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Hunt the Truth 2.5. Where the Third Life Shines (de)

a guest Aug 1st, 2018 73 Never
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  1. Ich konnte nicht glauben, dass wir mit allen Gliedern intakt entkommen waren. Aber die Schiffsherrin hatte unsere Bedingungen akzeptiert und nun lag die Kig-Yar Horror Show hinter uns. Wir waren am Leben. Und, gl├╝cklicherweise, au├čerhalb des Jackal Perimeter.
  2.  
  3. [b]Black-Box:[/b] Ich habe die atmosph├Ąrischen Messwerte von Aris Datenchip analysiert.
  4. [b]Maya:[/b] Hilfst du jetzt? Ich dachte du w├Ąrst der Firma verbunden.
  5. [b]Black-Box:[/b] Das bin ich. Aber ich wusste, dass du Mishak bitten w├╝rdest, es zu tun, also dachte ich, ich k├Ânnte es genauso gut selbst erledigen. Zwischen diesen Werten und denen der anderen vier Kolonien - die Wetterbedingungen rausgerechnet - ist ein Muster erkennbar.
  6. [b]Maya:[/b] Ein Muster? Welche Art von Muster?
  7. [b]Black-Box:[/b] In den Tagen und Stunden, die zu den Anomalien f├╝hrten, erlebte jeder Planet eine spezifische Welle von gravitativen und elektromagnetischen St├Ârungen.
  8. [b]Maya:[/b] Wenn wir also einen Planeten finden, der dieselben St├Ârungen erf├Ąhrt, k├Ânnen wir die n├Ąchste Anomalie vorhersagen! Mshak, kannst du diese Muster gegen die aktuellen Bedingungen der lokalen Kolonien pr├╝fen?
  9. [b]Mshak:[/b] Schon dabei! Ich kann nur auf ein paar nahegelegene Welten zugreifen, aber ... es gibt eine ├ťbereinstimmung. Ein Planet namens Laika III. Statistisch gesehen, haben sie einen wirklich schlechten Tag vor sich.
  10. [b]Bostwick:[/b] Wir m├╝ssen sie warnen, ihnen helfen zu evakuieren, was immer wir tun m├╝ssen!
  11. [b]Black-Box:[/b] Bevor ihr euren Kurs festlegt, solltet ihr wissen, dass ich meine Ergebnisse auch an das ONI-Hauptquartier ├╝bermittelt habe.
  12. [b]Bostwick:[/b] Du hast was gemacht?!
  13. [b]Mshak:[/b] Erschie├čt ihn!
  14. [b]Black-Box:[/b] Eine stark bev├Âlkerte Welt wird von einer Anomalie getroffen, die sich als katastrophal erwiesen hat. Millionen von Leben k├Ânnten auf dem Spiel stehen. Die mit ihrer Verteidigung beauftragte Regierung musste darauf aufmerksam gemacht werden.
  15. [b]Maya:[/b] ONI wird diese Leute nicht retten! Sie werden diese Leute sterben lassen, weil sie das immer tun. Das wei├čt du!
  16. [b]Mshak:[/b] Erschie├čt ihn!
  17. [b]Black-Box:[/b] Ja, Maya, das wei├č ich. ONI wird auf Laika III keine Leben retten, weil diese Leben nicht zu rettet sind.
  18. [b]Bostwick:[/b] Das wei├čt du nicht!
  19. [b]Mshak:[/b] Du solltest ihn definitiv erschie├čen!
  20. [b]Black-Box:[/b] Das UNSC wird Truppen nach Laika III entsenden mit der Anweisung, den Schaden einzud├Ąmmen.
  21. [b]Bostwick:[/b] Du meinst, um "die Geschichte unter Kontrolle zu halten".
  22. [b]Black-Box:[/b] Ihre Bem├╝hungen werden unz├Ąhlige andere Kolonien vor unn├Âtiger Panik bewahren.
  23. [b]Bostwick:[/b] Unn├Âtig? Es scheint mir ziemlich notwendig.
  24. [b]Black-Box:[/b] Ich versichere dir, dass es mit ziemlicher Sicherheit zu sp├Ąt ist, um irgendeines der gr├Â├čeren Bev├Âlkerungszentren auf Laika III zu evakuieren. Diese Menschen werden sterben, aber andere k├Ânnten gerettet werden.
  25. [b]Bostwick:[/b] Wir m├╝ssen es zumindest versuchen!
  26.  
  27. Ich hatte jahrelang den Helden vorget├Ąuscht. ├ťberlebensgro├č. Ich hatte mir immer gesagt, dass es nur ein Schauspiel war. Aber mit Bostwick vor mir stehend, bereit alles zu riskieren, wusste ich, dass ich nun auch daran glaubte. Und wenn ich es glaubte, warum konnte ich es dann nicht auch einfach leben? Was Maya machen sollte, war mir unklar geworden. Aber was FERO tun w├╝rde...? Das war der klarste meiner Gedanken.
  28.  
  29. [b]Maya:[/b] Kurs setzen nach Laika III.
  30.  
  31. Als wir aus Slipspace kamen, war das Cockpitfenster pl├Âtzlich blau und gr├╝n. Laika III sah nicht nur wie die Erde aus, sie sah wie eine perfekte Erde aus. Wundersch├Ân und ├╝ppig. Gepunktet mit St├Ądten, aber nicht ├╝berm├Ą├čig. Sogar Bostwick, die selten einen Grund fand, innezuhalten und die Sch├Ânheiten des Lebens zu genie├čen, war beeindruckt.
  32.  
  33. [b]Bostwick:[/b] Ist das... Alles B├Ąume?
  34. [b]Black-Box:[/b] Ich w├╝rde nicht zu emotional werden.
  35. [b]Mshak:[/b] Du wei├čt, dass da unten auch Leute sind.
  36. [b]Black-Box:[/b] Ja. Millionen. Deshalb bin ich neugierig, wie Maya alle davon ├╝berzeugen will, die scheinbar verzweifelten Vorhersagen von FERO, einem bekannten Terroristen, zu beachten und sie dann alle an Bord dieses zehnsitzigen Gef├Ąngnistransporters zu evakuieren. Ich habe vielleicht keinen physischen K├Ârper, aber selbst ich stell mir das eng vor.
  37. [b]Maya:[/b] Du hast Recht. Wir k├Ânnen nicht alle evakuieren... aber das m├╝ssen wir auch nicht. Wenn die Zerst├Ârung ├Ąhnlich abl├Ąuft, wie auf Conrad's Point, wird der Hauptschaden auf eine Region begrenzt sein. Wir m├╝ssen nur die Leute, die direkt darauf stehen, evakuieren.
  38. [b]Mshak:[/b] Ich scanne schon, die Oberfl├Ąche nach Unregelm├Ą├čigkeiten, und wenn die Wetterbedingungen ern-AGH!
  39.  
  40. Die erste Explosion war so pl├Âtzlich, dass ich dachte, wir h├Ątten einen verirrten Satelliten gerammt. Aber dann erschien eine Nachricht auf dem Bedienfeld.
  41.  
  42. "Ich sehe dich, FERO."
  43.  
  44. [b]Maya:[/b] Ilsa.
  45.  
  46. Ilsa Zane. Die zwei Meter gro├če, ausgemusterte Spartan und allgemeine Psychopathin mit Pl├Ąnen f├╝r einen totalen Krieg gegen das UNSC. Der Luftangriff hatte ihre Basis gepl├Ąttet und sie zum Ziel Nummer eins gemacht.
  47.  
  48. [b]Bostwick:[/b] Wie zum Teufel hat sie uns gefunden!?
  49. [b]Maya:[/b] Sie muss uns einen Tracker untergejubelt haben. Egal, sie ist jetzt hier.
  50.  
  51. Ich versuchte nachzudenken. Sie war uns ├╝berlegen. Vielleicht k├Ânnte ich noch den Slipspace-Antrieb wieder hochfahren. Aber es war bereits zu sp├Ąt.
  52.  
  53. [b]Black-Box:[/b] Wir haben gerade unsere Antriebe verloren.
  54.  
  55. Mshak ├╝bernahm das Com-System.
  56.  
  57. [b]Mshak:[/b] ├ähm, hi, hallo. ├äh, kurze Frage. Was w├Ąre, wenn es jemanden auf diesem Schiff g├Ąbe, der dir nichts getan hat und auf den du ├╝berhaupt nicht b├Âse warst? Und ...
  58. [b]Maya:[/b] Aus dem Weg, Mshak.
  59. [b]Mshak:[/b] Es war den Versuch wert!
  60. [b]Maya:[/b] Ilsa, h├Âr mir zu. Diese Kolonisten unten sind alle in Gefahr. Hier wird ein weiteres Event stattfinden.
  61. [b]Ilsa Zane:[/b] Und du hast mich direkt hierher gef├╝hrt! Ich sch├Ątze, ich schulde dir ein Dankesch├Ân, FERO. Was auch immer dort unten ist, hat das gesamte UNSC verschreckt. Und etwas so M├Ąchtiges wird ein sch├Âner Trost f├╝r die Armee sein, die du mir genommen hast. Also werde ich die Kontrolle ├╝ber dieses Ding ├╝bernehmen, es dem UNSC ins Maul stopfen und es durch ihre Eingeweide ziehen. Und in diesem Sinne ... Auf Wiedersehen, FERO.
  62.  
  63. Ich lie├č uns so schnell wie m├Âglich abtauchen, aber Ilsa hatte die meisten unserer Systeme bereits weitgehend zerst├Ârt.
  64.  
  65. [b]Black-Box:[/b] Maya, gib mir die Steuerung.
  66. [b]Maya:[/b] Warum? Damit du uns absichtlich abst├╝rzen lassen kannst?
  67. [b]Black-Box:[/b] Nein, damit ich dein Leben retten kann. Du hast nicht die F├Ąhigkeit, dieses Schiff bei diesen Geschwindigkeiten und Schaden zu landen, aber ich kann es.
  68.  
  69. Ich konnte die Folgen des schnellen Wiedereintritts ├╝berall um mich herum h├Âren. Wir durchschnitten die Atmosph├Ąre mit wahnsinniger Geschwindigkeit und der Schiffsrumpf hielt kaum noch zusammen.
  70.  
  71. [b]Bostwick:[/b] H├Âr nicht auf ihn. Wenn das Schiff explodiert, sind wir tot, aber ihm geht es gut. Er wird einfach wieder irgendwo in ONI aufwachen.
  72. [b]Black-Box:[/b] Maya, ich verspreche dir, ich will dich nicht in Gefahr bringen. Du kannst dieses Schiff nicht landen. Ich aber!
  73.  
  74. Ich konnte f├╝hlen, wie sich das Schiff um mich herum aufheizte, wie die T├╝rdichtungen anfingen zu schmelzen und sich zu verbiegen.
  75.  
  76. [b]Maya:[/b] Gut! Mach!
  77.  
  78. Ich ├╝bergab die Navigationskontrolle BB und schloss meine Augen, als sich die G-Kr├Ąfte weiter aufbauten. Und dann war alles nurnoch ... schwarz. Oder wei├č ... Ich kann mich nicht erinnern. Es ist alles ... verschwommen. Ich kann mich nicht erinnern. Je mehr ich versuche, desto mehr rutscht es weg. Die einzigen Dinge, die echt wirken, waren Feuer. Und dann die Erde... Und dann der Himmel...
  79. Das N├Ąchste, an das ich mich erinnere, war das Gef├╝hl von k├╝hlen Laken auf meiner Haut. Dann der Geruch von Gras. Schmelzender Schnee. Ich wollte meine Augen nicht ├Âffnen. Alles f├╝hlte sich so gut an. So sicher. F├╝r einen Moment f├╝hlte es sich an, als w├Ąre alles nur ein Traum gewesen. Ich w├╝rde in der H├╝tte aufwachen. Mein Vater w├╝rde jeden Moment hereinkommen und mich mit dem leisesten Fl├╝stern wecken. Ich h├Ârte seine Stimme, als ich meine Augen ├Âffnete.
  80.  
  81.  
  82. Sonnenlicht. Vogelgesang. Leinent├╝cher und Kiefern. W├Ąren da nicht die Kultisten, w├Ąre es ganz nett gewesen.
  83.  
  84. [img]images/Pages/Games/HTT/Dasc.jpg[/img]
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  87. [b]Dasc Gevadim:[/b] Guten Morgen, Liebes.
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  89. Der Schein der Morgensonne schwebte sanft und ruhig um ihn herum. Er stand ├╝ber mir. Alles, was ich zuerst sah, war dieser liebevolle Blick. Er fixierte mich. Aber langsam konnte ich mich wieder fokusieren, und dann sah ich ihn ... enge, blasse Haut und kratziger Bart und keine Augenbrauen. Ich hatte ihn schon einmal gesehen. In einem Video, dass mir Mshak im Safe Haus gezeigt hatte. Dasc Gevadim. Der F├╝hrer des Triadenkultes.
  90.  
  91. [b]Dasc:[/b] Es ist alles in Ordnung. Es ist okay, du bist in Sicherheit. Du bist gesch├╝tzt.
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  93. Ich versuchte alles zusammenzusetzen. Der Absturz. Ich hatte ├╝berlebt. Die Triaden mussten mich gefunden und hierher gebracht haben. Und dann erinnerte ich mich-
  94.  
  95. [b]Maya:[/b] Bostwick! Mshak!
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  97. Ich sprang auf, aber das war zu schnell. Mein Kopf pochte. Ich fiel zur├╝ck aufs Bett.
  98.  
  99. [b]Maya:[/b] Ahhhh...
  100. [b]Dasc:[/b] Langsam. Laaangsam, meine Liebe, dein schmerzender K├Ârper, dein aufgew├╝hlter Verstand... du hast einen heftigen Aufschlag ├╝berlebt, du musst so viel durchgemacht haben. Aber du kannst dich jetzt beruhigen. Deine Freunde sind am Leben, du lebst, sehr sogar. Du bist angekommen und du bist in Sicherheit.
  101. [b]Maya:[/b] Ich muss sie sehen.
  102. [b]Dasc:[/b] Und das wirst du. Sehr bald schon. Oh, bitte verzeih mir mein Hochgef├╝hl. Du musst verstehen, die Tatsache, dass du hier bist, ist nicht zuf├Ąllig. Unser Universum hat uns immer schon in einem Gleichklang bewegt, weder durch einem g├Âttlichen Puppenspieler, noch durch den Zufall, sondern einfach durch den Impuls des Unausweichlichen. Wir haben diesen Punkt fast erreicht, und auf diesen letzten Metern reiften die Fr├╝chte dieser Konvergenz exponentiell. Und jetzt kommst du in einem schrillen Feuerball aus den Wolken zu uns herab! WOOOOOOO SHOO BOOM! HA-HA, ich sah es und fiel auf meine Knie, mein Unglaube ergab sich der Ehrfurcht, entz├╝ckt der Flammen, wartete ich ungeduldig darauf, dass meine Leute mir sagten, du h├Ąttest ├╝berlebt und dann, als sie mir erz├Ąhlten, wer du warst! Was mir nat├╝rlich bereits bekannt gewesen w├Ąre!
  103.  
  104. Ich erstarte. F├╝r wen hielt er mich? Dieses warme, gelassene L├Ącheln von ihm strahlte ├╝ber mich... Es begann sich k├╝hl und gef├Ąhrlich anzuf├╝hlen.
  105.  
  106. [b]Dasc:[/b] Dies ist der Tag. Die Transzendenz ist zum Greifen nahe, und Du, die gro├če FERO, bist gerade rechtzeitig vom Himmel gefallen.
  107. [b]Maya:[/b] Woher ...
  108. [b]Dasc:[/b] Ich bin zutiefst ergeben.
  109. [b]Maya:[/b] Gerade rechtzeitig f├╝r...?
  110. [b]Dasc:[/b] Nein, nein, nein, nein, nein, nein! Shhhhh ... Meine Liebe, bitte. Sprich nicht. Wir d├╝rfen nicht zulassen, dass der schillernde Nektar deines Verstandes f├╝r die Nachwelt nicht aufgefangen wird. Begleite mich zur Evaluation. Du wei├čt garnicht, wie viel Gutes du gerade der Menschheit tust.
  111.  
  112. Ich versuchte mich zusammenzurei├čen, aber mein Kopf f├╝hlte sich immer noch tr├Ąge an und bevor ich es wusste, nahm er meine Hand, hob mich auf die F├╝├če und f├╝hrte mich in den hellen Morgen. Es geschah alles schneller als ich es begreifen konnte.
  113. Das Triadenlager lag auf einer kleinen Lichtung, umgeben von einem sp├Ąrlich bewachsenem Wald. Ein paar standfeste Geb├Ąude waren verstreut, aber die Meisten schienen gerade erst angekommen und hatten Zelte aufgestellt oder lagen unter freiem Himmel. Alle, M├Ąnner, Frauen, Kinder, waren in einfachen Roben gekleidet, die um die Taille geschn├╝rt waren. Sie l├Ąchelten mit geschlossenen Lippen und verneigten ihre K├Âpfe, als wir vorbeikamen. Sie alle hatten den gleichen kurzen, flachen Haarschnitt, die Augenbrauen rasiert, diesen leuchtenden Ausdruck in den Augen. Es f├╝hlte sich an, als w├╝rden sie etwas seltsam Privates teilen. Ein paar M├Ąnner mittleren Alters rollten abwechselnd einen H├╝gel hinunter und tanzten wie Kinder, schwei├čgebadet. Die Leute schlugen ihre Arme um die H├╝ften und pressten ihre Stirn zusammen, w├Ąhrend sie summten. Ich h├Ątte schw├Âren k├Ânnen, dass irgendwo in den B├Ąumen ein Kind weinte, aber niemand schien es zu bemerken. Unter all diesem ... Frieden, f├╝hlte es sich an, als ob etwas brodeln w├╝rde, direkt unter der Oberfl├Ąche, etwas Tiefes und Schreckliches, das bereit war zu explodieren. Als Dasc mich durch diese surreale Szene f├╝hrte, nickte er seinen dankbaren Anh├Ąngern immer wieder v├Ąterlich zu. Die frische Luft auf meinen Wangen begann mich zu wecken, und mir wurde klar, dass Dasc meine Hand die ganze Zeit gehalten hatte. Mir war ├╝bel.
  114.  
  115. [b]Dasc:[/b] Wusstest du, dass, als die Allianz die bedeutenste Macht in unserer Galaxis war, sie von Hierarchien regiert wurde, einer Ordnung von drei Propheten, die mit den Segnungen eines Orakels ein neues Zeitalter einleiteten. Diese Hierarchien lagen richtig damit, die Kontinuit├Ąt zu sp├╝ren und zu h├╝ten, aber in ihrer Arroganz missverstanden sie bei ihren Untersuchungen die alten Texte und glaubten, das Triumvirat des Selbst sei physisch, wo es doch tats├Ąchlich im Geiste liegt. Es wird eine gro├če Wiedergeburt geben, meine Liebe.
  116.  
  117. Dasc f├╝hrte mich in ein kleines Zimmer. Im Inneren sah ich alte medizinische Instrumente auf einem Tisch.
  118.          
  119. [b]Maya:[/b] Was wird das?
  120. [b]Dasc:[/b] Nur ein einfacher Test. Ohne Auswirkungen ... oder Gewicht. Es ├Ąndert nichts und nimmt nur den Abdruck, den du selbst hinterlassen willst. Bitte. Setz dich.
  121.  
  122. Ich setzte mich an den Tisch gegen├╝ber von Dasc, als einer seiner Anh├Ąnger eine archaische Metallapparatur auf meine H├Ąnde und meinen Kopf legte. Die ganze Zeit verlor mich Dasc nicht aus den Augen. H├Ârte nie auf zu l├Ącheln. Ich sah zu dem Mann auf, der mich auf die Evaluation vorbereitete. Sein Gesicht war meinem unn├Âtig nahe, dunkle Kreise unter verzweifelten Augen, ein hartes L├Ącheln schnitt scharf in seine vollkommen glatte Haut. Aber sein Mund roch nach Galle. Ich hielt den Atem an.
  123.  
  124.  
  125. [b]Parson:[/b] Die Sch├Ânheit dieses Tages erf├╝llt meine Knochen mit Licht und ich werde f├╝r immer dem├╝tig sein.
  126. [b]Dasc:[/b] Danke f├╝r das Leuchten, Parson.
  127.  
  128. Der Mann beugte sich vor, k├╝sste Dascs Wange und lehnte sich mit den H├Ąnden ├╝ber sein Herz an die Wand. Dieses absto├čende L├Ącheln.
  129.  
  130. [b]Dasc:[/b] Was wei├čt du ├╝ber mich, FERO?
  131. [b]Maya:[/b] Sie sind ein spiritueller F├╝hrer.
  132. [b]Dasc:[/b] Das sind leere Worte von weit entfernten Richtern. Was wei├čt du ├╝ber mich?
  133. [b]Maya:[/b] Sie behaupten, dass jeder drei spirituelle Leben hat und Sie ermutigen Ihre Anh├Ąnger, alle von ihnen zu verbinden. Sie sagen ihnen, dass sie so Transzendenz erreichen k├Ânnen. Und Sie glauben, dass diese Anomalien ein One-Way-Ticket sind.
  134. [b]Dasc:[/b] Sehr gut. Aber w├Ąhrend die Worte deinen Mund f├╝llen, kommen sie nicht aus deiner Mitte. Warum tr├Ągst du so viel Widerstand gegen die Wahrheit?
  135. [b]Maya:[/b] Weil ich glaube, dass du Schlangen├Âl verkaufst.
  136.  
  137. Das schien Dasc's Sch├╝ler zu ver├Ąrgern. Er hob seine Hand und erstarrte.
  138.  
  139. [b]J├╝nger:[/b] Frieeeeede ... Es sei Friede!
  140. [b]Dasc:[/b] Bitte. Fahre fort.
  141. [b]Maya:[/b] Sie ... sie haben ein selbstgerechtes Glaubenssystem erschaffen und es in Mystik geh├╝llt. Das nutzen Sie, um verzweifelte Menschen einzufangen.
  142. [b]Dasc:[/b] Ich fange niemanden ein. Jeder hier ist aus freien St├╝cken gekommen und-
  143. [b]Maya:[/b] Jeder hier macht sich von Ihnen abh├Ąngig, weil Ihre Philosophie immer eine pers├Ânliche F├╝hrung ben├Âtigt. So haben Sie es geplant. Sie setzen das Ziel, also brauchen sie Sie zu jeder Zeit. Das macht Sie zu einem Scharlatan. Eigentlich ... wissen Sie was ich denke, Dasc?
  144. [b]Dasc:[/b] Mm. Sag es mir.
  145. [b]Maya:[/b] Ich denke diese Anomalie wird aus dem Boden kommen und ihr werdet alle sterben. Ich denke auch, dass, wenn Sie mir nicht zeigen, wo meine Freunde gerade sind, ich anfangen werde, diesen Ort auseinanderzunehmen.
  146.  
  147. Dasc's Blick wanderte zu einem seiner Gefolgsleute in der Ecke. Und sofort f├╝hrten sie Mschak in den Raum.
  148.  
  149. [b]Maya:[/b] Oh mein Gott, Mshak!
  150. [b]Mshak:[/b] FERO? Hey!
  151. [b]Maya:[/b] Geht es dir gut?
  152. [b]Mshak:[/b] Ja,  mir geht's gro├čartig. Hey, sieh dir diese tolle Robe an, die sie mir gegeben haben.
  153. [b]Maya:[/b] Ja. Ganz toll, Mshak. Wo ist Bostwick?
  154.  
  155. Mshak sah mich scharf an, dann legte er den Kopf in Richtung Dasc und die anderen Triaden, die in der Ecke redeten. Anscheinend wollte er nicht, dass sie sich fragen, wo Bostwick war.
  156.  
  157. [b]Mshak:[/b] Oh, Bostwick? Ja, sie ist ... Auf dem Feld, hilft mit den Neuank├Âmmlingen.
  158.  
  159. Er war ├╝berhaupt nicht subtil, aber ich hatte immer noch keine Ahnung, wo Bostwick war. Bevor ich fragen konnte, war Dasc wieder in meinem Ohr.
  160.          
  161. [b]Dasc:[/b] Ich sehe all den Schmerz in dir, FERO. Die gro├čen Verluste, die du durch das Leben zweier sehr unterschiedlichen, unverbundenen Leben erlitten haben musst. Es ist Zeit, dass du sie verbindest und du dein drittes Selbst annimmst. Nur dann kannst du wirklich Frieden finden.
  162. [b]Maya:[/b] Woher wusstest du, dass die Anomalie hier zuschlagen w├╝rde?
  163. [b]Dasc:[/b] Ich h├Ârte es kommen. Die Transzendenz singt in uns allen, wenn du ihr nur zuh├Ârtest, meine Liebe. Oh, diese Stimme ... ist ein gro├čes Jammern im Kosmos, und sie f├╝hrte mich mit nichts anderem als der Unvermeidlichkeit hierher. Wir sind dabei eine Wiedergeburt f├╝r die Menschheit zu erleben. Diejenigen, die bei mir bleiben und sich mit mir vereinen, werden gro├čen Frieden finden ...
  164.  
  165. Er lehnte sich zu mir und das L├Ącheln verschwand von seinem Gesicht.
  166.  
  167. [b]Dasc:[/b] ... und diejenigen, die sich an sich selbst klammern, werden auseinandergerissen werden. Aber sorge dich nicht, meine Liebe. Ich werde nicht zulassen, dass dir das passiert. Sein Gesicht entspannte sich sofort wieder, als er sich schnell umdrehte und mit seinen J├╝ngern auf den Fersen aus dem Raum begab.
  168. [b]Maya:[/b] Mshak! Wir m├╝ssen los.
  169. [b]Mshak:[/b] Okay ...
  170.  
  171. Als ich mich der T├╝r zuwandte, merkte ich, dass ein halbes Dutzend M├Ąnner gekommen waren und drau├čen Wache standen. Dasc w├╝rde uns nicht gehen lassen. Ich suchte den Raum ab und suchte nach einem anderen Ausweg, als die M├Ąnner drau├čen anfingen ... zu st├Âhnen.
  172.  
  173. [b]Dasc:[/b] Schreiet, schreiet, meine Kinder! Ja ... Ja!
  174.  
  175. Dasc betrat wieder den Raum und streckte seine Hand nach mir aus.
  176.  
  177. [b]Dasc:[/b] FERO, vom Himmel gefallen; erhebt euch und schlie├čt euch mir an, denn ihr geh├Ârt zu den Gl├╝cklichen, die Zeugnis ablegen werden.
  178.  
  179. Sie f├╝hren Mshak und mich auf die Lichtung hinaus. Alle Anh├Ąnger umgaben uns, standen und st├Âhnten, Arme ausgestreckt. Ich wusste nicht, wonach sie griffen. Bis ich die Felsen sah.
  180.  
  181. [b]Mshak:[/b] Okay ... Das ist nicht normal.
  182.  
  183. Steine, Kieselsteine, St├Âcke ... sie stiegen auf und schwebten in der Luft um uns herum. Ich sp├╝rte, wie meine F├╝├če auf dem Boden leicht wurden.
  184.  
  185. [b]Black-Box:[/b] Gravitationsst├Ârungen ...
  186. [b]Maya:[/b] Es f├Ąngt an, wir m├╝ssen gehen.
  187.  
  188. Lose Teile der Welt schwebten ├╝berall herum.
  189.  
  190. [b]Dasc:[/b] Ihr Kinder des Universums ...
  191.  
  192. Ich drehte mich um und sah Dasc in der Mitte der Lichtung stehen. Seine Anh├Ąnger sammelten sich um ihn. Pl├Âtzlich schwebte Dasc, einen Meter ├╝ber dem Gras, seine Augen gen Himmel.
  193.  
  194. [b]Mshak:[/b] Ähm, siehst du das!?
  195. [b]Dasc:[/b] In dieser L├╝genebene von Kausalit├Ąt und Partikel, wo unsere zentrale Kraft sanftm├╝tig und still ist, genau wie die Schwerkraft, die in Ebenen abf├Ąllt, die von organischen Augen nicht gesehen und vom Verstand eines Affen nicht begriffen werden kann, erheben wir uns ├╝ber diese Membran hinaus zu den h├Âheren Ebenen, wo das Hier nichts und Jetzt nichts ist. Und so kommen wir dahin, wo uns das Dritte Leben erscheine.
  196.  
  197. Mit Dasc, der in der Luft ├╝ber uns schwebte, beobachtete ich, wie einige seiner Anh├Ąnger sich ebenfalls erhoben und ihre F├╝├če langsam vom Boden aufstiegen. Dann drehte sich Dasc um und sah mich direkt an.
  198.  
  199. [b]Dasc:[/b] Das Ende hat begonnen.
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