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Antwort auf Jule Neigels Giga Interview

a guest Jul 28th, 2012 1,482 Never
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  1. Entweder sie weiss es nicht besser oder sie lügt wie gedruckt. Bei den DK Tarifen wird es für fast alle Clubs astronomisch teurer. Viele Clubs die gerade für die Verbreitung von Nischenkultur wichtig sind, werden wohl schliessen müssen. Auch Nachfrage im Interview versteckt sich Frau Neigel ja dann auch hinter den geforderten 10% die in den meisten Fällen utopisch sind, da die Abgabenlast für die durchschnittlichen Clubs bereits jetzt das betriebswirtschaftliche Agieren schwer macht. Darüber hinaus betrifft die Tarif noch massiver Stadtfeste, Weihnachtsmärkte, Tanzveranstantungen wie Salsaparties, Sambafeste, Bierzeltveranstaltungen und vieles mehr.Das großartige Bochum Total musste ja bereits wegen der alten Tarifforderungen schliessen, die neuen währen noch einmal um ein vielfaches teurer.
  2. Wenn Frau Neigel dann heuchelt, die Urheber sollten fair an Diskoveranstaltungen beteiligt werden, vergisst sie dabei, das der DK Tarif durch Statistik von Normalverteilung zu Gunsten von Standartwerken und stichprobenartigen Backboxaufzeichnungen (400 für ganz BRD) jede Form von Individualprogramm durch das Raster fallen lässt. Z.B. im Segment Techno oder im Bereich JAzz oder im Bereich Gothic oder im Bereich Alternative oder.... - Das Repertoire, das dort aufgeführt wird, stammt oft nicht einmal von GEMA Mitglieder, die Beträge werden trotzdem eingefordert und an die Mitglieder nach GEMA Vermutung aufgeteilt. Und selbst Nischen Künstler mit eigenem Repertoire, die GEMA Mitglieder sind erhalten von den für sie gezahlten Abgaben in Diskotheken fast gar nichts, da sie ja durch das Raster der Blackboxen (ca 10 in einer Stadt wie Berlin mit über 1000 Clubs) fallen. Die Vorschläge der Piratenpartei hierzu, den DJs Apps für Iphone/Android Smartphones bereit zu stellen, die über Timestamp und Geolocating plus einem Erkennungssystem wie Shazam zumindest einen Großteil der aufgeführten Werke fair und transparent verteilen, wurde von der GEMA als nicht praktikabel abgelehnt. Nachzuschauen unter www.urheberrechtsdialog.de
  3. Wenn Frau Neigel behauptet, die GEMA würde mit jedem Club sprechen und Tarife abschliessen, dann entspricht das auch nicht der Wahrheit. Nur Verbände - und Nischenkultur hat keine Verbände - haben ab einer bestimmten Größe überhaupt die Möglichkeit mitzudiskutieren und ernst genommen zu werden.
  4. Die gerade frisch vorgelegte Einigung mit dem Verband deutschen Karnevals e.V. kam nur zustande, da dem Verband viele Zugeständnisse gemacht wurden, die die normale Veranstaltung gar nicht betreffen:
  5. 1.Langsam steigende Erhöhung um jährlich 25% gibt es erst bei Veranstaltugen die über 10.- € Eintritt kosten. Das betrifft nicht kleine Clubs mit Eintritten um 5.-
  6. 2. Die Karnevalisten bekommen einen Brauchtumsrabatt von 15%
  7. 3. Man gönnt den KArnevalisten eine zusätzliche Schonfrist bis nach den Faschingsveranstaltungen im April.
  8.  
  9. Die Härtefallregelung, die jetzt Angemessenheitsregelung heisst bringt nicht viel. Clubs für die das zutrifft, müssen dann für jede Veranstaltung eine separate und bestätigte Abrechnung vortragen, d.h. für viele Clubs 10-20 Abrechnungen je Monat an die GEMA senden. Bürokratisch für Kleinveranstalter nicht zu schultern.
  10.  
  11. Wenn Frau Neigel über Beträge sinniert, die man als Künstler über die GEMA einspielen muss, um stimmberechtigtes Mitglied zu werden, behauptet sie das sei machbar, wenn man viele Konzerte spielt. Bei Abrechnungen nach altem Proverfahren konnte man sich den "Arsch" abspielen und hätte niemals 6000.- € je Jahr bekommen (auf Grund des Verteilungsschlüssels) und aus physikalischen Tantiemen sind das je verkaufter CD auch nur um die 40 Cent. Berufsmusiker beginnt heute viel früher als sich das Frau Neigel vorstellen kann und trotzdem kann man diese Beträge nicht einspielen. Diese Menschen werden so aus der GEMA und den wichtigen Entscheidungen über die Verteilung von Tantiemen wohlwissend ausgeschlossen.
  12.  
  13. Wenn Frau Neigel dann noch zynisch Demokratie wegen der 100 Delegierten ausruft, dann erinnert das an ihre alte sozialistische Heimat, wo man auch so tat als wäre man demokratisch, weil man ein paar Feigenblätter vor sich her trägt. In der Summe sind die Delegierten (100 Delegierte zu über 3000 ordentlichen Mitglieder) kaum fähig, etwas zu erreichen.
  14.  
  15. Von Hetzpropaganda zu sprechen ist darüber hinaus ein Hohn.
  16. Die Piratenpartei bietet Frau Neigel laufend Gespräche an, die sie immer ablehnt. Zuletzt hatten wir sie auf unseren Urheberrechtsdialog mit vielen anderen Vertretern von Verbänden nach Rheinland Pfalz eingeladen.
  17. Sie sagte nicht aus Termingründen ab, sondern weil sie kategorisch nicht mit Piraten sprechen will.
  18.  
  19. Ebenso blockt sie jeden anfragenden Piraten sofort auf ihrem Facebook Profil. Würde sie das nur als Privatperson machen, wäre das ok, aber als Vertreterin des Aufsichtsrates ist das nicht in Ordnung. Hier hat sie die Funktion, wie sie selbst so schön sagt, "die Interessen der Musiker zu vertreten" und diese Interessen stehen auf Dialog und nicht auf Abkapselung und Hetzpropaganda
  20.  
  21. Also Frau Neigel, endlich die Einladungen wahrnehmen und dann Tacheles reden, ok?
  22.  
  23. Bruno Kramm
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