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OccupyGermany

By: a guest on Oct 30th, 2011  |  syntax: None  |  size: 8.29 KB  |  hits: 178  |  expires: Never
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  1. Erlauben Sie uns, uns als Anonymous vorzustellen. Ihr sollt uns an unseren Worten und Taten erkennen, statt uns auf flüchtigem Blick zu verkennen. Anonymous ist eine Idee, welche weder an Oberflächlichkeit noch an Vorurteilskraft zugrunde gehen vermag.
  2.  
  3. Seit Jahrhunderten leidet der blaue Planet, sowie alles Leben auf ihm, an einer Krankheit.  Diese hat die größten ökologischen und sozialen Konflikte hervorgerufen, sowie elitäre Strukturen unauffällig, aber tief verwurzeln lassen. Die Politik nahezu aller Länder sind dieser Krankheit vollkommen unterworfen und somit gezwungen dessen Symptome zu bekämpfen. Damit jedoch, versklavt sie uns alle.
  4.  
  5. "Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh." Henry Ford
  6.  
  7. Der Mensch hat ein Problem: Er kann exponentielles Wachstum nicht definieren. Unser
  8. Zinssystem bzw. dessen Zinseszinseffekt wird daher zu meist verkannt.
  9. Ein Wachstum von 2% ist durchaus realistisch.
  10. Dies hat zur Folge, dass nach 35 Jahren sich der Wert verdoppelt hat. Nach 116 Jahren das 10fache, nach 232 Jahren das 100fache und nach 348 Jahren bereits schon das 1000fache. Sie sehen, eine gewisse Zeit mag dies funktionieren, bis ein kritischer Punkt erreicht wird. Ab diesem muss es in immer kürzeren Abständen immer schneller wachsen. Dies ist unmöglich. Die logische Konsequenz sind Wirtschaftskrisen. Daraus resultieren Folgen wie der Raubbau der Natur durch die materielle Überproduktion, soziale Konflikte durch eine extreme Verschuldung von Privatpersonen, Unternehmen und ganzer Nationen, sowie einer zunehmenden ökonomischen Ungleichheit zwischen und innerhalb der Staaten.
  11.  
  12. Jeder Deutsche mit weniger als einer halben Million Euro Eigenkapital ist ein Zinssklave, denn er zahlt mehr Zinsen als er erhält. Viele wissen gar nicht, dass Zinsen nicht nur über Kredite, sondern auch über Preise anfallen, so bestehen beispielsweise Energie- oder
  13. Mietpreise zu 70-80% aus reiner Zinslast.
  14.  
  15. In Deutschland besitzt die ärmere Hälfte der Bürger ca. 5% des gesamten Geldvermögens, die andere Hälfte 95%.
  16.  
  17. Tagtäglich erhält die Dritte Welt Entwicklungshilfen zwischen 100 und 150 Millionen Dollar. Sie zahlt jedoch täglich 300 Millionen Dollar Zinsen an die Erste Welt.
  18.  
  19. Kommen wir zu einer weiteren korrupten Krankheit: den Banken. Die meisten Menschen sind es Leid sich damit auseinander zu setzen. Alles ist viel zu komplex und Unverständlich durch Fachbegriffe. Dennoch möchten wir Sie bitten uns Aufmerksamkeit zu schenken, um diese Krankheit definieren zu können.
  20. Sichtguthaben, z.B. auf einem Giro- oder Sparkonto, bedeuten noch längst nicht, dass dieses Geld bar vorliegt. Immer mehr Menschen zahlen "virtuell" also mit Buchgeld, z.B. durch Überweisungen, Lastschriften, Geld- oder Kreditkarten. Daher und aufgrund der geringen Mindestreserve können Banken denselben baren Geldschein mehrmals ausgeben. Banken können mit diesem virtuellen Geld sogar Wertpapiere und somit Mitspracherechte erwerben. Aber welchen Wert hat dieses Geld denn für eine Bank? In Vergleich zu Bargeld wenig, da nur ein Teil des virtuellen Geldes durch Bargeld gedeckt ist. Zudem kommt dass sie für eine Spareinlage von beispielsweise 1.000€ vielleicht 2% Zins - also 20€ - zahlt und die Bank diese 1.000€ dreifach als Buchgeld-Kredit ausgibt und jeweils 5% - insgesamt 150€ - verlangt. 130€ Gewinn, wobei 100€ zumindest für die Bank aus dem Nichts entstanden. In der Realität ist es natürlich ein Arbeiter der Zusatzaufwand leisten muss um seine Zinsen auf einen teilweise gedeckten Kredit zu zahlen. Durchaus ist dies mit moderner Sklaverei vergleichbar. Zudem kommt, das selbst Regierungen von Banken abhängig sind, da sie von Geschäftsbanken Kredite einräumen, welche die Staatsverschuldung in diese astronomische Höhe katapultierte.
  21.  
  22. "Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank." Bertolt Brecht
  23.  
  24. Wir sind es satt, uns den 1% zu unterwerfen.
  25. Wir protestieren in über 1.000 Städten in 82 Ländern.
  26. Dennoch sucht die vorherrschende Politik keinen Dialog mit der Bevölkerung.
  27. Mit 99%iger Wahrscheinlichkeit bist auch du ein Sklave dieses Systems.
  28.  
  29. Der 5. November 2011 ist Beginn von #OpCashBack.
  30. Hebt ab diesem Tag stets alle lang- und kurzfristigen Einlagen (große Beträge sind anmeldepflichtig) bei den Banken ab und verlangt es in bar. Sollten sie nur auf Girokonten überweisen, kündigt gleich für den folgenden Arbeitstag eine Großabhebung in bar an. Wenn ihr Lohn erhaltet, hebt zeitnah alles was nicht kurzfristig überwiesen wird ab und bewahrt es zu Hause auf. Alternativ könnt ihr euren Bankaccount auflösen und einen
  31. Neuen bei einer Good Bank ( http://www.gls.de/ ; http://www.ethikbank.de/ ;  http://www.gemeinschaftsbank.ch/) aufmachen.
  32.  
  33. Der Occupy-Bewegung wird oft nachgesagt, nicht zu wissen, was sie überhaupt kritisieren und keine Lösungsvorschläge zu kennen. Selbst rein intuitiv verspürt die Mehrheit jedoch, dass mit unserem Geld- bzw. Kreditsystem etwas nicht stimmen kann. Im Folgenden möchten wir daher Ansätze zur Lösung geben:
  34.  
  35. Schluss mit unserem Zinssystem:
  36. Alles außer Gold und Silber zerfällt, ob ein Haus, ein Auto oder die Nahrung, welche verdirbt, wieso nicht auch das Geld? Silvio Gesell hat bereits 1916 ein negatives Zinsmodell, ähnliche dem natürlichem Zerfall, vorgeschlagen. Alternativ spricht man auch von einer Umlaufsicherungsgebühr, da Geld stets zirkulieren muss, um keine Inflation zu verursachen. Wenn Geld verfällt muss es auch neu geschöpft werden, bestenfalls im Staat oder gar den Haushalten selbst. Langfristige Sparanlagen schaffen somit kein Geld aus der Schuld Dritter, sondern erhalten ihren Wert und sind damit bedeutend sinnvoller gestaltet als heutzutage. Bereits im Mittelalter gab es in Europa die Brakteaten-Währung, welche zur kulturellen Blüte im Hochmittelalter führte. Zuletzt hatte die Gemeinde Wörgl aus Österreich im Jahr 1932 sogenanntes Schwundgeld bzw. Freigeld und blühte auf, während der Rest der Welt mit den Folgen der Großen Depression zu kämpfen hatte. Die Zentralbank sah ihr Monopol gefährdet und hat die Währung nach einem Jahr verboten.
  37.  
  38. Schluss mit der Geldschöpfung aus dem Nichts:
  39. Geld sollte zu 100% durch sich selbst gedeckt sein, wie schon seit Jahrzehnten gefordert
  40. wird. Sichtguthaben, sollten vollständig in Bargeld vorhanden sein und somit die Geldschöpfung der privaten Geschäftsbanken unterdrückt werden. Zusätzlich sollte eine Monetative als 4. unabhängige Staatsgewalt eingeführt werden, um Geldschöpfung zu überwachen.
  41.  
  42. Schluss mit der Spekulation:
  43. Spekulation sollte aufgrund schädlicher Auswirkungen auf die Realwirtschaft verboten werden, insbesondere zählen darunter Derivate. Investitionen, z.B. über Aktien sollten hingegen möglich bleiben, da diese die Unternehmen fördern.
  44.  
  45. Schluss mit dem Raubbau der Natur:
  46. Rohstoffe sollten je nach ihrer natürlichen Reproduktion abgeschrieben und somit stets erhalten werden, um unser Wirtschaftsmodell von einem Kette in einen Kreislauf zu
  47. wandeln. Alle Ressourcen, die wir verbrauchen, müssen reproduziert werden. Nur so kann
  48. Wirtschaft nachhaltig sein. Gleichzeitig führt dies dazu, dass sich eine gewisse materielle Vernunft langfristig einpegelt. Beispielsweise wird die Reparatur attraktiver als der Neukauf von einer Gebrauchsware und fossile Rohstoffe werden aufgrund ihrer Reproduktionszeit sehr teuer und unattraktiv.
  49.  
  50. Schluss mit dem Schein-Sozialsystem:
  51. 79% der Ökonomen sind der Ansicht die Regierung sollte Sozialhilfen nach dem Vorbild der
  52. negativen Einkommensteuer gestalten. Dies bedeutet, dass ein Freibetrag und ein Steuersatz festgelegt werden. Hierzu soll uns ein Beispiel von 2.000€ im Monat und 66,67% zum Verständnis verhelfen. Jeder Erwerbsfähige ohne Einkommen erhält zwei Drittel der Spanne zum Freibetrag hin als Sozialhilfe, also 1.333€. Bei einem Einkommen von 1.100€ erhält man 600€ als Sozialhilfe. Verdient man 3.000€ wird der Freibetrag überschritten und zwei Drittel dazu hin als Steuer entrichtet, also 666€. Mit einem hohen Einkommen von 32.000€ behält man nur 12.000€ und muss 18.000€ Steuern zahlen. Bereits kurzfristig führt dies zu einer gerechten ökonomischen Verteilung.
  53.  
  54. Remember remember the fifth of November
  55. Gunpowder, treason and plot.
  56. I see no reason why gunpowder, treason
  57. Should ever be forgot...
  58.