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Apr 20th, 2021
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  2. Der stellvertretende WELT-Chefredakteur Robin Alexander spricht über die Entscheidung der Union für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten. Er sagt, „wir haben mehr erlebt als das Ringen von zwei Alphatieren“.
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  4. Quelle: WELT/Carsten Hädler
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  7. Nach den Nominierungen von Annalena Baerbock und Armin Laschet als Spitzenkandidaten ihrer Parteien für die kommende Bundestagswahl hat sich die politische Stimmung in Deutschland deutlich verändert. Die Union fiel im Vergleich zur Vorwoche im RTL/ntv-Trendbarometer um sieben Prozentpunkte auf 21 Prozent. Die Grünen legten um fünf Prozentpunkte zu und liegen jetzt mit 28 Prozent vor der CDU/CSU auf Platz eins.
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  9. Die SPD verliert zwei Prozentpunkte und kommt auf 13 Prozent. Die FDP gewinnt zwei, die Linke und die sonstigen kleineren Parteien gewinnen je einen Prozentpunkt. Lediglich bei der AfD ändert sich nichts.
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  11. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, könnten die Parteien mit folgenden Ergebnissen rechnen: CDU/CSU 21 Prozent (Bundestagswahl 2017 32,9 Prozent), SPD 13 Prozent (20,5), FDP zwölf Prozent (10,7), Grüne 28 Prozent (8,9), Linke sieben Prozent (9,2), AfD elf Prozent (12,6). Acht Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2).
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  13. Eine Mehrheit hätten demnach nur Koalitionen mit einer Kanzlerin Baerbock. Sowohl eine grün-schwarze (49 Prozent) als auch eine Ampel-Koalition (53 Prozent) und Grün-Rot-Rot (48 Prozent) kämen rechnerisch infrage. Die Union könnte nur in einer Koalition mit SPD und FDP (46 Prozent) an den Grünen vorbei knapp den Kanzler stellen.
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  15. Mehrheit hätte sich Söder als Kandidaten gewünscht
  16. 54 Prozent der Deutschen halten es für eine gute Entscheidung, dass Annalena Baerbock Kanzlerkandidatin der Grünen geworden ist. 23 Prozent hätten es besser gefunden, wenn Robert Habeck Spitzenkandidat geworden wäre. Von den Anhängern der Grünen begrüßten 79 Prozent die Nominierung Baerbocks.
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  18. Nur 32 Prozent der Befragten bewerteten es positiv, dass sich der CDU-Bundesvorstand mehrheitlich für Armin Laschet als Kanzlerkandidat der Union ausgesprochen hat. 47 Prozent wäre Markus Söder lieber gewesen.
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  20. Von den Unionsanhängern hält eine deutliche Mehrheit die Entscheidung für Laschet nicht für gut: 58 Prozent der CDU-Anhänger und 88 Prozent der CSU-Anhänger hätten Söder den Vorzug gegeben. Nur fünf Prozent der CSU-Anhänger finden es gut, dass Laschet die Union in den Wahlkampf führt.
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  22. Große Skepsis bei Unionsanhängern
  23. Negativ wird von den meisten Bundesbürgern auch gewertet, auf welche Weise Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten der Union gekürt wurde. 66 Prozent der Befragten hätten ein Verfahren, „bei dem auch die CSU beteiligt gewesen wäre“, besser gefunden. 26 Prozent finden es richtig, dass allein der CDU-Vorstand über die Kanzlerkandidatur Armin Laschets bestimmt hat. Auch die meisten Anhänger der CDU (72 Prozent) und der CSU (88 Prozent) sehen dieses Verfahren kritisch.
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  25. Fast zwei Drittel der Bundesbürger (63 Prozent) sind überzeugt, dass sich die Wahlchancen der Union durch die Nominierung Armin Laschets verschlechtert haben. Nur neun Prozent glauben, dass die Werte für die Union mit Laschet besser werden. Auch die Anhänger der CDU (67 Prozent) und der CSU (90 Prozent) sind skeptisch und befürchten, dass die Aussichten der Union mit Laschet an der Spitze schlechter geworden sind.
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  27. Die Mehrheit der Bürger (74 Prozent) glaubt außerdem nicht daran, dass sich die schlechten Umfragewerte für Laschet und die Union bis zum Wahltag im September deutlich verbessern werden. 17 Prozent der Bundesbürger sehen das optimistischer.
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  30. Ausgerechnet der CDU ist der Machtwille abhandengekommen
  31. Könnten die Bundesbürger ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen, würde Annalena Baerbock unmittelbar nach ihrer Nominierung zur Spitzenkandidatin der Grünen mehr als doppelt so viele Stimmen bekommen wie Armin Laschet und Olaf Scholz zusammen. Sie käme demnach auf 32 Prozent, ein Plus von sechs Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche. Für Laschet und Scholz würden sich jeweils 15 Prozent entscheiden – das bedeutet für den CDU-Chef einen Verlust von vier, für den SPD-Kanzlerkandidaten ein Minus von zwei Prozentpunkten.
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  33. Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 13. bis 20. April 2021 erhoben. Insgesamt wurde 3505 Menschen befragt, davon 1502 am 20. April.
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  35. jmi
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