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Hunt the Truth 2.5. Where the Third Life Shines (de)

a guest Aug 1st, 2018 69 Never
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  1. Ich konnte nicht glauben, dass wir mit allen Gliedern intakt entkommen waren. Aber die Schiffsherrin hatte unsere Bedingungen akzeptiert und nun lag die Kig-Yar Horror Show hinter uns. Wir waren am Leben. Und, glücklicherweise, außerhalb des Jackal Perimeter.
  2.  
  3. [b]Black-Box:[/b] Ich habe die atmosphärischen Messwerte von Aris Datenchip analysiert.
  4. [b]Maya:[/b] Hilfst du jetzt? Ich dachte du wärst der Firma verbunden.
  5. [b]Black-Box:[/b] Das bin ich. Aber ich wusste, dass du Mishak bitten würdest, es zu tun, also dachte ich, ich könnte es genauso gut selbst erledigen. Zwischen diesen Werten und denen der anderen vier Kolonien - die Wetterbedingungen rausgerechnet - ist ein Muster erkennbar.
  6. [b]Maya:[/b] Ein Muster? Welche Art von Muster?
  7. [b]Black-Box:[/b] In den Tagen und Stunden, die zu den Anomalien führten, erlebte jeder Planet eine spezifische Welle von gravitativen und elektromagnetischen Störungen.
  8. [b]Maya:[/b] Wenn wir also einen Planeten finden, der dieselben Störungen erfährt, können wir die nächste Anomalie vorhersagen! Mshak, kannst du diese Muster gegen die aktuellen Bedingungen der lokalen Kolonien prüfen?
  9. [b]Mshak:[/b] Schon dabei! Ich kann nur auf ein paar nahegelegene Welten zugreifen, aber ... es gibt eine Übereinstimmung. Ein Planet namens Laika III. Statistisch gesehen, haben sie einen wirklich schlechten Tag vor sich.
  10. [b]Bostwick:[/b] Wir müssen sie warnen, ihnen helfen zu evakuieren, was immer wir tun müssen!
  11. [b]Black-Box:[/b] Bevor ihr euren Kurs festlegt, solltet ihr wissen, dass ich meine Ergebnisse auch an das ONI-Hauptquartier übermittelt habe.
  12. [b]Bostwick:[/b] Du hast was gemacht?!
  13. [b]Mshak:[/b] Erschießt ihn!
  14. [b]Black-Box:[/b] Eine stark bevölkerte Welt wird von einer Anomalie getroffen, die sich als katastrophal erwiesen hat. Millionen von Leben könnten auf dem Spiel stehen. Die mit ihrer Verteidigung beauftragte Regierung musste darauf aufmerksam gemacht werden.
  15. [b]Maya:[/b] ONI wird diese Leute nicht retten! Sie werden diese Leute sterben lassen, weil sie das immer tun. Das weißt du!
  16. [b]Mshak:[/b] Erschießt ihn!
  17. [b]Black-Box:[/b] Ja, Maya, das weiß ich. ONI wird auf Laika III keine Leben retten, weil diese Leben nicht zu rettet sind.
  18. [b]Bostwick:[/b] Das weißt du nicht!
  19. [b]Mshak:[/b] Du solltest ihn definitiv erschießen!
  20. [b]Black-Box:[/b] Das UNSC wird Truppen nach Laika III entsenden mit der Anweisung, den Schaden einzudämmen.
  21. [b]Bostwick:[/b] Du meinst, um "die Geschichte unter Kontrolle zu halten".
  22. [b]Black-Box:[/b] Ihre Bemühungen werden unzählige andere Kolonien vor unnötiger Panik bewahren.
  23. [b]Bostwick:[/b] Unnötig? Es scheint mir ziemlich notwendig.
  24. [b]Black-Box:[/b] Ich versichere dir, dass es mit ziemlicher Sicherheit zu spät ist, um irgendeines der größeren Bevölkerungszentren auf Laika III zu evakuieren. Diese Menschen werden sterben, aber andere könnten gerettet werden.
  25. [b]Bostwick:[/b] Wir müssen es zumindest versuchen!
  26.  
  27. Ich hatte jahrelang den Helden vorgetäuscht. Überlebensgroß. Ich hatte mir immer gesagt, dass es nur ein Schauspiel war. Aber mit Bostwick vor mir stehend, bereit alles zu riskieren, wusste ich, dass ich nun auch daran glaubte. Und wenn ich es glaubte, warum konnte ich es dann nicht auch einfach leben? Was Maya machen sollte, war mir unklar geworden. Aber was FERO tun würde...? Das war der klarste meiner Gedanken.
  28.  
  29. [b]Maya:[/b] Kurs setzen nach Laika III.
  30.  
  31. Als wir aus Slipspace kamen, war das Cockpitfenster plötzlich blau und grün. Laika III sah nicht nur wie die Erde aus, sie sah wie eine perfekte Erde aus. Wunderschön und üppig. Gepunktet mit Städten, aber nicht übermäßig. Sogar Bostwick, die selten einen Grund fand, innezuhalten und die Schönheiten des Lebens zu genießen, war beeindruckt.
  32.  
  33. [b]Bostwick:[/b] Ist das... Alles Bäume?
  34. [b]Black-Box:[/b] Ich würde nicht zu emotional werden.
  35. [b]Mshak:[/b] Du weißt, dass da unten auch Leute sind.
  36. [b]Black-Box:[/b] Ja. Millionen. Deshalb bin ich neugierig, wie Maya alle davon überzeugen will, die scheinbar verzweifelten Vorhersagen von FERO, einem bekannten Terroristen, zu beachten und sie dann alle an Bord dieses zehnsitzigen Gefängnistransporters zu evakuieren. Ich habe vielleicht keinen physischen Körper, aber selbst ich stell mir das eng vor.
  37. [b]Maya:[/b] Du hast Recht. Wir können nicht alle evakuieren... aber das müssen wir auch nicht. Wenn die Zerstörung ähnlich abläuft, wie auf Conrad's Point, wird der Hauptschaden auf eine Region begrenzt sein. Wir müssen nur die Leute, die direkt darauf stehen, evakuieren.
  38. [b]Mshak:[/b] Ich scanne schon, die Oberfläche nach Unregelmäßigkeiten, und wenn die Wetterbedingungen ern-AGH!
  39.  
  40. Die erste Explosion war so plötzlich, dass ich dachte, wir hätten einen verirrten Satelliten gerammt. Aber dann erschien eine Nachricht auf dem Bedienfeld.
  41.  
  42. "Ich sehe dich, FERO."
  43.  
  44. [b]Maya:[/b] Ilsa.
  45.  
  46. Ilsa Zane. Die zwei Meter große, ausgemusterte Spartan und allgemeine Psychopathin mit Plänen für einen totalen Krieg gegen das UNSC. Der Luftangriff hatte ihre Basis geplättet und sie zum Ziel Nummer eins gemacht.
  47.  
  48. [b]Bostwick:[/b] Wie zum Teufel hat sie uns gefunden!?
  49. [b]Maya:[/b] Sie muss uns einen Tracker untergejubelt haben. Egal, sie ist jetzt hier.
  50.  
  51. Ich versuchte nachzudenken. Sie war uns überlegen. Vielleicht könnte ich noch den Slipspace-Antrieb wieder hochfahren. Aber es war bereits zu spät.
  52.  
  53. [b]Black-Box:[/b] Wir haben gerade unsere Antriebe verloren.
  54.  
  55. Mshak übernahm das Com-System.
  56.  
  57. [b]Mshak:[/b] Ähm, hi, hallo. Äh, kurze Frage. Was wäre, wenn es jemanden auf diesem Schiff gäbe, der dir nichts getan hat und auf den du überhaupt nicht böse warst? Und ...
  58. [b]Maya:[/b] Aus dem Weg, Mshak.
  59. [b]Mshak:[/b] Es war den Versuch wert!
  60. [b]Maya:[/b] Ilsa, hör mir zu. Diese Kolonisten unten sind alle in Gefahr. Hier wird ein weiteres Event stattfinden.
  61. [b]Ilsa Zane:[/b] Und du hast mich direkt hierher geführt! Ich schätze, ich schulde dir ein Dankeschön, FERO. Was auch immer dort unten ist, hat das gesamte UNSC verschreckt. Und etwas so Mächtiges wird ein schöner Trost für die Armee sein, die du mir genommen hast. Also werde ich die Kontrolle über dieses Ding übernehmen, es dem UNSC ins Maul stopfen und es durch ihre Eingeweide ziehen. Und in diesem Sinne ... Auf Wiedersehen, FERO.
  62.  
  63. Ich ließ uns so schnell wie möglich abtauchen, aber Ilsa hatte die meisten unserer Systeme bereits weitgehend zerstört.
  64.  
  65. [b]Black-Box:[/b] Maya, gib mir die Steuerung.
  66. [b]Maya:[/b] Warum? Damit du uns absichtlich abstürzen lassen kannst?
  67. [b]Black-Box:[/b] Nein, damit ich dein Leben retten kann. Du hast nicht die Fähigkeit, dieses Schiff bei diesen Geschwindigkeiten und Schaden zu landen, aber ich kann es.
  68.  
  69. Ich konnte die Folgen des schnellen Wiedereintritts überall um mich herum hören. Wir durchschnitten die Atmosphäre mit wahnsinniger Geschwindigkeit und der Schiffsrumpf hielt kaum noch zusammen.
  70.  
  71. [b]Bostwick:[/b] Hör nicht auf ihn. Wenn das Schiff explodiert, sind wir tot, aber ihm geht es gut. Er wird einfach wieder irgendwo in ONI aufwachen.
  72. [b]Black-Box:[/b] Maya, ich verspreche dir, ich will dich nicht in Gefahr bringen. Du kannst dieses Schiff nicht landen. Ich aber!
  73.  
  74. Ich konnte fühlen, wie sich das Schiff um mich herum aufheizte, wie die Türdichtungen anfingen zu schmelzen und sich zu verbiegen.
  75.  
  76. [b]Maya:[/b] Gut! Mach!
  77.  
  78. Ich übergab die Navigationskontrolle BB und schloss meine Augen, als sich die G-Kräfte weiter aufbauten. Und dann war alles nurnoch ... schwarz. Oder weiß ... Ich kann mich nicht erinnern. Es ist alles ... verschwommen. Ich kann mich nicht erinnern. Je mehr ich versuche, desto mehr rutscht es weg. Die einzigen Dinge, die echt wirken, waren Feuer. Und dann die Erde... Und dann der Himmel...
  79. Das Nächste, an das ich mich erinnere, war das Gefühl von kühlen Laken auf meiner Haut. Dann der Geruch von Gras. Schmelzender Schnee. Ich wollte meine Augen nicht öffnen. Alles fühlte sich so gut an. So sicher. Für einen Moment fühlte es sich an, als wäre alles nur ein Traum gewesen. Ich würde in der Hütte aufwachen. Mein Vater würde jeden Moment hereinkommen und mich mit dem leisesten Flüstern wecken. Ich hörte seine Stimme, als ich meine Augen öffnete.
  80.  
  81.  
  82. Sonnenlicht. Vogelgesang. Leinentücher und Kiefern. Wären da nicht die Kultisten, wäre es ganz nett gewesen.
  83.  
  84. [img]images/Pages/Games/HTT/Dasc.jpg[/img]
  85.  
  86.  
  87. [b]Dasc Gevadim:[/b] Guten Morgen, Liebes.
  88.  
  89. Der Schein der Morgensonne schwebte sanft und ruhig um ihn herum. Er stand über mir. Alles, was ich zuerst sah, war dieser liebevolle Blick. Er fixierte mich. Aber langsam konnte ich mich wieder fokusieren, und dann sah ich ihn ... enge, blasse Haut und kratziger Bart und keine Augenbrauen. Ich hatte ihn schon einmal gesehen. In einem Video, dass mir Mshak im Safe Haus gezeigt hatte. Dasc Gevadim. Der Führer des Triadenkultes.
  90.  
  91. [b]Dasc:[/b] Es ist alles in Ordnung. Es ist okay, du bist in Sicherheit. Du bist geschützt.
  92.  
  93. Ich versuchte alles zusammenzusetzen. Der Absturz. Ich hatte überlebt. Die Triaden mussten mich gefunden und hierher gebracht haben. Und dann erinnerte ich mich-
  94.  
  95. [b]Maya:[/b] Bostwick! Mshak!
  96.  
  97. Ich sprang auf, aber das war zu schnell. Mein Kopf pochte. Ich fiel zurück aufs Bett.
  98.  
  99. [b]Maya:[/b] Ahhhh...
  100. [b]Dasc:[/b] Langsam. Laaangsam, meine Liebe, dein schmerzender Körper, dein aufgewühlter Verstand... du hast einen heftigen Aufschlag überlebt, du musst so viel durchgemacht haben. Aber du kannst dich jetzt beruhigen. Deine Freunde sind am Leben, du lebst, sehr sogar. Du bist angekommen und du bist in Sicherheit.
  101. [b]Maya:[/b] Ich muss sie sehen.
  102. [b]Dasc:[/b] Und das wirst du. Sehr bald schon. Oh, bitte verzeih mir mein Hochgefühl. Du musst verstehen, die Tatsache, dass du hier bist, ist nicht zufällig. Unser Universum hat uns immer schon in einem Gleichklang bewegt, weder durch einem göttlichen Puppenspieler, noch durch den Zufall, sondern einfach durch den Impuls des Unausweichlichen. Wir haben diesen Punkt fast erreicht, und auf diesen letzten Metern reiften die Früchte dieser Konvergenz exponentiell. Und jetzt kommst du in einem schrillen Feuerball aus den Wolken zu uns herab! WOOOOOOO SHOO BOOM! HA-HA, ich sah es und fiel auf meine Knie, mein Unglaube ergab sich der Ehrfurcht, entzückt der Flammen, wartete ich ungeduldig darauf, dass meine Leute mir sagten, du hättest überlebt und dann, als sie mir erzählten, wer du warst! Was mir natürlich bereits bekannt gewesen wäre!
  103.  
  104. Ich erstarte. Für wen hielt er mich? Dieses warme, gelassene Lächeln von ihm strahlte über mich... Es begann sich kühl und gefährlich anzufühlen.
  105.  
  106. [b]Dasc:[/b] Dies ist der Tag. Die Transzendenz ist zum Greifen nahe, und Du, die große FERO, bist gerade rechtzeitig vom Himmel gefallen.
  107. [b]Maya:[/b] Woher ...
  108. [b]Dasc:[/b] Ich bin zutiefst ergeben.
  109. [b]Maya:[/b] Gerade rechtzeitig für...?
  110. [b]Dasc:[/b] Nein, nein, nein, nein, nein, nein! Shhhhh ... Meine Liebe, bitte. Sprich nicht. Wir dürfen nicht zulassen, dass der schillernde Nektar deines Verstandes für die Nachwelt nicht aufgefangen wird. Begleite mich zur Evaluation. Du weißt garnicht, wie viel Gutes du gerade der Menschheit tust.
  111.  
  112. Ich versuchte mich zusammenzureißen, aber mein Kopf fühlte sich immer noch träge an und bevor ich es wusste, nahm er meine Hand, hob mich auf die Füße und führte mich in den hellen Morgen. Es geschah alles schneller als ich es begreifen konnte.
  113. Das Triadenlager lag auf einer kleinen Lichtung, umgeben von einem spärlich bewachsenem Wald. Ein paar standfeste Gebäude waren verstreut, aber die Meisten schienen gerade erst angekommen und hatten Zelte aufgestellt oder lagen unter freiem Himmel. Alle, Männer, Frauen, Kinder, waren in einfachen Roben gekleidet, die um die Taille geschnürt waren. Sie lächelten mit geschlossenen Lippen und verneigten ihre Köpfe, als wir vorbeikamen. Sie alle hatten den gleichen kurzen, flachen Haarschnitt, die Augenbrauen rasiert, diesen leuchtenden Ausdruck in den Augen. Es fühlte sich an, als würden sie etwas seltsam Privates teilen. Ein paar Männer mittleren Alters rollten abwechselnd einen Hügel hinunter und tanzten wie Kinder, schweißgebadet. Die Leute schlugen ihre Arme um die Hüften und pressten ihre Stirn zusammen, während sie summten. Ich hätte schwören können, dass irgendwo in den Bäumen ein Kind weinte, aber niemand schien es zu bemerken. Unter all diesem ... Frieden, fühlte es sich an, als ob etwas brodeln würde, direkt unter der Oberfläche, etwas Tiefes und Schreckliches, das bereit war zu explodieren. Als Dasc mich durch diese surreale Szene führte, nickte er seinen dankbaren Anhängern immer wieder väterlich zu. Die frische Luft auf meinen Wangen begann mich zu wecken, und mir wurde klar, dass Dasc meine Hand die ganze Zeit gehalten hatte. Mir war übel.
  114.  
  115. [b]Dasc:[/b] Wusstest du, dass, als die Allianz die bedeutenste Macht in unserer Galaxis war, sie von Hierarchien regiert wurde, einer Ordnung von drei Propheten, die mit den Segnungen eines Orakels ein neues Zeitalter einleiteten. Diese Hierarchien lagen richtig damit, die Kontinuität zu spüren und zu hüten, aber in ihrer Arroganz missverstanden sie bei ihren Untersuchungen die alten Texte und glaubten, das Triumvirat des Selbst sei physisch, wo es doch tatsächlich im Geiste liegt. Es wird eine große Wiedergeburt geben, meine Liebe.
  116.  
  117. Dasc führte mich in ein kleines Zimmer. Im Inneren sah ich alte medizinische Instrumente auf einem Tisch.
  118.          
  119. [b]Maya:[/b] Was wird das?
  120. [b]Dasc:[/b] Nur ein einfacher Test. Ohne Auswirkungen ... oder Gewicht. Es ändert nichts und nimmt nur den Abdruck, den du selbst hinterlassen willst. Bitte. Setz dich.
  121.  
  122. Ich setzte mich an den Tisch gegenüber von Dasc, als einer seiner Anhänger eine archaische Metallapparatur auf meine Hände und meinen Kopf legte. Die ganze Zeit verlor mich Dasc nicht aus den Augen. Hörte nie auf zu lächeln. Ich sah zu dem Mann auf, der mich auf die Evaluation vorbereitete. Sein Gesicht war meinem unnötig nahe, dunkle Kreise unter verzweifelten Augen, ein hartes Lächeln schnitt scharf in seine vollkommen glatte Haut. Aber sein Mund roch nach Galle. Ich hielt den Atem an.
  123.  
  124.  
  125. [b]Parson:[/b] Die Schönheit dieses Tages erfüllt meine Knochen mit Licht und ich werde für immer demütig sein.
  126. [b]Dasc:[/b] Danke für das Leuchten, Parson.
  127.  
  128. Der Mann beugte sich vor, küsste Dascs Wange und lehnte sich mit den Händen über sein Herz an die Wand. Dieses abstoßende Lächeln.
  129.  
  130. [b]Dasc:[/b] Was weißt du über mich, FERO?
  131. [b]Maya:[/b] Sie sind ein spiritueller Führer.
  132. [b]Dasc:[/b] Das sind leere Worte von weit entfernten Richtern. Was weißt du über mich?
  133. [b]Maya:[/b] Sie behaupten, dass jeder drei spirituelle Leben hat und Sie ermutigen Ihre Anhänger, alle von ihnen zu verbinden. Sie sagen ihnen, dass sie so Transzendenz erreichen können. Und Sie glauben, dass diese Anomalien ein One-Way-Ticket sind.
  134. [b]Dasc:[/b] Sehr gut. Aber während die Worte deinen Mund füllen, kommen sie nicht aus deiner Mitte. Warum trägst du so viel Widerstand gegen die Wahrheit?
  135. [b]Maya:[/b] Weil ich glaube, dass du Schlangenöl verkaufst.
  136.  
  137. Das schien Dasc's Schüler zu verärgern. Er hob seine Hand und erstarrte.
  138.  
  139. [b]Jünger:[/b] Frieeeeede ... Es sei Friede!
  140. [b]Dasc:[/b] Bitte. Fahre fort.
  141. [b]Maya:[/b] Sie ... sie haben ein selbstgerechtes Glaubenssystem erschaffen und es in Mystik gehüllt. Das nutzen Sie, um verzweifelte Menschen einzufangen.
  142. [b]Dasc:[/b] Ich fange niemanden ein. Jeder hier ist aus freien Stücken gekommen und-
  143. [b]Maya:[/b] Jeder hier macht sich von Ihnen abhängig, weil Ihre Philosophie immer eine persönliche Führung benötigt. So haben Sie es geplant. Sie setzen das Ziel, also brauchen sie Sie zu jeder Zeit. Das macht Sie zu einem Scharlatan. Eigentlich ... wissen Sie was ich denke, Dasc?
  144. [b]Dasc:[/b] Mm. Sag es mir.
  145. [b]Maya:[/b] Ich denke diese Anomalie wird aus dem Boden kommen und ihr werdet alle sterben. Ich denke auch, dass, wenn Sie mir nicht zeigen, wo meine Freunde gerade sind, ich anfangen werde, diesen Ort auseinanderzunehmen.
  146.  
  147. Dasc's Blick wanderte zu einem seiner Gefolgsleute in der Ecke. Und sofort führten sie Mschak in den Raum.
  148.  
  149. [b]Maya:[/b] Oh mein Gott, Mshak!
  150. [b]Mshak:[/b] FERO? Hey!
  151. [b]Maya:[/b] Geht es dir gut?
  152. [b]Mshak:[/b] Ja,  mir geht's großartig. Hey, sieh dir diese tolle Robe an, die sie mir gegeben haben.
  153. [b]Maya:[/b] Ja. Ganz toll, Mshak. Wo ist Bostwick?
  154.  
  155. Mshak sah mich scharf an, dann legte er den Kopf in Richtung Dasc und die anderen Triaden, die in der Ecke redeten. Anscheinend wollte er nicht, dass sie sich fragen, wo Bostwick war.
  156.  
  157. [b]Mshak:[/b] Oh, Bostwick? Ja, sie ist ... Auf dem Feld, hilft mit den Neuankömmlingen.
  158.  
  159. Er war überhaupt nicht subtil, aber ich hatte immer noch keine Ahnung, wo Bostwick war. Bevor ich fragen konnte, war Dasc wieder in meinem Ohr.
  160.          
  161. [b]Dasc:[/b] Ich sehe all den Schmerz in dir, FERO. Die großen Verluste, die du durch das Leben zweier sehr unterschiedlichen, unverbundenen Leben erlitten haben musst. Es ist Zeit, dass du sie verbindest und du dein drittes Selbst annimmst. Nur dann kannst du wirklich Frieden finden.
  162. [b]Maya:[/b] Woher wusstest du, dass die Anomalie hier zuschlagen würde?
  163. [b]Dasc:[/b] Ich hörte es kommen. Die Transzendenz singt in uns allen, wenn du ihr nur zuhörtest, meine Liebe. Oh, diese Stimme ... ist ein großes Jammern im Kosmos, und sie führte mich mit nichts anderem als der Unvermeidlichkeit hierher. Wir sind dabei eine Wiedergeburt für die Menschheit zu erleben. Diejenigen, die bei mir bleiben und sich mit mir vereinen, werden großen Frieden finden ...
  164.  
  165. Er lehnte sich zu mir und das Lächeln verschwand von seinem Gesicht.
  166.  
  167. [b]Dasc:[/b] ... und diejenigen, die sich an sich selbst klammern, werden auseinandergerissen werden. Aber sorge dich nicht, meine Liebe. Ich werde nicht zulassen, dass dir das passiert. Sein Gesicht entspannte sich sofort wieder, als er sich schnell umdrehte und mit seinen Jüngern auf den Fersen aus dem Raum begab.
  168. [b]Maya:[/b] Mshak! Wir müssen los.
  169. [b]Mshak:[/b] Okay ...
  170.  
  171. Als ich mich der Tür zuwandte, merkte ich, dass ein halbes Dutzend Männer gekommen waren und draußen Wache standen. Dasc würde uns nicht gehen lassen. Ich suchte den Raum ab und suchte nach einem anderen Ausweg, als die Männer draußen anfingen ... zu stöhnen.
  172.  
  173. [b]Dasc:[/b] Schreiet, schreiet, meine Kinder! Ja ... Ja!
  174.  
  175. Dasc betrat wieder den Raum und streckte seine Hand nach mir aus.
  176.  
  177. [b]Dasc:[/b] FERO, vom Himmel gefallen; erhebt euch und schließt euch mir an, denn ihr gehört zu den Glücklichen, die Zeugnis ablegen werden.
  178.  
  179. Sie führen Mshak und mich auf die Lichtung hinaus. Alle Anhänger umgaben uns, standen und stöhnten, Arme ausgestreckt. Ich wusste nicht, wonach sie griffen. Bis ich die Felsen sah.
  180.  
  181. [b]Mshak:[/b] Okay ... Das ist nicht normal.
  182.  
  183. Steine, Kieselsteine, Stöcke ... sie stiegen auf und schwebten in der Luft um uns herum. Ich spürte, wie meine Füße auf dem Boden leicht wurden.
  184.  
  185. [b]Black-Box:[/b] Gravitationsstörungen ...
  186. [b]Maya:[/b] Es fängt an, wir müssen gehen.
  187.  
  188. Lose Teile der Welt schwebten überall herum.
  189.  
  190. [b]Dasc:[/b] Ihr Kinder des Universums ...
  191.  
  192. Ich drehte mich um und sah Dasc in der Mitte der Lichtung stehen. Seine Anhänger sammelten sich um ihn. Plötzlich schwebte Dasc, einen Meter über dem Gras, seine Augen gen Himmel.
  193.  
  194. [b]Mshak:[/b] Ähm, siehst du das!?
  195. [b]Dasc:[/b] In dieser Lügenebene von Kausalität und Partikel, wo unsere zentrale Kraft sanftmütig und still ist, genau wie die Schwerkraft, die in Ebenen abfällt, die von organischen Augen nicht gesehen und vom Verstand eines Affen nicht begriffen werden kann, erheben wir uns über diese Membran hinaus zu den höheren Ebenen, wo das Hier nichts und Jetzt nichts ist. Und so kommen wir dahin, wo uns das Dritte Leben erscheine.
  196.  
  197. Mit Dasc, der in der Luft über uns schwebte, beobachtete ich, wie einige seiner Anhänger sich ebenfalls erhoben und ihre Füße langsam vom Boden aufstiegen. Dann drehte sich Dasc um und sah mich direkt an.
  198.  
  199. [b]Dasc:[/b] Das Ende hat begonnen.
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