Don't like ads? PRO users don't see any ads ;-)
Guest

Präsentation "Einführung in freie Software"

By: a guest on Jul 4th, 2012  |  syntax: None  |  size: 7.61 KB  |  hits: 20  |  expires: Never
download  |  raw  |  embed  |  report abuse  |  print
Text below is selected. Please press Ctrl+C to copy to your clipboard. (⌘+C on Mac)
  1. Präsentation: Einführung in freie Software
  2.  
  3. Folie 1: Titel
  4. Guten Morgen, mein Name ist Tobias Bernard. Ich habe meine Facharbeit über freie Software geschrieben und möchte jetzt auf einige der wichtigsten Aspekte davon eingehen.
  5.  
  6. Folie 2: "Computer"
  7. Computer beherrschen unseren Alltag. Wir begegnen ihnen bei all unseren alltäglichen Aufgaben.
  8.  
  9. Folie 3: Grafik mit Anwendungsbereichen
  10. Sei dies am Fahrkartenschalter oder im Steueramt, in der Schule oder im Krankenhaus, in der Bank oder im Supermarkt.
  11.  
  12. Folie 4: "Software"
  13. Was kontrolliert aber diese Computer? Diese Aufgabe übernimmt Software. Software ist im Prinzip eine Reihe von Befehlen in einer Programmiersprache, die die Funktion eines Programms beschreiben.
  14.  
  15. Folie 5: Quellcode -> Binärcode
  16. Dieser in einer Programmiersprache geschriebene Text wird auch Quellcode genannt. Quellcode kann von Menschen gelesen, allerdings nicht von Computern ausgeführt werden.
  17. Um Code ausführbar zu machen, muss er erst in Binärcode, also Nullen und Einsen konvertiert werden. Diesen Vorgang nennt man Kompilieren. Binärcode kann im Gegensatz zu Quellcode zwar von Computern ausgeführt, allerdings nicht mehr von Menschen gelesen werden.
  18.  
  19. Folie 6:
  20. Dieser Umstand wird bei proprietärer Software ausgenutzt, indem dem Nutzer nur der Binär-, nicht aber der Quellcode gegeben wird. Dadurch kann dieser das Programm zwar ausführen, hat aber keine Möglichkeit, dessen genaue Funktion zu überprüfen.
  21. Dies gibt dem Hersteller die Möglichkeit, beliebige geheime Funktionen einzubauen, von denen der Nutzer nichts weiß, und die auch nicht im Interesse des Nutzers arbeiten können.
  22. Dieses Unternehmen hat folglich Kontrolle über die Nutzer dieser Software.
  23.  
  24. Folie 7: Hersteller proprietärer Software
  25. Da diese Herstellerunternehmen aber nicht irgendwelchen moralischen Grundsätzen, sondern ihren Aktionären verpflichtet sind, ist besteht in dieser Situation ein fundamentales ethisches Problem. Und weil Computer in unserer Gesellschaft immer wichtiger werden, steigt die Macht dieser Konzerne über die Gesellschaft immer weiter.
  26. Was kann man also tun?
  27.  
  28. Folie 8: "freie Software"
  29. Eine Möglichkeit, dieses Problem zu lösen ist freie Software.
  30.  
  31. Folie 9: Verbreitung mit Quellcode
  32. Freie Software wird im Gegensatz zu proprietärer Software mit dem Quellcode weitergegeben, das heißt, der Nutzer hat jederzeit die Möglichkeit zu überprüfen, wie das Programm genau funktioniert.
  33.  
  34. Folie 10: Die 4 Freiheiten
  35. Darüber hinaus gibt freie Software dem Nutzer per Definition 4 grundlegende Freiheiten:
  36. Die Freiheit das Programm auszuführen, das Programm weiterzugeben, es zu verändern und die veränderte Version weiterzugeben. Diese Freiheiten stellen sicher, dass der Nutzer Kontrolle über das Programm haben kann.
  37.  
  38. Folie 11: Programm kontrolliert Nutzer und umgekehrt
  39. Zusammenfassend lässt sich also sagen: Bei Proprietärer Software kontrolliert das Programm und darüber der Hersteller des Programms den Nutzer, während bei freier Software der Nutzer das Programm kontrolliert.
  40. Die Frage ist nun aber: Wie können Nutzer, die keinerlei Erfahrung mit Softwareentwicklung haben und folglich den Quellcode nicht lesen können, Kontrolle über ihre Software haben?
  41.  
  42. Folie 12: Entwickler-Community-Nutzer
  43. Tatsächlich ist es so, dass nicht jeder Nutzer unbedingt Einsicht in den Quellcode nehmen muss, um sicher zu sein, dass das Programm in seinem Interesse funktioniert. Unter den Nutzern jedes Programms gibt es nämlich immer auch Menschen, die die nötigen Kenntnisse haben, um den Quellcode lesen zu können. Diese überprüfen den Quellcode auf für Nutzer schädliche Funktionen und können, falls sie solche finden, eine alternative Version, einen sogenannten Fork des Programms starten, der die Funktion nicht mehr beinhaltet. Da die Entwickler eines solchen Programmes dies wissen, werden sie in den meisten Fällen gar nicht erst daran denken, solche Funktionen einzubauen.
  44.  
  45. Folie 13: leere Folie
  46. Es lässt sich also sagen, dass bei freier Software immer sichergestellt ist, dass die Gemeinschaft der Nutzer volle Kontrolle über die Software hat.
  47.  
  48. Folie 14: Zitat "Am Anfang war alle Software frei"
  49. Kurz etwas zur Geschichte.
  50. Was viele nicht wissen ist, dass in der in der Anfangszeit der Computer, in den 60er und 70er Jahren, alle Software so gehandhabtwurde wie heute freie Software. Das heißt, sie wurde mit dem Quellcode weitergegeben und Nutzer durften sie weitergeben, verändern und auch die veränderte Version weitergeben.
  51.  
  52. Folie 15: Software weitergeben
  53. Auch große Unternehmen taten dies, weil sie dadurch die Verbesserungen, die Nutzer an ihren Programmen vornahmen, wieder in ihre Produkte einfließen lassen konnten, was die Entwicklung für sie vereinfachte. Dies führte zu einer Kultur des Teilens und der Zusammenarbeit in der Softwarenentwicklung, die vor allem im Universitätsbereich stark ausgeprägt war.
  54.  
  55. Folie 16: Hersteller proprietärer Software
  56. Erst um etwa 1980 begannen die großen Softwarekonzerne ihr Entwicklungsmodell auf proprietäre Software umzustellen. Einerseits bekamen Nutzer nur noch den Binärcode, andererseits hatten sie auch weniger Rechte, so durften die Programme z.B. nicht mehr weitergegeben werden.
  57. Als 1983 AT&T mit Unix System V eine neue, proprietäre Version des bis dahin quelloffenen Unix-Betriebssytems veröffentlichte, gab es auf einmal keine Möglichkeit mehr, einen Computer auf dem aktuellen Stand der Technik mit freier, vom Nutzer kontrollierter Software zu benutzen.
  58.  
  59. Folie 17: GNU
  60. Daraufhin startete eine Gruppe von Programmierern aus dem universitären Umfeld das GNU-Projekt mit dem Ziel, ein neues, vollkommen freies Betriebssytem zu schreiben, das zu Unix kompatibel sein sollte. Zwischen 1983 und 1992 gelang es dieser Gruppe, alle Unix-Komponenten mit Ausnahme des Kernels, also des Betreibssystemkerns, neu zu schreiben.
  61.  
  62. Folie 18: GNU+Linux=GNU/Linux
  63. 1992 schrieb dann ein Student zufällig und unabfängig vom GNU-Projekt einen freien Kernel: den Linux-Kernel. Damit waren alle Komponenten verfügbar, die für ein vollkommen freies Betriebssytem benötigt wurden. Seitdem werden das GNU-System und der Linux-Kernel verwendet, um freie Betriebssystem, sogenannte GNU/Linux-Distributionen zusammenzustellen.
  64.  
  65. Folie 19: Server-Desktop Marktanteil
  66. Da diese Betriebssysteme gegenüber den verbreiteten proprietären Systemen wie z.B. Windows und Mac OS viele Vorteile haben (sie sind unter anderem schneller, sicherer und weniger ressourcenintensiv) werden sie in manchen Bereichen, z.B. auf Servern, sehr stark eigesetzt. In anderen Bereichen, z.B. auf dem Desktop sind sie leider kaum verbreitet. Außerdem ist es momentan leider allgemein so, dass freie Betriebssyteme auf Endnutzer-Plattformen, wo Nutzer Kontrolle über die Hardware haben (wie z.B. auf dem Desktop) und so von ihrer Freiheit Gebrauch machen könnten, nur geringe Verbreitung aufweisen, während sie auf nicht von Nutzern kontrollierten Plattformen, wie Servern sehr weit verbreitet sind.
  67.  
  68. Folie 20: Moderne Desktops
  69. Hier hat sich aber in letzter Zeit einiges getan. Mit der Entwicklung neuer grafischer Oberflächen hat die Benutzerfreundlichkeit dieser Betriebssysteme stark zugenomme. Dadurch sind diese inzwischen genauso gut, wenn nicht noch besser für Endnutzer geeignet sind, als die proprietären Desktopbetriebssysteme Windows und Mac OS.
  70.  
  71. Folie 21:
  72. Abschließend möchte ich noch sagen, dass es wichtig wäre, dass mehr Menschen erkennen, dass die Kontrolle über so etwas Fundamentales wie Computer nicht in die Hände einiger weniger Konzerne gehört. Freie Software gibt uns die Möglichkeit, diese Kontrolle der Gesellschaft zurückzugeben.
  73.  
  74. Folie 22:
  75. Danke für ihre Aufmerksamkeit.