt der Gründung Israels an bis heute zur Zweistaatlichkeit
  57. > bekannt. Wenn sich erweist, dass sie nicht in der Lage ist, diese
  58. > Beschlüsse gegen einen einzelnen Staat zu halten, dann wird keine
  59. > Regierung sich verpflichtet fühlen, sich überhaupt noch an irgend einen
  60. > UNO-Beschluss zu halten. Das Ergebnis wird sein, dass sich neue Blöcke
  61. > bilden, die in Konfrontation gegeneinander stehen. Davon werden nicht
  62. > nur die allgemein anerkannte Geltung des Völkerrechts, sondern auch der
  63. > Menschenrechte betroffen sein.
  64. >
  65. > Hier sind klare Aussagen aller möglichen nationalen und internationalen
  66. > politischen Vereinigungen gefordert, also auch der Piratenpartei.
  67. >
  68. > Gruß
  69. > Otla
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