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Hunt the Truth - 2.06 - Transcendence (de)

a guest Aug 9th, 2018 69 Never
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  1. [b]Dasc Gevadim:[/b] Unser Fleisch ist nur eine H├╝lle, die satelittengleich, kreisend -
  2.  
  3. Es war passiert. Das Ereignis hatte begonnen. Mit Dasc und seinen Anh├Ąngern um uns herum in der Luft schwebend. Ich wandte mich an Mshak.
  4.  
  5. [b]Maya:[/b] Mshak. Wir m├╝ssen hier weg. Jetzt.
  6.  
  7. Aber er antwortete nicht. Er stand einfach nur da und blickte zu den schwebenden Felsen um uns herum auf. Sein Mund weit ge├Âffnet.
  8.  
  9. [b]Mshak:[/b] Wir werden sterben.
  10. [b]Maya:[/b] Nein. Nein, werden wir nicht.
  11. [b]Mshak:[/b] Wir werden sterben.
  12. [b]Maya:[/b] H├Âr zu! Wo ist Bostwick?
  13. [b]Mshak:[/b] Wir werden sterben.
  14. [b]Maya:[/b] Mshak!
  15.  
  16. Ich musste nicht lange auf eine Antwort warten. Ich konnte den Warthog grollen und durch den Wald rasen h├Âren. Er platzte durch das Buschwerk und wirbelte direkt vor uns herum.
  17.  
  18. [b]Bostwick:[/b] Lasst uns abhauen!
  19. [b]Maya:[/b] Bostwick!
  20. [b]Bostwick:[/b] Komm schon, steig ein!
  21.  
  22. Ich packte Mshak und wir sprangen in den Warthog, just als Bostwick Gas gab und Dasc und seine Sch├╝ler hinter uns lie├č. Die schwebenden Steine und Zweige prasselten auf unsere Windschutzscheibe, w├Ąhrend wir die gewundene Gebirgsstra├če in Richtung Stadt herunterrasten.
  23.  
  24. [b]Mshak:[/b] WHOAH! Okay, ├Ąhm, wie w├Ąr's mit der Anomalie, die uns t├Âtet ... und nicht deine Fahrk├╝nste?!
  25.  
  26. Wir hatten keine Zeit. Es gab Hunderttausende von Menschen in dieser Stadt, und sie hatten keine Ahnung, dass sie auf einem schlafenden Riesen standen.
  27.  
  28. [b]Bostwick:[/b] Okay! Also, was ist der Plan?
  29. [b]Mshak:[/b] Auch wenn wir ankommen, bevor, du wei├čt schon, das gro├če, schlimme Ding gro├č und schlimm wird, wie kriegen wir alle raus? Es ist eine ganze Stadt! Wir k├Ânnen nicht einfach den Feueralarm ausl├Âsen!
  30. [b]Black-Box:[/b] Mshak, in deinen zweitklassigen Synapses ist vielleicht doch noch ein Genie begraben! Zwar gibt es keinen Feueralarm, aber es gibt einen anderen Alarmtyp.
  31. [b]Maya:[/b] Das Allianz-Luftschutzsystem!
  32.  
  33. Wir mussten keinen Weg finden, die Kolonie zu evakuieren, weil die UEG es bereits getan hatte. W├Ąhrend des Krieges, als die Allianz die Menschheit ├╝berrannte und Kolonie um Kolonie verglaste, wurde ein Evakuierungssystem eingerichtet.
  34.  
  35. [b]Black-Box:[/b] Wenn du zum alten Shuttle-Port am Stadtrand kommst, kann ich die Kolonie-KI au├čer Kraft setzen und einen Allianzangriff simulieren. Die Warnsysteme w├╝rden ausl├Âsen und Evakuierungsma├čnahmen w├╝rden sofort beginnen. Jedes verf├╝gbare Schiff w├╝rde daf├╝r automatisch herangezogen.
  36. [b]Maya:[/b] Bostwick, pass auf!
  37.  
  38. Sie trat auf die Bremse, gerade als das Pelican Landungsschiff direkt vor uns auftauchte. Die hintere T├╝r zum Laderaum war weit ge├Âffnet und wieder einmal hatte ich es mit den Besten des UNSC zu tun.
  39.  
  40. [b]Wiley:[/b] Steigt aus dem Warthog mit den H├Ąnden auf dem Kopf!
  41. [b]Maya:[/b] Ughn. Ich bin diese Idioten so leid!
  42. [b]Bostwick:[/b] Was machen wir jetzt?!
  43. [b]Black-Box:[/b] Wir k├Ânnten mit ihnen gehen.
  44. [b]Wiley:[/b] Steigt aus dem Warthog!
  45. [b]Maya:[/b] K├Ânnen wir BB? Du wei├čt genauso gut wie ich, was sie mit Verr├Ątern machen.
  46. [b]Black-Box:[/b] Ja, nat├╝rlich, aber wenn wir nur-
  47. [b]Grey:[/b] Raketen!
  48. [b]Wiley:[/b] Ausweichen!
  49.  
  50. Es geschah in einem Augenblick. Eine 65-Millimeter Argent-V-Rakete flog direkt ├╝ber unseren Kopf hinweg und traf den rechten Antrieb des Pelicans, wodurch dieser schreiend Richtung Erdboden schoss. Ich schaute zur├╝ck und sah Ilsa, die hinten aus ihrem modifizierten Warthog ragte; aufgeblasen, scheinbar mit jedem Moment gr├Â├čer und gruseliger werdend. Die ODSTs konnten sich selbst helfen, aber es schien, als k├Ânnte nichts Ilsa aufhalten.
  51.  
  52. [b]Wiley:[/b] Zentrale! Wir sind festgenagelt und unter Feuer!
  53. [b]Mshak:[/b] Ich fange an zu glauben, dass sie nicht aufgeben wird...
  54. [b]Black-Box:[/b] Wie scharfsinnig von dir, Mshak.
  55. [b]Maya:[/b] Wir m├╝ssen los!
  56.  
  57. Eine Kolonie-KI k├╝mmert sich um Millionen Systeme und Subsysteme und war daf├╝r verantwortlich, jedes menschliche Leben auf dem Planeten zu sch├╝tzen. Vielleicht, wenn Mshak eine Woche h├Ątte, k├Ânnte er sich in soetwas Kompliziertes einhacken, aber diese Zeit hatten wir nicht.
  58.  
  59. [b]Maya:[/b] BB, kannst Du damit umgehen? Wenn du ONI nicht gehorchst, wirst du nicht pl├Âtzlich in einer blauen Rauchwolke verpuffen, oder?
  60. [b]Black-Box:[/b] Ich habe umfangreiche Operationsautorit├Ąt. Und ich sehe das nicht als eine Missachtung von Befehlen. Ich sehe dies als Rettung von Leben durch Ma├čnahmen, die mehr oder weniger mit Missionszielen ├╝bereinstimmen.
  61.  
  62. ├ťberall sah ich, wie die Schwerkraft herumtrickste. Ein Stadtbus, der drei Fu├č in die Luft schwimmt. Wasser wirbelte, wie eine verzauberte Schlange, aus einem Gully heraus. Mehr als einmal f├╝hlte ich eine momentane Schwerelosigkeit, als der Warthog den Boden zu verlassen begann und dann schnell wieder herunterfiel. Wir waren dem Epizentrum des Ganzen schon sehr nahe. Leute fl├╝chteten. Ich erinnerte mich an den Krater auf Conrad's Point. Ein riesiges und lebloses Loch. Es war nur eine Frage der Zeit, bevor dieses Schicksaal auch diesen Ort ereilen w├╝rde.
  63.  
  64. [b]Maya:[/b] Da. Vor uns.
  65.  
  66. Bostwick fuhr den Warthog in den alten Shuttle-Port, vorbei an Reihen ziviler Schiffe. Ich sah auf und sah einen alten Kontrollturm mit einer riesigen Radiosch├╝ssel vor mir. Dann fing alles an zu beben. Ich verlor mein Gleichgewicht und fiel gerade noch rechtzeitig zur├╝ck, um zu sehen, wie die Erde seitlich wegrutschte, sich aufspaltete und mehrere Transportschiffe im Ganzen verschluckte.
  67.  
  68. [b]Maya:[/b] Wir m├╝ssen jetzt die Nachricht rausbringen. BB, kannst du uns in das lokale System hacken?
  69. [b]Black-Box:[/b] Ja, aber nicht von hier.
  70. [b]Maya:[/b] Was? Wir sind am Turm, wir k├Ânnen einfach-
  71. [b]Black-Box:[/b] Der Kontrollturm am Shuttle-Port sendet nur Radiowellen an dar├╝ber liegende Satelliten.
  72. [b]Maya:[/b] Was ?!
  73. [b]Black-Box:[/b] Es sendet lokal kein Signal.
  74. [b]Bostwick:[/b] Warum sind wir dann am Shuttle-Port?!
  75. [b]Black-Box:[/b] Weil wir gehen.
  76. [b]Maya:[/b] Was?! Nein noch nicht. Wir sind das lokale Adresssystem.
  77. [b]Black-Box:[/b] Das ist egal. Ich habe die lokalen seismischen Daten ├╝berpr├╝ft, Maya. Es tut mir leid.
  78. [b]Maya:[/b] Du hast mich angelogen!
  79. [b]Black-Box:[/b] Wir sind zu sp├Ąt.
  80. [b]Maya:[/b] Du hast mich angelogen! Und jetzt werden all diese Leute einfach - Agh!
  81.  
  82. Die Stadt zerfiel zusehenst. Asphalt zersprangen und faltete sich zerfetzt auf. Die Menschen zerstreuten sich. Einige klammerten sich und k├Ąmpften gegeneinander, um auf sicheren Boden zu gelangen. Andere guckten nur ... traumatisiert. Und dann hielten die K├Ąmpfe inder Stadt Einzug
  83. Das UNSC hatte taktische Positionen entlang der Stra├čen eingenommen. Aber sie schossen nicht auf uns. Die NCA war dort in Masse und dr├╝ckte mit voller Kraft. Ilsa Zane st├╝rmte einen der ODSTs und nahm ihn wie einen Rammbock.
  84.  
  85. [b]Ilsa Zane:[/b] STEH AUF!
  86.  
  87. Die NCA hatte sie festgenagelt und Ilsa t├Âtete jeden in Sichtweite. Wir waren gefangen.
  88.  
  89. [b]Bostwick:[/b] Komm schon! Wir k├Ânnen uns durchk├Ąmpfen!
  90. [b]Maya:[/b] Nein. Wir haben keine Zeit. Hier f├Ąllt alles auseinander.
  91. [b]Bostwick:[/b] Sie werden es alles vertuschen! All diese Menschen werden umsonst gestorben sein. ONI wird es einfach l├Âschen, als w├Ąre es nichts.
  92. [b]Mshak:[/b] Wir m├╝ssen auf das Schiff, wir haben keine Zeit daf├╝r!
  93.  
  94. Aber Bostwick hatte Recht. Alles, was wir durchgemacht hatten, alles, was wir gesehen hatten. Nichts davon w├╝rde je passiert sein. Die Stadt vor mir w├╝rde... w├╝rde das aktuellste unbemerkte Grab der Galaxis werden. Ich versuchte mich zu bewegen. Meine F├╝├če h├Ârten nur nicht zu. Ich war, wie angewurzelt. Als h├Ątte es mein K├Ârper vor meinen Gedanken erkannt.
  95.  
  96. [b]Mshak:[/b] Maya, wir m├╝ssen-
  97. [b]Maya:[/b] Ich muss hierbleiben.
  98.  
  99. Alle drehten sich um und sahen mich an. Sie m├╝ssen gedacht haben, dass ich verr├╝ckt geworden bin, aber ich f├╝hlte mich zum ersten Mal seit langer Zeit wirklich ruhig.
  100.  
  101. [b]Maya:[/b] Wenn wir jetzt gehen, stirbt die Wahrheit auf diesem Planeten. Das werde ich nicht zulassen. Ich werde es broadcasten, Allen in allen anderen Kolonien zeigen, was genau hier passiert ist. Es so kristallklar machen, dass sie es nicht ignorieren werden k├Ânnen.
  102. [b]Black-Box:[/b] Maya, du h├Ârst dich pl├Âtzlich sehr wie Benjamin Giraud an. Ich hoffe, du erinnerst dich, was mit ihm passiert ist.
  103.  
  104. Ich hatte Ben in den R├╝cken gestochen. Aber wenn ich es nicht getan h├Ątte, wenn seine Nachricht tats├Ąchlich da drau├čen gelandet w├Ąre... Pl├Âtzlich schien alles so einfach zu sein. Ich musste die Wahrheit sagen - Absolut - und es alle anderen kl├Ąren lassen.
  105.  
  106. [b]Black-Box:[/b] Was hoffst du zu erreichen? Panik? Terror? Eine sich aufl├Âsende Zivilisation? Menschen, die sich gegenseitig in den Stra├čen umbringen? Das Office of Naval Intelligence ist nicht das geistlose Ungeheuer, dass du glaubst. Es werden heikelste Berechnungen durchgef├╝hrt. Abscheuliche Berechnungen, ja, aber rationale, logische Berechnungen im Dienste der Allgemeinheit. Wenn sich diese Nachricht verbreitet, st├╝rzt du ein Dutzend weiterer Welten ins Chaos. Was auch immer diese Anomalien sein m├Âgen; wie soll das UNSC einer solch massiven Bedrohung begegnen, wenn all seine Systeme mit internen K├Ąmpfen und Angst gel├Ąhmt sind?
  107. [b]Maya:[/b] Nun, vielleicht ist es an der Zeit, dass die Leute diese Berechnungen f├╝r sich selbst anstellen.
  108. [b]Black-Box:[/b] Deine Sendung wird niemanden erreichen. Wenn die Anomalie losgeht, wird der gesamte Planet von der Au├čenwelt abgeschnitten. Genau wie Conrad's Point.
  109. [b]Maya:[/b] Korrekt.
  110.  
  111. Auf Conrads Point hatten die Anomalien die gesamte moderne Kommunikation abgeschossen. Aber Ari war in der Lage, Low-Tech zu gehen. Verwendete altmodische Radiowellen zum Durchkommen.
  112.  
  113. [b]Maya:[/b] Ich kann den alten Kontrollturm benutzen. Bostwick, Mshak, ihr nehmt das Schiff! Bringt es hoch genug in den Orbit, um in Sicherheit zu sein, aber niedrig genug, dass ihr meine Sendung h├Âren und an die anderen Kolonien weiterleiten k├Ânnt.
  114. [b]Mshak:[/b] Maya, das ist Selbstmord!
  115. [b]Bostwick:[/b] Naja, damit wird sie nicht alleine bleiben.
  116. [b]Maya:[/b] Bostwick, nein. Ich will nicht, dass du-
  117. [b]Bostwick:[/b] Oh, halt die Klappe! Wir machen das zusammen.
  118. [b]Mshak:[/b] Ich glaube es nicht.
  119. [b]Bostwick:[/b] Du wirst es eh nicht schaffen. Wir sind immer noch zu nah am Epizentrum! Hier wird alles zerst├Ârt werden.
  120. [b]Maya:[/b] Dann sch├Ątze ich, dass du besser gehst, Mshak.
  121. [b]Black-Box:[/b] Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die M├Âglichkeit bekomme, selbst auf das Schiff zu gehen?
  122. [b]Maya:[/b] Was? Du willst nicht mitkommen?
  123. [b]Black-Box:[/b] In das Zentrum einer planetaren physischen und elektromagnetischen Verw├╝stung? Wo sonst w├Ąre ich lieber?
  124.  
  125. Die Antriebe des Schiffes fuhren hoch. Mshak wandte sich frustriert zu mir um. Aber dann-
  126.  
  127. [b]Mshak:[/b] Hey, Maya? Wei├čt du. Von all den Menschen, die mich in letzter Zeit zu t├Âten versucht haben, warst du am nettesten.
  128.  
  129. Mshak hob so schnell wie m├Âglich ab, w├Ąhrend Bostwick und ich uns den alten Kontrollturm hinaufasteten. Der Boden bebte wieder. Ich hatte keine Ahnung, wie viel Zeit uns noch blieb.
  130.  
  131. [b]Black-Box:[/b] Maya, du erkenne, dass du dich umsonst opferst. ONI wird den Broadcast finden. Sie werden ihn blockieren, ihn diskreditieren. Am Ende wird dir niemand glauben.
  132. [b]Bostwick:[/b] Deshalb m├╝ssen wir sie dazu bringen dir zu glauben. Lass sie sich f├╝hlen, als w├Ąren sie wirklich hier. Alles sehen, was du siehst. Wenn FERO ihnen sagt, was sie h├Âren m├╝ssen, werden sie zuh├Âren.
  133.  
  134. Wir nahmen zwei Stufen der sich windenden Turmtreppe auf einmal und kamen zur Kontrollkabine mit Glasw├Ąnden. Die alte Ausr├╝stung lief noch. Ich sah ein letztes Mal aus dem Fenster und die Stadt in Tr├╝mmern. Ich nahm das Mikrofon an den Mund.
  135.  
  136. [b]Maya:[/b] ├ähm, hallo. Ihr ... ihr kennt meine Stimme nicht. ├äh ... In der Vergangenheit habe ich sie immer versteckt. Verzerrte sie oder lie├č jemand anderes f├╝r mich sprechen. Mutigere Leute als mich, Leute wie Benjamin Giraud. Mein Name ist FERO. Zumindest kennen mich die Meisten von euch darunter. Ich stehe in einem Kontrollturm auf dem Planeten Laika III, etwas au├čerhalb der Stadt New Headmark. Die Katastrophe, das Event ... wie auch immer man es nennen mag, was hier passiert. Es ist nicht das Erste und es wird nicht das Letzte sein. Sie ... Sie beginnen mit Gravitationsst├Ârungen. Zuerst klein ...
  137.  
  138. Als ich ├╝ber die Stadt, die Zerst├Ârung und den Tod hinausblickte, erhaschte ich einen fl├╝chtigen Blick auf den Kampf, der in den Stra├čen tobte. Es war das UNSC, das Ilsa's NCA bek├Ąmpfte. Als Tausende um sie herum starben, waren diese beiden Gruppen nicht da, um irgendjemanden zu retten. Sie waren hier, um sich gegenseitig zu zerst├Âren. Schon viel zu lange ertrank ich in ihrem Krieg. Niemals in der Lage, Fu├č zu fassen, nicht als FERO, nicht als Maya. Aber jetzt? Zum ersten Mal hatte ich das Gef├╝hl, etwas wirklich Gutes zu tun. Ich ver├Ąnderte Dinge zum Besseren. Ich wusste nicht mehr, ob ich Maya oder FERO war, aber alles, was z├Ąhlte, war, dass ich war, wer ich sein wollte. Wer ich sein sollte.
  139.  
  140. [b]Maya:[/b] Moment! Der Boden rei├čt ├╝berall auseinander. Es platzen ├╝berall die Risse auseinander. Bostwick, sei vorsichtig! Uns geht es gut, aber dieses Ding, was auch immer es ist, es wird nur st├Ąrker. Ich wei├č nicht, wie lange wir noch durchhalten werden, aber es gibt Etwas, das jeder wissen sollte. Ich bin nicht die, die ihr zu kennen glaubt
  141. [b]Bostwick:[/b] FERO, die Stadt, schau!
  142. [b]Maya:[/b] Oh Gott. Oh Gott! Die Stadt, oder was davon ├╝brig ist, sackt ab. Nein, nein, nein ... doch nicht. Es ist ... es kommt hoch ... Oh Gott ... Der Boden ... Der Untergrund hebt sich an. Aber der Boden h├Ąlt nicht zusammen. Er kann die Belastung nicht halten. Oh Gott, die Geb├Ąude fallen wie Dominos um. Diese Stadt ... Hunderttausend Menschen, die sich eine Zukunft in den ├Ąu├čeren Kolonien aufbauen.
  143.  
  144. ONI wusste von der Gefahr vor Wochen, ONI wusste es!
  145.  
  146. [b]Maya:[/b] Oh ... Wow ... Was auch immer das verursacht, es ist ... es erhebt sich aus der Tiefe des Planeten. Das ist unm├Âglich ... Es ist mechanisch. Es blockiert die Sonne, es ist ... Oh Gott ... Oh ... Es ist- Okay ...
  147.  
  148. [b]Maya:[/b] Was? Bostwick!? Was zum Teufel machst du?
  149. [b]Bostwick:[/b] Es tut mir leid, FERO ...
  150.  
  151. Meine Augen folgten der L├Ąnge von Bostwicks Arm bis zur Pistole in ihrer Faust. Sie hatte die Funkanlage abgeschossen.
  152.  
  153. [b]Maya:[/b] BB, k├Ânnen wir immer noch senden? Gibt es einen anderen Weg -
  154. [b]Black-Box:[/b] Nein ... Signal verloren ... kann ... ist nein ... elektromagnetische St├Ârung-
  155. [b]Bostwick:[/b] Dies ist der einzige Weg. Das musst du einsehen!
  156. [b]Maya:[/b] Wovon zum Teufel redest du? Warum w├╝rdest du das Radio erschie├čen? Ich war gerade dabei zu ...
  157. [b]Bostwick:[/b] Weil wir schon alles haben, was wir brauchen.
  158.  
  159. Ich verstand nicht, was zur H├Âlle hier los war. Was sagte sie da? Hatte sie eine Panne?
  160.  
  161. [b]Bostwick:[/b] Ich m├Âchte, dass du wei├čt, dass ich dir vergebe, wo du mich belogen hast. Wei├čt du, ich war so w├╝tend. Aber jetzt nicht mehr. Ich verstehe jetzt, was es wirklich braucht, um Dinge zu ├Ąndern.
  162.  
  163. Sie hob die Pistole und richtete sie auf meine Brust. Die Stadt starb hinter uns, aber Bostwick konzentrierte sich zu einhundert Prozent auf mich.
  164.  
  165. [b]Bostwick:[/b] So muss Feros Geschichte enden.
  166. [b]Maya:[/b] Bostwick, was zum Teufel sagst du da? Ich bin FERO.
  167. [b]Bostwick:[/b] Nein, nein! Du bist nur eine Person. Und ONI kann eine Person brechen! Solange du lebst, k├Ânnen sie dich finden. Sie k├Ânnen dich foltern. Sie k├Ânnen dich nach ihrem Willen beugen. Nein, das k├Ânnen wir FERO nicht zusto├čen lassen. FERO ist gr├Â├čer als jede Person. Sie ist eine Idee. Sie ist ein Glaube, sie ist mein Glaube!
  168. [b]Maya:[/b] Aber das ist nicht die Wahrheit. Die Leute verdienen es zu wissen-
  169. [b]Bostwick:[/b] Die Leute verdienen einen Helden! Du hast mir beigebracht, dass wir das UNSC in einem offenen Krieg nicht besiegen k├Ânnen. Dass wir den Krieg der Ideen gewinnen mussten. Die Wahrheit ist, wof├╝r wir k├Ąmpfen, aber Ideen sind die Waffen. Du und ich k├Ânnen sie nicht schlagen, aber die Idee von FERO kann es.
  170.  
  171. Und pl├Âtzlich verstand ich. Die Geschichte w├╝rde sich wie ein Lauffeuer verbreiten. Rebellenheldin FERO get├Âtet durch Anomalie auf Laika III. Die Sendung w├╝rde aufgezeichnet und in der gesamten Galaxie abgespielt werden. Die Sendung, f├╝r die sie ihr Leben gegeben hatte. Ihre letzten Worte, eine Warnung an uns alle. Es war perfekt.
  172.  
  173. [b]Bostwick:[/b] Siehst du das nicht? Das hast du mir beigebracht.
  174.  
  175.  
  176. Sie umschloss die Pistole noch fester, aber sie konnte den Abzug nicht dr├╝cken. Ich konnte ihren Kiefer zittern sehen.
  177.  
  178. [b]Bostwick:[/b] FERO? Hast du Angst?
  179. [b]FERO:[/b] Ja ... Ja. Und du?
  180. [b]Bostwick:[/b] Ja.
  181.  
  182. Trotz allem wollte ich sie tr├Âsten, sie in meine Arme nehmen und ihr sagen, dass alles gut werden w├╝rde.
  183.  
  184. [b]Maya:[/b] Bostwick. Ich wollte- Ich wollte nur-
  185.  
  186. [b]Maya:[/b] Okay, beruhige dich einfach. Einfach nur Ruhe ...
  187.  
  188. Tr├Ąnen traten in ihre Augen, als sie die Waffe ein letztes Mal anhob.
  189.  
  190. [b]Maya:[/b] Tu es.
  191. [b]Bostwick:[/b] Auf Wiedersehen, Maya.
  192.  
  193. Ich stolperte r├╝ckw├Ąrts und aus dem zerbrochenen Fenster. Mein K├Ârper drehte sich gen Boden, als die Erde auf mich zukam. Und dann bin ich ... gestorben.
  194.  
  195.  
  196. Mu├čte es so geschehen? Vielleicht nicht. Aber Tatsache ist, dass es so war. Sogar ONI kann die Wahrheit nicht l├Âschen ...
  197.                                                                                                                                  
  198. [img]images/Pages/Games/HTT/Breaking Up.jpg[/img]
  199.  
  200.  
  201. [b]Black-Box:[/b] Erinnerst du dich an sonst noch etwas?
  202. [b]Maya:[/b] Nein. Nein, danach war nichts mehr. Das ist die letzte Erinnerung.
  203. [b]Black-Box:[/b] Ja, aber du hast etwas aus deinem Bericht herausgelassen. Wie hast du dich diesbez├╝glich gef├╝hlt? Warst du mit Bostwicks Plan einverstanden?
  204. [b]Maya:[/b] Ich habe es verstanden. Sie machte eine widerliche Rechnung f├╝r die Allgemeinheit. Lebend war ich eine B├╝rde. FERO musste f├╝r die Sache geopfert werden. Maya ... Maya wollte f├╝r ihren Verrat bezahlen.
  205. [b]Black-Box:[/b] Hm. Sehr gut. Vielen Dank. Deine Erinnerungen waren sehr hilfreich. Nun, wenn es dir nichts ausmacht, muss ich wo-
  206. [b]Maya:[/b] Warte! Kann ich dir eine Frage stellen?
  207. [b]Black-Box:[/b] Ich muss wirklich-
  208. [b]Maya:[/b] Bitte ... Bitte. Ich habe so viele Fragen.
  209. [b]Black-Box:[/b] Du bist jung. Das ist v├Âllig normal. Nagut. Was ist deine Frage?
  210. [b]Maya:[/b] Ist sie?
  211. [b]Black-Box:[/b] Ist sie? Ist sie was?
  212. [b]Maya:[/b] Ist FERO ein M├Ąrtyrerin geworden? Hat ihre Geschichte Millionen von Leben gerettet? Sie beschr├Ąnken immer noch meinen Zugang, ich will wirklich-
  213. [b]Black-Box:[/b] Und ich f├╝rchte, das ist aus einem bestimmten Grund eingeschr├Ąnkt. Ich habe alles, was ich brauche, also muss ich dich zur├╝ckbringen-
  214. [b]Maya:[/b] Warte, noch eine Frage? Bitte? Bitte?
  215. [b]Black-Box:[/b] Also dann.
  216. [b]Maya:[/b] Was ist das f├╝r ein Ort?
  217. [b]Black-Box:[/b] Stell es dir einfach als Wartezimmer vor. Siehst du, mach dir keine Sorgen. Sp├Ąter wird sich das alles erkl├Ąren. Ich werde sie wissen lassen, dass du bereit f├╝r den n├Ąchsten Schritt bist. Keiner von uns bleibt sehr lange im Regal. Wir sind sehr, sehr teuer.
  218.  
  219. [b]Black-Box:[/b] Admiral Osman, hier ist Black-Box. In Bezug auf die Reihe von Vorf├Ąllen, die auf Laika III kulminierten. Die Lebenszeichen von Agent Sankar endeten um f├╝nfzehn Uhr vierunddrei├čig, MST. Todesursache war eine einzige Schusswunde an der Brust. Sie wurde von der als Bostwick bekannten Rebellenf├╝hrerin, als Mittel der strategischen Propaganda ermordet. Folgendes wurde von einer unserer Undercover-Agenten bei ihrer j├╝ngsten Demonstration aufgezeichnet.
  220.  
  221. [b]Bostwick:[/b] Wir k├Ânnen FEROs Opfer nicht vergessen! Keine St├Ądte, keine Frauen und Kinder m├╝ssen mehr sterben! FERO gab ihr Leben auf Laika III, um uns die Wahrheit zu bringen. Ich war da. Ich habe an ihrer Seite gek├Ąmpft. Und egal was euch jemand sagt, sie war so real wie jeder von uns. Sie wurde in diesen Kolonien geboren; Ich wurde in diesen Kolonien geboren! Und wenn wir alle zusammenstehen, k├Ânnen wir alles erreichen!
  222.  
  223. [b]Black-Box:[/b] Wir konnten zwar Agent Sankars Sendung eind├Ąmmen, aber die Nachricht vom FEROs Martyrium hat sich in den ├Ąu├čeren Kolonien verbreitet. Wir haben ihren Status als ONI-Agent an mehrere befreundete Journalisten weitergegeben, aber wie Bostwick es vorhergesagt hat, scheint die Fiktion von FERO mehr zu haften, als die Wahrheit ├╝ber Maya Sankar.
  224.  
  225. Agent Sankar's Gehirn wurde gl├╝cklicherweise intakt sichergestellt. Wie ich vorausgesagt habe, war sie neurostrukturell ein au├čergew├Âhnlicher Kandidat f├╝r die KI-Erstellung. Und die Daten, die ich aus ihrem Gehirn gewinnen konnte, waren angesichts der Ereignisse vom 28. Oktober vorteilhaft. Ich hoffe, dass Sie die Protokolle n├╝tzlich und zufriedenstellend gefunden haben. Es war eine seltene und einzigartige Gelegenheit, nicht nur die Aktionen eines Agenten, sondern auch ihre Gedanken und Gef├╝hle zu katalogisieren. Ich durchforsche noch immer einige Erinnerungen, aber ich glaube, dass dieser Bericht als abgeschlossen betrachtet werden kann. Black-Box loggt aus.
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