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Interview mit KJ Olaves

a guest Jan 20th, 2014 63 Never
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  1. Interview mit KJ Olafs
  2.  
  3. Was denkt Ihr über eure Auftritte?
  4. Wir machen uns da nicht allzu grosse Gedanken dazu. Unsere Auftritte sind spontan. Wir nehmen eine Kassette, hoffen dass wir sie das letzte Mal an die richtige Stelle gespult haben und legen los. Wir fordern unser Publikum auf, selber Kassetten mitzubringen (Anm. d. Red. BYOK, Bring your own Kassette). Das lockert die Beziehung zum Publikum auf und überrascht immer wieder mit interessanten Gesprächen.
  5.  
  6. An euren Auftritten passiert praktisch nichts.
  7. ...doch, doch. Olaf legt die Kassette ein und drückt Play. Das Stakkato des Kassetteneinlegen klingt wunderbar. Das steht im puren Gegensatz zu den perfekten Übergängen, welche die normalen DJ’s machen. Perfektionismus und ein durchgängiger Soundteppich könnt ihr von uns nicht erwarten.
  8.  
  9. Der Aufbau ist denkbar einfach.
  10. Wir sehnen uns nach Einfachheit. Unsere Welt wir immer komplexer und unübersichtlicher. Gerade in der Einfachheit liegt etwas Beruhigendes. Kassette rein, Play und mit Spannung erwarten was passiert. Mehr brauchen wir nicht für einen gelungenen Abend. Gut vieleicht noch einen Drink und ein Bier, damit mans erträgt (lacht).
  11.  
  12. Warum bezieht ihr euch auf den Hedonismus?
  13. Schau dich um, jeder richtet die Kamera auf sich selber und versucht dabei den ultimativen Spass dabei herauszuholen. Wir sind mittendrin und können uns diesem nicht ganz entziehen. Nur unsere Kassetten drücken noch die Sehnsucht nach Analogem und Begreifbarem aus. Und zudem: Unsere Kassetten werden nicht überwacht, da sie keinen Netzanschluss haben. Das ist definitiv ein Gewinn an Freiheit.
  14.  
  15. Seid ihr jetzt weniger paranoid?
  16. Wir waren immer paranoid und werden es immer bleiben. Nur so behalten wir ein bisschen kritische Sicht auf die Dinge.
  17. Wenn ihr auftretet, achtet ihr mehr aufs Gefühl oder auf den perfekten Sound?
  18. Definitiv das Gefühl, perfekten Sound kann man kaufen. Gefühl gibts gratis.
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  20. Wie würdet ihr euch selber als DJ’s einstufen?
  21. Nein, KJ’s (Anm. d. Red. Kassetten Jockeys) sind keine DJ’s. DJ’s sind Schwerstarbeiter, wir nehmen das ganze eher locker und nicht allzu sportlich. Ein DJ strukturiert den ganzen Abend, setzt bewusst Akzente und versucht das Publikum zur Ekstase zu bringen. Wir setzten aufs Prinzip Zufall und sind gänzlich talentfrei, das hat einen ganz anderen Reiz als eine perfekt durchinszenierte Nacht.
  22.  
  23. Was denkt ihr ist heutzutage gut?
  24. Kunst ohne das ganze Marketingbrimborium und Geldgedöns.
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  26. Wie habt ihr Olaf getroffen?
  27. Olaf ist zufällig an unserem alten Studio vorbeigeskatet und hat sich dafür interessiert was wir machen. So kam eins zum anderen und seither gibt es Olafs.
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  29. Möchtet ihr etwas hinzufügen?
  30. Nein wir können gerade nichts Herzerwärmendes für eure Leser hinzufügen.
  31. Danke fürs Interview.
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