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- Crash im Kieler Sporthafen: Aktivistenschiff sitzt auf Weg nach Gaza in Kiel fest
- Die „Handala II“ sollte auf dem Weg nach Gaza nur einen Zwischenstopp in Kiel einlegen. Stattdessen hat das pro-palästinensische Aktivistenschiff beim Anlegen den Steg beschädigt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt, das Boot ist nicht fahrfähig. Wie es nun weitergeht.
- Kiel sollte für sie nur ein Zwischenstopp sein. Ein Halt zwischen dem dänischen Hafenort Marstal und Bremerhaven, ehe es weiter in Richtung Süden geht. Das pro-palästinensische Aktivistenschiff „Handala II“ will laut Aussage von Skipper Jan Wollnick im September/Oktober in Gaza ankommen. „Wir machen es für die Kinder in Gaza“, sagt der Norweger. Eigentlich hätte die Reise des Kutters am Freitag weitergehen sollen.
- Doch sieht man das Schiff im Sporthafen Stickenhörn liegen, wird ziemlich schnell deutlich: Dieser Zwischenstopp dürfte länger dauern als ursprünglich geplant. Der Steg ist mit einem rot-weißen Flatterband abgesperrt, das Boot in keinem guten Zustand, die Feuerwehr hat um den Kutter eine rote Ölsperre ausgebracht. Laut der Crew eine reine Vorsichtsmaßnahme, der Schaden am Boot betreffe nur den Motor. „Wir haben einen Maschinenschaden“, sagt Wollnick. Bald würden Techniker kommen, ehe es in ein paar Tagen weitergehen könne.
- Pro-palästinensisches Aktivistenschiff sitzt in Kiel fest
- Ob das klappt? Fraglich. Denn nicht nur das Boot ist kaputt. Beim Anlegen krachte das Schiff in den Steg und verursachte so auch einen Schaden im Hafen. „Nach der ersten Einschätzung ist es ein Schaden von mindestens 30.000 Euro. Wir waren aber auch noch nicht unter Wasser und konnten schauen, ob dort etwas kaputt ist“, sagt Philipp Mühlenhardt, Geschäftsführer der Sporthafen Kiel GmbH. „Auch wenn die Regulierung des Schadens noch aussteht, gehen wir davon aus, dass der Verursacher seiner Haftpflicht nachkommt.“
- Und so beschäftigt der Fall auch die Wasserschutzpolizei. „Aufgrund der Beschädigung des Steges ist dieser aktuell gesperrt. Zudem ist auch das Boot derzeit nicht fahrfähig“, sagte eine Sprecherin der Polizei. „Wir haben die Ermittlung aufgenommen.“
- Die „Handala II“, benannt nach der Cartoonfigur Handala, welche stellvertretend für den palästinensischen Widerstand steht, ist offiziell unter dem Schiffsnamen „Fru Sand“ geführt und Teil der Gaza-Freiheitsflotte. Sie verfolgt nach eigenen Worten das Ziel, die „illegale Blockade Gazas“ zu durchbrechen und Hilfsgüter zu liefern.
- Nach Crash in Stickenhörn: „Schiff für Sporthafen komplett ungeeignet“
- Kapitän Wollnick, der erst nach dem Crash für die nächste Etappe an Bord gekommen ist, will sich dabei auch nicht von den jüngsten Problemen stoppen lassen. „Wir geben niemals auf. Ich denke, dass es in ein paar Tagen weitergeht.“ Dennoch sei es möglich, dass es in Folge der Verzögerung zu einer Änderung der kommenden Etappen kommen würde, etwa beim nächsten Stopp in Bremerhaven. „Wir müssen schauen, wann wir hier loskommen.“
- Zitat: Nach der ersten Einschätzung ist es ein Schaden von mindestens 30 000 Euro.
- Philipp Mühlenhardt,; Geschäftsführer der Sporthafen Kiel GmbH
- Geht es nach Sporthafen-Chef Mühlenhardt, dürfte dies so schnell wie möglich passieren. „Das Schiff ist für einen Sporthafen komplett ungeeignet und sollte daher so schnell wie möglich weg. Sollte mehr Wind kommen, wäre es eine Gefahr für den Hafen.“
- Bis es allerdings so weit ist, hält die Crew an ihrem Plan mit verschiedenen Aktionen fest. Etwa für Donnerstagabend hatte die Crew zusammen mit „Students for Palestine“ zu einer Kundgebung an der Kiellinie aufgerufen. Die Polizei dürfte den Aufenthalt des pro-palästinensischen Aktivistenschiffs genau im Auge behalten.
- tkms-kiel-ruestungsgegner-blockieren-zufahrten
- In der Vergangenheit gab es von verschiedensten Demonstranten immer wieder Proteste gegen die Werft TKMS und deren U-Boot-Lieferungen an Israel – etwa im vergangenen Jahr, als ein Segler mit einem Protestbanner für Palästina vor der Werft entlangsegelte. Zuletzt demonstrierten auch Aktivisten der „Turbo Klima Kampf Gruppe Kiel“ (TKKG) mit einer Blockade der Werftzufahrten gegen die „Kieler Beteiligung an Kriegsverbrechen“.
- Das pro-palästinensische Aktivistenschiff liegt im Sporthafen Stickenhörn und kann aktuell nicht weiterfahren. Tobias Hollenbach
- Skipper Jan Wollnick ist optimistisch, dass es in ein paar Tagen weitergeht. Tobias Hollenbach
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