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Das Ende der Ideologie ?

By: a guest on Nov 24th, 2012  |  syntax: None  |  size: 7.94 KB  |  views: 49  |  expires: Never
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  1. Wenn wir uns die Geschichte der Menschheit anschauen, so wird deutlich das in allen Zeitaltern der Menschen vorherrschende Ideologien über das gab was als wahr oder unwahr angesehen wurde. Sei es der religiöse Obskurantismus der Kirche welcher den Menschen mit Gewalt zur Annahme ihrer Wahrheit zwingen wollte oder Athoritäre politische Ideologien wie Faschismus oder dem totalitären Staatssozialismus welche beide vorgaben sich auf wissenschaftliche Erkentnisse zu berufen und im Besitz der ultimativen Wahrheit zu sein welche allen anderen aufgezwungen werden müsse. Wenn wir nun die Geschichte aufmerksam studieren so wird auffallen, das all diese Ideologien welche zu einer bestimmten Zeit der Geschichte vorherrschend waren großes Leid über die Menschheit gebracht haben. Das der Konflickt der verschiedenen Ideologien und Religionen über die alleinige Macht zu definieren was wahr und falsch ist seit jahrtausenden immer und immer wieder zu Kriegen, Unruhen und Progromen geführt hat.
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  3. Die Ideologien haben ihren Ursprung wohl in der religiösen Illusion das es eine Wahrheit oder einen Sinn im Leben gebe dem sich alles fügen müsse. Dies ist die geistige Grundlage auf welcher jedwede Diktaturen erwachsen sind, in der einen Zeit eine Kirche welche mit der Gewalt der Inquisition den Glaube an den "Einen Wahren Gott" durchsetzen will. In einem anderen Zeitalter der Glaube an eine Staatsdoktrin welche mit allen mitteln der totalitären Staatsgewalt (siehe. Realexistierender Sozialismus/Faschismus) erbarmungslos durchgesetzt wird.
  4. Als historisches Beispiel ist die Geschichte des Staatssozialismus exemplarisch. Die Idee des Sozialismus welche sich im 19 Jahrhundert mit dem Ziel herausbildete die Ausbeutung der Arbeiterschaft durch die Obrigkeit zu beenden hat sich nach der Machtergreifung der Ideologischen Eliten (Lenin, Mao, Kim Il Sung etc) sehr schnell in ihr Gegenteil verkehrt und zu einer Ideologisch legitimierten nie dagewesenen Ausbeutung und Unterdrückung der Menschen geführt.
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  6. Jeder Religiösen oder Politische Ideologie welcher es in den vergangenen Jahrtausenden gelungen ist zur zu ihrer Zeit vorherrschenden Ideologie aufzusteigen hat damit begonnen die Menschen auf dem Alter ihrer selbst konstruierten Wahrheit zu Opfern. Jede Religion oder politische Ideologie begründet das Leid das sie verursacht stets mit dem höheren Ziel welches sie anzustreben vorgibt hinter welchem das einzelne Individuum zurück treten und auf seine Rechte verzichten müsse. Politische und religiöse Ideologien haben also die unangenehme Eigenschaft das sie sich sobald sie die Macht erlangt haben sehr schnell in ein Herrschaftsinstrument verwandeln welches die Herrschaft des Menschen über den Menschen legitimiert und die Aufhebung individueller Freiheitsrechte rechtfertigt.
  7. Da die Gesellschaft permanent neue Religiöse und Ideologische Vorstellungen hervorbringt gibt es unter diesen einen permanenten Kampf bis es einer von ihnen gelingt sich zumindest für eine gewisse Zeit durchzusetzen und an der Macht zu halten indem die anderen massiv unterdrückt werden. Der Kampf der verschiedenen Ideologien untereinander bindet so große Gesellschaftliche Resourcen oder führt gar im Kriegsfall zu deren Vernichtung. Auf jeden Fall jedoch bedeutet die Durchsetzung einer einzelnen Ideologie das Ende der Freiheit, besonderst deutlich wird dies an der derzeit vorherrschenden Freiheitsideologie des Marktliberalismus. Der Liberalismus welcher ursprünglich angetreten ist die Freiheitsrechte aller gegenüber dem Staat zu erkämpfen verkehrt sich in sein Gegenteil indem er alle Menschen unter die Herrschaft des Marktes zwingt.
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  9. Heute erscheint es zwar so das wir nach dem Untergang des totalitären Sozialismus in einem Ideologiefreien Zeitalter leben. Dies jedoch ist eine Illusion, denn das was von allen Mächten. Dem Staat, der Wirtschaft usw als alleinig wahres und glücklich machendes Prinzip propagiert wird ist der freie Markt und der glaube an das Wirtschaftswachstum welcher sich seit dem Ende des Ostblocks angeschickt hat die Rolle der bereits abgestorbenen Ideologien zu beerben. Dieses nun von den Herrschenden Mächten als alleinige und richtige Wahrheit propagierte Prinzip des freien Marktes wird rücksichtslos gegen die Menschen durchgesetzt, sei es durch die Zwangsprivatisierung der Grundresourcen wie Wasser oder der Verfügbarmachung der Menschenmasse für die Ökonomische Vernutzung für den Markt wie dies mit den Hartz4 Gesetzen sowie dem Abbau von Arbeitnehmerrechten in ganz Europa geschiet.
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  11. Wer vom Markt an den Rand gedrängt wird, also in Niedriglohn oder Arbeitslosigkeit hat nicht mehr die Möglichkeit selbständig am Markt teilzunehmen und ist somit der Grundlegenden Freiheiten welche in einer Marktwirtschaft allesamt Geld kosten beraubt. Die zunehmende Prekarisierung weiter Bevölkerungsteile in der europäischen Union sorgt also dafür das die ursprünglichen Freiheitsideale des Liberalismus sich in ihr Gegenteil verkehren und immer mehr Menschen ihrer Freiheit beraubt werden. Die Marktideologie besitzt also ebenfalls die Tendenz zu einem zunehmenden Totalitarismus welcher sich gegen diejenigen wendet welche sich nicht in das Herrschaftsmuster dieser Ideologie eingliedern lassen.
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  13. Die Anhänger authoritärer Ideologien verhalten sich wie religiös gläubige welche von der Richtigkeit einer vermeintlich heilsbringende Religion so überzeugt sind das sie ihr bedingungslos folgen. Religionen oder politische Massenideologie scheinen einen Ausweg aus ihrem tristen Leben zu bieten.  Aber der Glaube ist eine Einbildung, eine Illusion durch welche sich der glaubende selbst in Ketten legt und sein denken auf eine bestimmte Richtung festlegt und sich somit der Freiheit jenseits seiner selbst festgelegten Grenzen denken zu können beraubt.
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  15. Das sich die Vernunft und somit der Unglaube durchsetzt scheint jedoch zweifelhaft, da die Ideologischen und Religiösen eiferer ihr eigenes Leben vernutzen um andere unter die Wahrheit ihrer eigenen Ideologie zu unterwerfen während jene welche den Unsinn der ständigen Suche nach Politischer oder Religiöser Wahrheit erkennen nur wenige sind und auch nicht gewillt ihr Leben damit zu verbringen für diese Meinung zu missionieren. Die Ideologischen Propagandisten sind somit scheinbab in einer starken Position welche es ihnen erlaubt den Status qo aufrecht zu erhalten.
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  17. Der allgemeine Fortschritt und bessere Bildung hat zwar zumindest in den westlichen Ländern dazu geführt das die absurdesten Ideologien/Religionen in die Defensive geraten sind hat aber nicht zu deren Überwindung geführt. Dort wo die klassischen Religiösen Institutionen an Einfluss verlieren machen sich neue sektiererische, esotherische oder verschwörungstheorethische Ansichten breit.
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  19. Jedoch hat es den Anschein das sich Ideologien in einem Offenen Internetdiskurs kaum mehr halten können da es immer genügend Gegenargumente gibt um jeden ideologischen Standpunkt als solchen zu entlarven und zu wiederlegen. Im Allgemeinen digitalen Diskurs scheinen daher Ideologien eine immer geringere Rolle zu spielen. Jedoch führt dieser einfluss verlust auf die Debatte nicht zum verschwinden der Ideologien sondern wendweder  zu deren zunehmender Isolation oder Hyperaktiver Propagandatätigkeit. Da die Ideologen keine Chance mehr haben sich in der öffentlichen Debatte durchzusetzen kann es zu einem Rückzug in geschlossene Communities welche nach außen hin und somit auch von der Kritik abgeschottet sind. Bestes Beispiel hierfür sind z.B. die Rechtsextremen Foren welche nur für jene zugänglich sind welche dieser Ideologiegruppe angehören. Die Ideologen welche sich derart zurück ziehen büßen freilich auch an Einfluss auf den öffentlichen Diskurs ein. Nervig bleiben somit nur die Hyperaktiven Missionare ihrer Ideologie welche das Internet mit Texten und Kommentaren zumüllen obwohl sie dafür kaum Beachtung erhalten jedoch das auffinden sinvoller Informationen durch die Masse an ideologischem Müll  zunehmend erschweren und durch dauerspammen den politischen Diskurs erheblich behindern.