- # Chaos Communication PoliCCCy
- ca. 100 Personen anwesend, levampyre, danielakayb und nerdresa vom Awarenessteam anwesend.
- ## Creeper Cards
- ### Allgemeine Reaktionen / Verbesserungsvorschläge
- * gute Idee
- * erzeugen keinen Dialog
- * schützen aber VerteilerIn
- * 29C3 Awareness Team fühlt sich alleine gelassen
- * URL für mehr Informationen auf die Karten
- ### Beobachtungen / Reaktionen
- Wortmeldungen, Meinungen und Beobachtungen zu den Creeper Cards auf dem 29C3.
- * Creeper Card Kritik wurde auf Twitter mit Sexismus gleichgesetzt
- * Creeper Cards als Kritik gegen ungewünschte Meinungen angewandt
- * Creeper Card gegen Sexismus in der Moderation des Hackerjeopardy
- * nicht Aufgabe der Betroffenen, Übergriffigem etwas zu erklären
- * Empfänger der Karten sollten nicht als Sexisten abgestempelt werden
- * Unterscheidung allgemeiner / persönlicher sexistischer Äußerungen
- * Harassment Policy des 29C3 fehlt genaue Definition von "Übergriff", etc.
- * Hintergrund fehlt in der Policy, daher Karten unklarer verständlich
- * Erleichterung des zur Wehr setzens gegen Belästigung
- * Fußballvergleich: rote Karte erzeugt keine Diskussion
- * Konzept wird von Teilnehmern ins Lächerliche gezogen
- * fehlende Erklärung der Karten unglücklich gelaufen
- * Vergleich mit dem Creeper Card Einsatz auf der Open Mind 2012
- * Creeper Cards gutes Ding, wenn mit Orga der Veranstaltung verzahnt / unterstützt
- * Erklärungsloses Überreichen der Karte erzeugt keine Awareness
- * viel Diskussion erzeugen ist ein gutes Ergebnis an sich
- * Männer als Verantwortliche für Übergriffe adressieren, nicht die Frauen zum Handeln "verpflichten"
- * sich als Mann verpflichten Übergriffe / Sexismen direkt anzusprechen
- * Creeper Cards als Zentrum der Debatte beider Seiten(tm) beim Awareness Team / Konflikthelfer Team
- * Creeper Cards keine abschließende Lösung ("Weisheit letzter Schuss")
- * Karte um Grenze zu ziehen, Awarenessteam zum Ansprechen
- * Probleme: Karten nicht erklärt, keine Koordination zwischen den getrennten Projekten Awarenessteam und Creeper Cards
- ## Verbesserungen für den 30C3
- ### offener Brief
- Philipp Stefan und Helga Hansen haben eine Liste an Fragen und Vorschlägen gesammelt.
- * wieviel Eigeninitiative ist in dem Chaosumfeld gefragt
- * * "ja macht doch" gegen "sprecht das mit uns ab"
- * * "nur beim Team melden", "ich wusste nicht wie das geht"
- * Ideen für die Policy
- * * Policy besser hervorheben, an den Anfang der 30C3 Planung stellen
- * * Ada Initiative beschreibt, was unerwünschtes verhalten sein kann
- * * konkrete Beschreibungen mit in die Policy aufnehmen
- * * Anzügliche Witze / Sexismus / etc. in Vorträgen klar durchziehen
- * * Verwarnungen, Sanktionen, Rauswurf klar kommunizieren und Hirarchien im Vorfeld klären
- * * nicht nur mit dem Awarenessteam, sondern auch mit der Security, Orga, Infodesk, Engeln etc. klären, damit diese sich entsprechend verhalten
- * * verhindert "aber ich hab's ja nicht gewusst"
- ### Redebeiträge / Diskussion
- * detaillierte Regeln wenig sinnvoll
- * Problem wird wahrgenommen, möglicherweise aber anders als z.B. bei der DEFCON
- * vergleichsweise sichererer Ort als z.B. ein Fußballspiel
- * Ziel: gleicher Frauenanteil
- * Ziel: Awareness schaffen
- * Creeper Cards möglicherweise Kommunikationsverweigerung und wenig zielführend
- * Gespräch mit Moderatoren des Hackerjeopardy
- * Diskussion über Werte vor einer Policy
- * Bewusstsein schaffen statt detaillierter Verhaltensregeln
- * auch präsent Bewusstsein für unerwünschtes Verhalten schaffen (z.B. Zettel mit kurzem "Sexismus ist nicht erwünscht")
- * Problem die Normalität und das fehlende Bewusstsein für sexistische Inhalte
- * keine Vorfälle unter der Harassment Policy beim Awarenessteam gemeldet (außer einem Nazi)
- * Außenwirkung des Congress u.U. nicht korrekt, bzw. schlimmer als tatsächlich vor Ort
- * Nacktbilder bei der Ada Initiative geklärt
- * sexistische Kommentare auf dem Congress und Herausforderung einer roten Karte offensiv gefordert
- * Dunkelziffer bei Übergriffen, Vorfällen, Sexismus etc.
- * Policy kann auch konkret und offen formuliert werden; nicht zwangsläufig "alles flauschig" oder "keiner muss mehr denken"
- * mit Harassment Policy wird Konferenz als angenehmer / willkommender wahrgenommen
- * bei Creeper Cards / Harassment Policy geht es nicht um Übergriffige u. deren "Erziehung", sondern in erster Linie um Hilfe für Betroffene
- * Entwicklung bei Vorträgen / Policy / etc. sehr positiv
- * Policy nicht nur für Frauen, sondern für alle / soll keine Ungleichheit erzeugen / Frauen als "Sorgenkind" ein falscher Eindruck der nicht entstehen darf
- * Bewertung des Äußeren einer Speakerin unpassend / Verstoß gegen Hackerethik
- * fehlendes Bewusstsein wie Handlungen bei verschiedenen Empfängern ankommen
- * Einwurf: englischsprachigen Überblicks-Blogpost über die Ereignisse / Anlässe der Diskussion zusammenfassen
- * Kommunikation der Policy so früh wie Möglich in die Vorbereitung des nächsten Congress einbeziehen
- * Policy, Awarenssteam, Gendertalk in Saal 1 gute Entwicklung; mehr davon
- * Leute mit Standing die sich klar äußern sind wichtig
- * ausformulierte Policy gewinnt noch keine Schlacht gegen "so war das immer"
- * Karten vllt. schlecht vorbereitet, aber eine laute Diskussion erzeugt
- * Hack-Community toleranter als z.B. Sport, Musik, etc.
- * Selbsteinschätzung vom Awarenessteam: läuft gut
- * Awarenessteam will seine Einschätzung / Bewertung / Verbesserungen etc. im Anschluss verarbeiten und kommunizieren
- * bemerkenswert, dass eine Anti Harassment Policy in der Community überhaupt diskutiert wird, statt hingenommen zu werden
- * Policy steht seit 2 Jahren im Wiki
- * Policy ist nicht explizit antisexistisch, sondern gegen diverse *ismen und Diskriminierungen
- * Hacker würden immer die Lücken in einer Policy (als "Sport") suchen; ausformulierte Policy funktioniert nicht auf Hackerkongress
- * unterschiedliche Auffassungen von "positivem" Klima
- * Zusammenprall von Gruppen mit unterschiedlichen Vorstellungen von "Awareness" - kann nicht funktionieren
- * nach dem Kongress zusammensetzen und von einander lernen für den nächsten Kongress
- * die Sensibilität von FeministInnen mag manchen übertrieben vorkommen; aber wiederholtes Vorkommen auf diversen Veranstaltungen
- * Signal der Befürchtung falscher Ausenwirkung kann als "unter den Tisch kehren" wahrgenommen
- * "drüber reden" wäre schön - aber keiner kommt, es wird nur anonym gepostet
- * unabhängig davon, ob Creeper Cards gute Idee sind oder nicht - ihr Missbrauch ist verletzend
- * eine Policy kann und muss den "Tatbestand" Sexismus erläutern, z.B. durch Beispiele
- * nicht mehr nur HackerInnen auf dem Congress
- * Bedarf einer Policy unumstritten
- * Beispiel: rechte Burschenschaft unerwünscht, falsches Forum / bei Übergriffen Maßnahmen, Rauswurf, etc.
- * Grundregeln nötig, aber keine Erstickung - z.B. welche Formen von "Satire" sind erlaubt oder nicht, was ist ein NoGo, Anstufungen dazwischen, etc.
- * dass es Orte gibt an denen es schlimmer ist heißt nicht, dass hier alles gut ist - es kann immer geschaut werden wie es noch besser werden kann
- * Unterschied zwischen sozial Ungeschickt / gedankenlosem Witz oder sexistischer Äußerung
- * sexistische Äußerung macht keinem zum Sexisten - aber die Bezeichnung von Sexisten wird häufig von diesen so benannt
- * ignorieren bzw. aufbauschen funktioniert nicht nur in eine Richtung
- * Satire ist okay, aber Satire kann nur über Dinge gemacht werden, die eins selbst verstanden hat - jemand der Awareness / Sexismus nicht gut kennt, kann es nicht satirisch verarbeiten
- * Einzelbericht: keine Wahrnehmung von Sexismus im Umfeld, aber plötzlich ungehindert Sexismus auf der Bühne und mit Bestätigung aus dem Publikum
- * Außenwirkung durch ein (gestreamtes) Event wie das Hackerjoeopardy schlimmer als durch Kritik vom Event aus
- * mehr Awareness beim Team und auf der Bühne und für Speakerinnen schaffen und AnsprechpartnerInnen bereitstellen
- * Policies stammen von anderen Konferenzen ähnlichen Publikums - werden dort eingesetzt
- * Workshops auf dem nächsten Congress um mehr Awareness zu schaffen
- * wer Lücken suchen in einer Anti Harassment Policy ist kein Hacker sondern ein Arsch (O-Ton)
- * Gefühl, dass die Orga wenig hinter der Policy steht und sie nicht stark genug durchsetzt
- * Sichtbarkeit für eine Policy schaffen
- * Rollenbild "Frauen = Opfer" und "Männer = Täter" unpassend
- * auf jeden Sexistischen Vorfall neu Einsteigen
- * Community formt sich; kein Bestandsschutz für bisherige Gäste
- * definieren, wer kommen soll, sondern nicht wer nicht kommen soll
- * Karten werden nicht ernstgenommen, dadurch wird ganze feministische Bewegung nicht ernst genommen
- * einzelnen Sexismus erklären, weil es vielen nicht klar ist, wann sie sexistisch sind
- * Awarenessteam steht im Wiki, wer es erreichen will kann sich an einen Engel bzw. Infodesk wenden
- * offizielles Awarenessteam ein Zeichen, dass die Orga hinter der Policy steht
- * würde die Orga nicht hinter der Policy stehen gäbe es keine Policy
- * Wahrnehmung der Karten als Troll / Kunstaktion
- * Frauenanteil auf dem Congress steigt in den letzten Jahren stetig an
- * Veranstaltung nicht schlecht reden, sondern daran weiterarbeiten
- * Team sichtbarer machen
- * es wird keine Schritte zurück geben
- ## Ansprechpartner vom Awarenessteam
- Levampyre vom Awarenessteam äußert sich zu Verbesserungen.
- * wurden über den ganzen Kongress über Gespräche geführt
- * Awarenessteam ist ein Prozess
- * fruchtbare neue Ideen
- * Awarenessteam muss für sich selbst erst einmal Inhalte / Aktionen ordnen
- * viel Diskussion innerhalb des Teams; ausweren; Diskussion anstoßen
- * Awarenessteam des 29C3 zwei Wochen vor Congress entstanden
- * DECT Telefone veraltet und unkomfortabel
- * Verbesserungsvorschläge an das Awarenessteam auch für andere Communities / Hackspaces veröffentlichen