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Arwellsches Neudenk

a guest Feb 2nd, 2015 769 Never
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  1. Die WIRKlichkeit
  2. Wirkung bedingt Veränderung. Von etwas Unveränderlichem kann keine Veränderung ausgehen.
  3. Von etwas Unveränderlichem kann keine Wirkung ausgehen. Auf etwas Unveränderliches kann NICHTS wirken.
  4.  
  5. Im Begriff WIRKlichkeit steckt schon das entscheidende Wort, denn etwas Unveränderliches kann NICHTS bewirken,
  6. genausowenig wie irgendetwas auf etwas Unveränderliches eine Wirkung haben kann, sonst wäre es nicht mehr unveränderlich.
  7. Folglich kann etwas Unveränderliches kein Ereignis, keine Folge haben. Über das Unveränderliche kann es kein Wissen geben.
  8.  
  9. Der Tod des NICHTS und seine Beerdigung
  10. Das NICHTS müßte unveränderlich sein. Zu keiner "Zeit", an keinem "Ort" dürfte sich je etwas verändern. Folglich müßte das NICHTS unendlich sein.
  11. Das NICHTS kann keine Zeit und keinen Ort haben, sonst kann es nicht das NICHTS sein.
  12. Die Konsequenz des Unveränderlichen wäre, daß es keine Konsequenzen und damit keine Wirkung geben könnte.
  13.  
  14. Der Umkehrschluß bedingt, daß die Wirklichkeit folglich der stetigen Veränderung unterliegt und unendlich/ewig sein muß.
  15.  
  16. Das ICH (oder das DU oder das WIR oder IHR oder SEELE) als Vorstellung etwas Unveränderlichem ist folglich ein Trugschluß.
  17.  
  18. Auch der Raum unterliegt der stetigen Veränderung. Die stetige Veränderung ist die EINZIGE Wirklichkeit. Die Unendlichkeit kann keine fixe/statische Zeit und keinen fixen/statischen Ort haben. Es gibt kein außerhalb/innerhalb der Unendlichkeit. Die Unendlichkeit hat keine Grenzen und kann folglich nicht absolut, ideal, optimal, endgültig oder sonst in irgendeiner Form unveränderlich werden. Die Unendlichkeit hat weder Anfang, noch Ende. Das Absolute wäre unveränderlich, ein Ideal wäre unveränderlich, das Endgültige wäre unveränderlich, das Optimale wäre unveränderlich...(Dies sind nur Formen).
  19. Genaugenommen sind Begriffe wie, sein, bin, ist, sind, nicht der stetigen Veränderung entsprechend, denn durch stetige Veränderung ist alles im WERDEN. Alles ist einzigartig, genauer: alles wird stetig einzigartig.
  20. Ein Ideal ist nicht denkbar, denn es wäre unveränderlich, dies steht im Widerspruch des Denkens selbst, das bereits Veränderung voraussetzt. Folglich kann es auch nichts identisches geben. Eine Identität ist eine Folge des NICHTS.
  21.  
  22. Heraklit: Panta Rhei, alles fließt. Trotzdem liegt die Betrachtung der Griechen im Kampf der Gegensätze, der Krieg ist der Vater aller Dinge. Veränderung ist nicht Krieg und nicht Frieden, nicht Entstehung und nicht Entropie(im Sinne Zerfall). Stetige Veränderung ist weder Konkurrenz, noch Kooperation. Dualismus entsteht aus einem konkreten und daher reduziertem Blickwinkel, der von unveränderlichen Idealen ausgeht.
  23. Stetige Veränderung geht weit über Konkurrenz/Kooperation hinaus, das ist wohl das, was die "Religionsstifter" mit Liebe bezeichnen.
  24.  
  25. Die "Philosophie der Mathematik" [1] zeigt nur teilweise die Problematik auf. Nichts kann nicht Raum sein.
  26.  
  27. Daraus ergibt sich, daß es keine Dimensionen geben kann, denn Geometrie ist in dieser Welt nicht darstellbar, da diese idealen Formen der stetigen Veränderung widersprechen, wie dies bereits die alten griechischen Philosophen wußten. Das gleiche gilt für die ursächlichen Ideale aus Platons Ideenlehre [2].
  28. Nichts kann nicht (sich stetig verändernder) Raum sein. Mathematik ist eine reduzierte Sicht auf die Welt. Wird aus dem Kommunikationsmittel Mathematik ein Selbstzweck, ist eine totalitäre Sicht nicht weit entfernt. Mathematik ist nicht geeignet, die Beziehungen zwischen Lebewesen zu beschreiben. Mit anderen Worten: Mathematik ist nicht in der Lage zu fühlen (bzw. zu empfinden) oder diese wiederzugeben.
  29. Gefühle und Empfindungen sind keine Frage von Komplexität, sondern von Verbundenheit, die nicht aufgelöst werden kann. Mathematik scheitert weniger an der Komplexität, denn in der reduzierten konkreten Betrachtung.
  30. Verbindung ergibt ohne Fühlen und Empfinden keinen Sinn. Zahlen, eine Figur des Ideals, verneinen Einzigartigkeit.
  31.  
  32. Das IDEAL stellt nach Ideenlehre ein Urbild dar. Ein Urbild ist im Sinne der stetigen Veränderung ein Widerspruch. Wettbewerb ist Selektion. Das Ideal ist Voraussetzung für Wettbewerb/Selektion. Selektion kann es in einer Welt der stetigen Veränderung nicht geben. Ein Ideal ist die Voraussetzung einer Regel oder eines Gesetz. Regeln kann es in einer Welt der stetigen Veränderung nicht geben.
  33. Die IDEE ist Bestandteil der Realität, nicht der Wirklichkeit [3].
  34. Ohne Idee ist die Betrachtung von Ideologien, Identität sinnlos, denn sie können nicht wirken/existieren.
  35. Natürliche Selektion steht im Widerspruch zur Evolution und zur Einzigartigkeit. Einzigartigkeit ist laut Darwin und allen Naturforschern/Evolutionsbiologen Voraussetzung der Evolution(stheorie). Symmetrie steht im Widerspruch zur stetigen Veränderung.
  36.  
  37. Nichts kann identisch sein. Auch der Mensch selbst muß sich stetig verändern, er kann sich immer nur selbstähnlich sein. Ein Stein muß sich stetig verändern, ansonsten wäre er nicht erkennbar, fühlbar. Gegensätze wären absolut und daher unveränderlich. Gegensätze können nur scheinbar sein. Konkretes Wissen kann folglich nur vorläufig sein.
  38.  
  39. Es kann KEINE unveränderlichen Naturgesetze geben, daher auch kein ableitbares Naturrecht. Es kann KEINE unveränderlichen Konstanten geben.
  40. Eine Welt der stetigen Veränderung ist unendlich und daher KEIN geschlossenes (oder offenes) System. Folglich KEIN Perpetuum Mobile
  41. Hegels Behauptung, daß Etwas zu NICHTS eine Beziehung habe, ist nicht haltbar, den Etwas kann immer nur zu Etwas eine Beziehung haben, auch wenn es "nicht Etwas" ist. Nicht Etwas ist nicht NICHTS.
  42.  
  43. Wirklichkeit kann nur erlebt und nicht dargestellt werden. Der Glaube ist als Falsifikationsmethode erforderlich, um die Illusion von der Wirklichkeit trennen zu können. Der Glaube ist existent, das was der Glaube darstellt NICHTexistent, illusorisch.
  44. Was das, was wir Raum nennen, tatsächlich ist, kann keiner beantworten, wir können ihn nur erleben.
  45.  
  46. Zum Abschluß noch eine physikalische Umkehrung:
  47. Materie ist eine Folge der stetigen Veränderung der RaumZeit. Dies ist eine Umkehrung der Betrachtung Albert Einsteins. Nicht Masse krümmt die RaumZeit, die Krümmung der RaumZeit lässt Massen erst entstehen. Licht ist eine Folge dieser Veränderung der RaumZeit. Die Hintergrundstrahlung ist eine Konsequenz der stetigen Veränderung der RaumZeit. Es gibt nur eine Kraft im Universum, das ist die Veränderung der RaumZeit. Jede Wechselwirkung entsteht durch die RaumZeit selbst.
  48.  
  49. Formale Logik ist nicht logisch, denn aus einer unveränderlichen Form ergibt sich keine Bedeutung. Ein Mensch, der sich stetig verändert, benötigt sein Einfühlungsvermögen, um sich selbst verstehen zu können. Er ist sich eben auch zugleich fremd. Die Welt erfassen Menschen genau über diese Fähigkeit, die nichts mit dem Werten zu tun hat. Zu unterscheiden sind begrifflich die Emotion und das Gefühl. Ein emotionalisierter Mensch ist nicht in der Lage sich einzufühlen. Die Begriffe Realismus, Rationalismus und der Idealismus beschreiben nur das Dilemma, das sie selbst erschaffen. Die Vernunft zerstört den Verstand. Der rationale homo oeconomicus ist das Paradebeispiel dieser Denkweise, denn er soll ständig werten. Dieses Werten emotionalisiert den Menschen, denn er kann mit seinen Sinnen und mit seinem Verstand keine unveränderlichen Ideale erfassen, begreifen oder verstehen. Das Modell des rationalen homo oeconomicus ist ein nicht lebensfähiger emotionaler Vollpfosten, der zu keinerlei Mitgefühl in der Lage ist. Rationalität ist in dieser Betrachtung die Emotionalisierung des Menschen und damit seine Entmenschlichung. Das erklärt auch das dissoziale Verhalten bei Nicht-Existentem wie dem mystischen Geld, das Wasser in Wein verwandelt und scheinbar Wunder bewirkt.
  50.  
  51. An Unveränderliches kann ein Mensch nur glauben, er kann darüber nichts wissen, es gibt darüber keine Erkenntnisse. Das menschliche Hirn ist kein Prozessor, das nur Befehlen gehorcht und Daten wiedergibt. Daten sind rudimentäre Informationen. Daten sind Abbilder von Information, nicht die Information selbst [4].
  52. Die ganze Kybernetik ist ein Irrläufer, denn sie geht von mechanischen Prozessen aus. Künstliche Intelligenz ist ein Chimäre, genauso, wie die Messung von Intelligenz, die auf Wiedergabe von Daten beruht. Daten sind keine Information und schon gar kein Wissen, letzteres entsteht erst, wenn ein Mensch Informationen in einem Zusammenhang verstehen kann, mit dem Verstand erfassen kann.
  53.  
  54. Wohlstand ist nicht messbar, es gibt keinen Wohlstand, wenn sich Menschen nicht wohlfühlen. Folglich ist Wohlstand ein Zustand, der nicht quantifizierbar ist.
  55. Freiheit ist nicht messbar, es gibt keine Freiheit, wenn sich Menschen nicht frei fühlen. Folglich ist Freiheit ein Zustand zwischen Menschen, der nicht quantifizierbar ist.
  56. Gerechtigkeit ist nicht messbar, es gibt keine Gerechtigkeit, wenn sich Menschen nicht gerecht behandelt fühlen. Folglich ist Gerechtigkeit ein Zustand zwischen Menschen, der nicht quantifizierbar ist.
  57. Recht bedingt Unrecht. Wenn Recht geschaffen wird, gibt es zwingend Unrecht. Wenn Unrecht herrscht, kann es keine Gerechtigkeit geben. Mit Recht läßt sich unmöglich Gerechtigkeit herstellen. Rechtsphilosophie ist ein zwangsläufig scheiternder Ansatz.
  58. Sicherheit ist nicht messbar, es gibt keine Sicherheit, wenn sich Menschen nicht sicher fühlen. Folglich ist Sicherheit ein Zustand zwischen Menschen, der nicht quantifizierbar ist.
  59.  
  60. Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit und Wohlstand bedingen einander. Ein Staat ist ein soziokulturelles Konstrukt. Jeder Staat ist eine Utopie, ein Nicht-Ort. Deshalb sind auch Konstrukte wie Isiaah Berlins positive und negative Freiheit widersinnig, denn geschaffene Realität ist keine Wirklichkeit.
  61.  
  62. Das ist ein kleiner Ausschnitt einer beginnenden Diskussion, die Konsequenzen sind weitreichend und betreffen alle Lebenslagen. Es ist an der Zeit, daß Menschen wieder etwas tun, weil sie es können und nicht, weil ihnen dies irgendwelche Regeln erst erlauben, das ist die Arwee'sche Vision.
  63.  
  64. Der Stein der Weisen ist die Erkenntnis, daß es keinen unveränderlichen Stein der Weisen geben kann.
  65.  
  66. Danke für ihre Zeit.
  67.  
  68. Franz Maria Arwee und Freunde
  69.  
  70.  
  71. [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie_der_Mathematik
  72. [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Ideenlehre
  73. [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Wirklichkeit#Begriffsinhalt
  74. [4] Selbst die Information ist ein reduziertes Abbild der Wechselwirkung.
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