- Pressemitteilung der Arbeitsgruppe "Watch-The-Police" vom 08.02.2010
- Sehr geehrte Damen und Herren,
- im Vorfeld der Aktivitäten rund um den 13. Februar 2010 in Dresden haben sich kritische
- JournalistInnen sowie JuristInnen zu einer Arbeitsgruppe "Watch-The-Police"
- zusammengeschlossen.
- Grund für diesen Zusammenschluss sind zum einen die Maßnahmen der Dresdner
- Staatsanwaltschaft und des Landeskriminalamtes Sachsen gegen das Bündnis "Dresden
- Nazifrei!" in den letzten Wochen und zum anderen die Vorwürfe gegen die Polizei im
- Februar 2009 in Dresden Regelüberschreitungen begangen zu haben.
- Wir vertreten die Auffassung, dass sich auch die Arbeit der Polizei und anderer
- Ordnungsbehörden an rechtsstaatliche Prinzipien und gesetzliche Vorschriften halten muss.
- Am 13. Februar sind staatliche Behörden in besonderer Weise gefordert mit einem guten
- Beispiel voran zu gehen.
- Unsere Aufgabe in Dresden sehen wir in der Dokumentation und Auswertung der
- Polizeiarbeit. Dazu werden wir den gesamten Tag an den Brennpunkten, insbesondere im
- Bereich von Veranstaltungen der GegnerInnen des rechtsextremen Aufmarsches, in mehreren
- Teams unterwegs sein. Wir rufen auch andere VertreterInnen der Medien und JuristInnen
- dazu auf, die Arbeit der Einsatzkräfte zu dokumentieren.
- Darüber hinaus möchten wir BürgerInnen in Dresden dazu auffordern uns unter der
- Mailadresse watch1302@immerda.ch vermeintliche Gesetzesverstöße der Polizei an diesem Tag
- mitzuteilen.
- Die Polizei und andere Ordnungsbehörden in Dresden sollen von uns nicht vorverurteilt
- oder unter Generalverdacht gestellt werden. Wir sind uns darüber bewusst, dass am 13.
- Februar eine schwierige Aufgabe auf sie zukommt. Wir werden im Nachgang unser Material
- auswerten und bei Gesetzesverstößen der Polizei mögliche Rechtswege prüfen.
- Die Arbeitsgruppe "Watch-The-Police" wird u.a. unterstützt von Johannes Lichdi (MdL,
- Bündnis90/Grüne), Henning Hohmann (MdL, SPD), Fraktion.Die Linke im Sächsischen Landtag,
- Miro Jennerjahn (MdL, Bündnis90/Grüne), Eva Jähnigen (MdL, Bündnis90/Grüne), Rechtsanwalt
- Rolf Franek, Rechtsanwaltskanzlei Michael Sturm, Rechtsanwaltskanzlei Israel & Hübner,
- Rechtsanwalt Gerhard Rahn.
- Rückfragen werden über die E-Mail-Adresse watch1302@immerda.ch beantwortet.
